Reisen und Erholung - TopReiseBilder aus Sachsen - Deutschland - Europa

Top-Reisen-Erholung-Bilder

Wasser Citronen Und Kaffee Zum Erbrechen

Ausflugsziele - Reisen - Erholung - Top-Reise-Bilder aus Sachsen - Deutschland - Europa

Durchs wilde Kurdistan - Drittes Kapitel AV

Könnt ihr Galläpfel bekommen? Deren wachsen viel in unsern Wäldern. Wir haben welche im Hause. Macht schnell einen sehr starken, heißen Kaffee fertig und kocht Galläpfel in Wasser. Schickt auch nach Citronen! Ha, er will den Teufel mit Galläpfeln, Citronen und Kaffee füttern! verwunderte sich der Hekim, indem er vor Entsetzen die Hände zusammenschlug. Ich steckte in Ermangelung von etwas anderem den Finger in den Mund der Kranken, um sie zum Erbrechen zu reizen, wobei ich den Finger durch den Griff meines Messers vor ihren Zähnen schützte. Nach einiger Mühe gelang das Experiment, wenn auch unter der schmerzlichsten Anstrengung des Mädchens. Ich wiederholte es, doch war die Entleerung nicht hinlänglich. Giebt es eine Etschzaga *) in der Nähe? fragte ich, da ein Vomitiv notwendig war. In derselben Gasse. Komm schnell; führe mich! Wir gingen. Mein Führer blieb vor einem kleinen Laden stehen. Hier wohnt der Attar! **) sagte er. Ich trat in die kleine Budika und sah mich von einem Chaos von allerlei nötigen und unnötigen Dingen umgeben. Ranzige Pomaden, Pfeifenrohre, alte vertrocknete Pflaster und Talglichter, Rhabarber und brauner Zucker in einem Kasten, Kaffeebohnen neben Lindenblüten, Pfefferkörner und geschabte Kreide, Sennesblätter in einer Büchse, auf welcher Honig stand; Drahtnägel, Ingwer und Kupfervitriol, Seife, Tabak und Salz, Brillen, Essig, Charpie, Spießglanz, Tinte, Hanfsamen, Gallizenstein, Zwirn, Gummi, Baldrian, Knöpfe und Schnallen, Teer, *) Apotheke. **) Kräuterhändler. eingemachte Walnüsse, Teufelsdreck und Feigen. Alles lag hier friedlich bei-, neben-, unter-, überund durcheinander, und dabei saß ein schmutziges Männlein, welches grad so aussah, als habe es alle diese Mittel und Ingredienzien soeben innerlich und äußerlich an sich selbst probiert. Welches Unheil hatte dieser Attar wohl bereits angerichtet! Ich konnte für meine Zwecke nur Kupfervitriol bekommen und nahm noch ein Fläschchen Salmiakgeist mit. Das erstere wirkte nach unserer Rückkehr zur Kranken recht befriedigend. Dann gab ich ihr starken Kaffee mit Citronensaft und dann den Galläpfelaufguß. Hierauf schärfte ich zur Verhütung eines etwaigen Steckund Schlagflusses ihren Verwandten ein, sie durch Schütteln, Bespritzen mit kaltem Wasser und Riechenlassen an dem Salmiakgeist möglichst am Einschlafen zu verhindern, und versprach baldigst wiederzukommen. Diese Behandlung war wohl keine ganz richtige, aber ich verstand es nicht besser, und sie hatte Erfolg. Nun konnte ich, da die augenblickliche Gefahr entfernt zu sein schien, auch an anderes denken. Ich blickte mich im Zimmer genau um, und sah ein kleines Körbchen in der Ecke stehen, welches noch ziemlich mit Maulbeeren gefüllt war. Zwischen diesen sah ich mehrere Tollkirschen liegen. Willst du den bösen Geist sehen, der in die Kranke gefahren ist? fragte ich den Hekim. Einen Geist kann man nicht sehen. Und selbst wenn dies möglich wäre, könntest du ihn mir nicht zeigen, da du nicht an ihn glaubst. Wenn das Mädchen nicht stirbt, so hat mein Amulett geholfen. Hast du nicht gesehen, daß ich es ihr sofort vom Halse nahm? Hier liegt es, ich werde es öffnen. Das darfst du nicht! rief er, schnell zugreifend. Laß ab, Alter! Meine Hand ist kräftiger als die deinige. Warum darf ich es nicht öffnen? Weil ein Zauber darinnen ist. Du würdest sofort von demselben Geiste besessen werden, der in dem Mädchen steckt! Wollen sehen! Er wollte es verhindern, aber ich öffnete das viereckig zusammengenähte Stück Kalbleder und fand darinnen eine tote Fliege. Laß dich nicht auslachen mit diesem unschuldigen Tierchen! lachte ich, indem ich die Fliege zu Boden fallen ließ und zertrat. Nun, wo ist dein Geist, der mich befallen soll? Warte nur; er wird kommen! Ich werde dir den Teufel zeigen, der diese Krankheit verschuldet hat. Schau her! Was ist das? Du bist ein Hekim und mußt diese Beeren kennen! Ich hielt ihm die Tollkirsche entgegen, und er erschrak. Allah sei uns gnädig! Das ist ja die Oelüm kires! *) Wer diese ißt, der muß sterben, der ist verloren, der kann nicht gerettet werden! Nun, von diesen Früchten hat die Kranke gegessen; das habe ich an ihren Augen gesehen.

Durchs wilde Kurdistan - Drittes Kapitel AW
Wer von ihnen genießt, dessen Augen werden größer; das merke dir! Und nun setze deinen Turban auf und mache dich von hinnen, sonst zwinge ich dich, von diesen Todeskirschen zu genießen, damit du siehest, ob dir eine Sin-ek **) das Leben retten wird! Ich nahm die Kirschen in die Hand und schritt auf ihn zu. Da stülpte er in wahrer Todesangst den Turban auf sein kahl geschorenes Haupt und nahm sehr eilig und ohne allen Abschied Reißaus. *) Todeskirsche. **) Fliege. Die Anwesenden sahen ein, daß ich recht hatte. Auch ohne meine Worte sagte es ihnen die günstige Veränderung, welche mit der Kranken vorgegangen war. Sie ergingen sich in den ehrfurchtsvollsten Dankesbezeigungen, denen ich nur dadurch ein Ende machen konnte, daß ich mich schnell entfernte. Ich hinterließ die Weisung, mich bei einer etwaigen Verschlimmerung gleich holen zu lassen. Als ich in meiner Wohnung anlangte, traf ich Mersinah, welche soeben mit wütender Gebärde und mit einem großen Löffel in der Hand aus der Küche geschossen kam. Hinter ihr flog ein großer, nasser Hader, der so vortrefflich gezielt war, daß er ihre kleinen, wirren Knackwurstzöpfe erreichte und sich sehr liebevoll um ihr ehrwürdiges Haupt herumschlang. Zugleich ertönte aus dem Innern des auf solche Weise entweihten Heiligtums die Stimme von Hadschi Halef Omar hervor: Warte, alter Drache! rief er; du sollst mir noch einmal über meinen guten Kaffee kommen! Sie wickelte sich aus der feuchten Umarmung des Hadern heraus und ballte denselben zusammen, jedenfalls um ihn in eine rückgängige Bewegung zu versetzen; da erblickte sie mich. O, Emir, wie gut ist es, daß du kommst! Errette mich von diesem wütenden Menschen! Was giebt es denn, o Rose von Amadijah! Er sagte, er hätte in deiner Büchse meinen Kaffee gefunden und in meiner Tüte den deinigen. Das ist wohl auch wahr? Wahr? Ich schwöre es dir bei Ayescha, der Mutter aller Heiligen, daß ich deine Büchse nicht angerührt habe! So, du Großmutter aller Lügnerinnen und Spitzbuben! ertönte es aus der Küche. Du bist nicht über unsern Kaffee geraten, von dem mich zweihundert Drehm *) fünfundzwanzig gute Piaster kosten? Ich werde es dem Sihdi doch beweisen! Er kam aus der Küche, in der Rechten die neugekaufte Kaffeebüchse und in der Linken eine große, geöffnete Papiertüte. Sihdi, du kennst den Kaffee von Harimah? Du weißt es, daß ich ihn kenne. Suche einmal, wo er ist! Ich unterwarf die Büchse und auch die Tüte einer sehr eingehenden und ernsthaften Okularinspektion. Er ist in allen beiden, aber mit schlechteren Bohnen und gedörrten Schalen vermischt. Siehst du wohl, Effendi! Ich habe guten Harimah gekauft, und hier diese Mutter und Urgroßmutter eines Räubers und Spitzbuben kocht nur schlechten Kaffee, mit Schalen vermengt. Siehst du nun, daß sie über meine Büchse geraten ist! Sihdi, du bist ein gewaltiger Krieger, ein großer Gelehrter und der weiseste aller Richter, entgegnete die Myrte, indem sie dem Hadschi ihren Hader sehr unternehmend vor der Nase herumschwenkte. Du wirst diesen Vater eines Uebelthäters und Sohn eines Verleumders streng bestrafen! Bestrafen? rief Halef ganz erstaunt. Auch noch! Ja, entschied sie sehr bestimmt; denn er ist es, der über meine Tüte geraten ist und mich betrogen hat. Nur er allein hat den Kaffee vermischt, um mir und meinem Hause vor deinen Augen Schande zu bereiten! O, du Ausbund aller neununddreißig Laster! zürnte Halef ganz ergrimmt; du willst es wagen, mich, mich *) 1½ Pfund. zum Diebe zu machen? Wärest du nicht ein Weib, so würde ich dich Halt, Halef, zanke nicht, denn ich bin da und werde ein gerechtes Urteil sprechen! Mersinah, du behauptest, daß dieser Halef Omar die beiden Arten des Kaffees untereinander gemengt hat? Ja, Emir! So hat er das Seinige zu diesem schwierigen Rechtsfalle beigetragen. Nun thue du auch das Deinige und lies die Sorten wieder auseinander! Ich werde bald nachsehen, ob es geschehen ist, und dann mein Urteil sprechen. Sie öffnete den Mund, um mir mitzuteilen, daß sie gesonnen sei, Einspruch oder Nichtigkeitsbeschwerde zu erheben, doch Halef kam ihr zuvor: Das muß aber schnell geschehen, denn wir brauchen den Kaffee sehr notwendig! Warum? fragte ich. Du hast ja Gäste oben! Wen? Drei Kurden, welche auf dich warten. Derjenige, welcher dich bereits besuchte, ist dabei. So hole einstweilen rasch andern Kaffee! Ich stieg hastig die Treppe empor, denn die zwei andern Kurden konnten doch wohl nur die beiden Gefangenen sein.

weiterlesen =>


Reise News + Infos

Struppige Wachholderbüsche.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
Filed under Uncategorized | Comments (12)

Erquickend kraftvoll duften eure Nadeln, Dazu der violette Thymian, Die struppigen Wachholderbüsche, Die knabengleich bei Hochgewachsenen stehen. Es ist so still, ich höre meinen Atem; Ein kleiner Vogel nur schlüpft ziepend im Geäst, Auf zarter Birke zirpt die Grille leise, Und wenn der Wind sich sanft erhebt, Durchwallt ein hauchend Sausen die Versammlung, Und alle Kiefernhäupter nicken, In würdevoller Eintracht sinnend. Selig ist der Einsichtsvolle, welcher schaut, und der Dürstende, der aus diesem leuchtenden Springquell trinkt. Nein! Wie wird so heiß aus dem Weg das Gedränge! die moderne Welt kommt hier zu Esel herauf. Selig der Mensch, der die Wahrheit anerkennt und mit Eifer der Sache seines Herrn, des Machtvollen, des Allmächtigen, zu dienen strebt. Solange die Nachtigall mit viel Lebhaftigkeit singt ward mir dieses auf dem Schlosse meines Oheims anschaulich. Ein Wort! ein Wort nur! nur nicht stumm ertragen! Ich hatte vieles von Kunst geh?rt und gelesen; Philo selbst war ein gro?er Liebhaber von Gem?lden und hatte eine sch?ne Sammlung; auch ich selbst hatte viel gezeichnet; aber teils war ich zu sehr mit meinen Empfindungen beschäftigt und trachtete nur, das eine, was not ist, erst recht ins reine zu bringen, teils schienen doch alle die Sachen, die ich gesehen hatte, mich wie die ?brigen weltlichen Dinge zu zerstreuen. Aber nur den Mond bei der Wolke ich fand. Die Lerchen singen überall, Die Amsel schlägt im Wald! Er liebet sie, sie ihn, dies macht den Heirat-Schluß. Nun war ich zum erstenmal durch etwas äußerliches auf mich selbst zurückgeführt, und ich lernte den Unterschied zwischen dem nat?rlichen, vortrefflichen Gesang der Nachtigall und einem vierstimmigen Halleluja aus gefühlvollen Menschenkehlen zu meiner größten Verwunderung erst kennen. Der Streit der Erben (Geister, Teufel, Riesen, Zwerge, Menschen) um Wunschdinge, welche dann der von den Streitenden erwählte Schiedsrichter sich aneignet, kömmt oft in den Märchen des Morgen- und Abendlandes vor. Neu war der Westbau mit der Thronanlage, der große Nachfolge finden sollte. Denn zwischen dem Glauben des Ostens und dem Glauben des Westens gähnt noch immer die alte theologische Kluft. Die Zahl der Wunschdinge ist häufig drei, und darunter befinden sich sehr oft ein Paar Schuhe oder Stiefeln und ein Hut oder eine Mütze. […]

Read more…

Lied der Nachtigall.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
Filed under Uncategorized | Comments (12)

Aus meinen Tränen sprießen Viel blühende Blumen hervor, Und meine Seufzer werden Ein Nachtigallenchor. Und wenn du mich liebhast, Kindchen, Schenk ich dir die Blumen all, Und vor deinem Fenster soll klingen Das Lied der Nachtigall. Quelle: Heinrich Heine Buch der Lieder Lyrisches Intermezzo Junge Leiden - 1817-1821 Buch der Lieder Hamburg 1827 www.zeno.org Die Nachtigall ist eigentlich im Kreischaer Becken mit seiner klimatisch begünstigten Lage, der breiten Lockwitz-Talaue und der reich gegliederten Umgebung mit kleinen Bachtälchen und zahlreichen Feldgehölzen findet auch eine artenreiche Flora und Fauna geeignete Lebensräume. In feuchten, noch nicht übermäßig mit Nährstoffen überfrachteten Auebereichen mit Feuchtwiesen, Hochstaudenfluren und kleinen Gewässern wachsen Himmelschlüssel, Sumpfdotterblume, Ästiger Igelkolben, Helmkraut, Wasserpfeffer, Bach-Ehrenpreis, Ufer-Wolfstrapp, Sumpf-Vergissmeinnicht, Wasser-Schwertlilie und Herbstzeitlose. Bis vor einigen Jahren gab es hier sogar noch die Sibirische Schwertlilie. Neben den allgemein verbreiteten Lurchen wie Erdkröte, Grasfrosch und Teichmolch profitiert auch der Springfrosch vom milden Klima. Mit Lachen und Lieben im Herzen wird niemand alt. Das gleiche gilt unter den Reptilien für Zauneidechse und Glattnatter. Einen traurigen Gedanken,Siehe da, das Kind des Nordens! Der Feuersalamander laicht erfolgreich in unbelasteten Bächen. So denk ich oft und meine,Daß ich wohl gut gedacht. In den Feuchtbiotopen und Wasserläufen der Talauen sind Wasseramsel, Eisvogel, Rohrammer, Wasserralle und Nachtigall zu beobachten oder zu hören. Die Lerchen singen überall, Die Amsel schlägt im Wald! Schwarzstörche suchen hier nach Nahrung. Dies ist ein Sendbrief, herniedergesandt vom Herrn des Erbarmens, damit das Volk der Welt befähigt sei, dem durch die Kraft Seines hehren Namens wogenden Meere nahezukommen. Unter den Menschen sind solche, die sich von Ihm abkehren und Sein Zeugnis leugnen, indes andere den Wein der Bestätigung trinken in der Herrlichkeit Seines Namens, die alles Erschaffene durchdringt. Ach warum in dieser Ferne,Süßes Herz, so weit von dir? Gut' Nacht denn all ihr Müden, Ihr Lieben nah und fern! Schlimmen Verlust leidet fürwahr, wer sein Ohr dem Gekrächz der Raben neigt und sich weigert, dem süßen Schlag der Himmlischen Nachtigall zu lauschen, die auf den Zweigen des Baumes der Ewigkeit singt: Wahrlich, es gibt keinen Gott außer Mir, dem Allwissenden, dem Allweisen. Heute ist der Tag, den das strahlende Licht Unseres Antlitzes erleuchtet, der Tag, den alle Tage und Nächte anbetend umkreisen. […]

Read more…

Die Reisenden konnten sich von der .

Posted by Admin on Mai 12, 2008
Filed under Uncategorized | Comments (12)

orographischen Gestaltung des Bodens ein genaues Bild machen. Die drei Verzweigungen, deren erste Staffel der Duthumi bildet, werden durch weite Längenebenen von einander geschieden; diese hohen Bergrücken bestehen aus abgerundeten Kegeln, zwischen denen der Boden mit erratischen Blöcken und Geröll besäet ist. Der steilste Abfall dieser Berge liegt der Küste von Zanzibar gegenüber; die westlichen Abhänge bilden nur geneigte Plateaux. Die Bodensenkungen sind mit einer schwarzen, fruchtbaren Erde bedeckt und durch eine kräftige Vegetation ausgezeichnet. Verschiedene Ströme ergießen sich nach Osten und fließen in den Kingani, mitten unter riesigen Gruppen von Sykomoren, Tamarinden, Kürbißbäumen und Palmyras. Bei Karpfenfischen können durch Formeln die Anzahl und die Position der Schlundzähne pro Zahnreihe festgehalten werden. Bei den Schmerlen wird diese Hornplatte durch eine raue Hornfläche beziehungsweise Was nun das Nervensystem betrifft, so wurde der Hauptstamm, das Bauchwerk oder die Ganglienkette, dessen vorderster Theil, der Schlundknoten, als Gehirn der höheren Thiere angesehen zu werden pflegt, bereits auf Seite 2 erwähnt; es sei dem ergänzend nur noch hinzugefügt, daß bei den Kerfen die drei Nervenknotenpaare des Brustkastens am meisten entwickelt sind, daß durchschnittlich jedem Hinterleibsringe ein Knoten zukommt, und daß von dem oberen Knoten des Schlundringes nicht nur nach den Augen und Fühlern, sondern auch nach den Eingeweiden Nerven abgehen, während der etwas kleinere untere Knoten des Schlundringes die seinigen nach den Mundtheilen entsendet. durch zähe Schleimhäute ersetzt. Je nach Spezialisierung auf unterschiedliche Nahrung sind Form und Zahl der Schlundzähne unterschiedlich. So hörte beispielsweise die vordere Hälfte einer Maulwurfsgrille, welche von ungefähr durch den Spaten halbirt worden war, erst nach zweiundachtzig Stunden, die hintere erst nach hundertundacht Stunden auf zu zucken. Oefters auch begleitet, ohne Knoten zu bilden, ein zweiter Strang den mit ihm verbundenen, unmittelbar unter ihm gelegenen Hauptstrang, hier und da hat man sogar gemeint, vier Stränge unterscheiden zu müssen, und je mehr die anatomischen Untersuchungen verallgemeinert werden, desto mehr Abweichungen im Ausbaue werden sich herausstellen. D`Suka A`Raj`la war ein enger Gang, marod war einer, wenn er krank. […]

Read more…

Das Bächlein.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
Filed under Uncategorized | Comments (12)

Als Bot voraus das Bächlein eilt, Und wo der Wind die Wipfel teilt, Die Au verstohlen nach mir schaut, Als wär sie meine liebe Braut. Ja, komm ich müd ins Nachtquartier, Die Nachtigall noch vor der Tür Mir Ständchen bringt, Glühwürmchen bald Illuminieren rings den Wald. Erstere bringen den Besitzer entweder, wie hier, sofort an einen gewünschten Ort, oder er kann wenigstens in ihnen mit jedem Schritt Meilen (7-1000) zurücklegen. Der Hut oder die Mütze hat meistens die Eigenschaft unsichtbar zu machen: daß der Träger des Hutes aber alles, auch das fernste und den gewöhnlichen Menschen sonst unsichtbare, sehen kann, ist dem ehstnischen Märchen eigen, ebenso wie der Alles schmelzende Stock. Zwar kömmt unter den Wunschdingen in mehreren Märchen ein Stock oder eine Keule vor, aber nicht mit dieser Eigenschaft. Sie ist nur drei Jahre jünger und folglich zehnmal reifer als du. Näher darauf einzugehen ist hier nicht der Ort, nur folgendes sei bemerkt. Hier gewann der sonst so harmlose Mann seine ganze Größe, indem er auf Ruhm verzichtete. Du suchst sogleich den Purpurhändler Valerius Procillus, meinen ältesten Gastfreund in Neapolis, auf. Die Römer hatten die ersten Steine dieser Stadt aufgerichtet, als ein Castrum, als vorgeschobenen Posten, um die lateinische Zivilisation zu schützen gegen die Barbaren, und mehr als tausend Jahre später war der Ansturm der Osmanen gegen das Abendland an diesen Mauern zerschellt. In einer drangvollen Zeit sollte er, ein verwaistes Kind, die Hälfte des Römerreichs regieren. Die Antwort Graf Raimunds war weniger fromm, aber passend. Aufnahmewillig und mit einem besonderen Sinn für Empfänglichkeit begabt, zog diese Stadt die disparatesten Kräfte an sich, entspannte, lockerte, begütigte sie; es war lind, hier zu leben, in dieser Atmosphäre geistiger Konzilianz, und unbewußt wurde jeder Bürger dieser Stadt zum Übernationalen, zum Kosmopolitischen, zum Weltbürger erzogen. Die Krisis zu beschleunigen, verschreibe ich dir das beste Mittel. In kaum einer Stadt Europas war nun der Drang zum Kulturellen so leidenschaftlich wie in Wien. […]

Read more…

Mit kühnem Mute.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
Filed under Uncategorized | Comments (12)

Bis doch ein Paladin aus Franken Vorm Schlosse hält, Der oft schon kühn zerbrach die Schranken Der Geisterwelt. Der Wagling eilt mit kühnem Mute Zum finstern Grab Und steiget rasch mit kühlem Blute Den Gang hinab. Schließlich gesellten sich zu ihnen auch Leute, welche die Gabe hatten, die neuentdeckte Inselwelt in Europa populär zu machen, wie Kotzebue und Chamisso. Man sprach zu der Zeit von den Südseeinseln wie von einem wiedergefundenen Paradies. Ihre zum ersten Male geschaute Naturschönheit übte einen mächtigen Zauber auf die nordischen Besucher aus. Aber auch in der Beschreibung der Eingeborenen sparte man die Lobsprüche nicht. Das heitere, glückselige Leben jener Naturkinder wurde in Deutschland und England geradezu sprichwörtlich. Man ließ sich hierin auch nicht durch die Tatsache beirren, dass Cook auf seinen späteren Reisen schon heftige Zusammenstöße mit diesen vermeintlichen Paradiesbewohnern hatte; Enttäuschungen, die sich in der Folgezeit noch häuften. Die Südsee-Schwärmerei war nun einmal Mode geworden, und immer neue Forscher und Abenteurer zogen aus, die so schnell berühmt gewordenen Inseln zu besehen. Hinter ihnen kamen unternehmende Kaufleute in immer wachsender Zahl, dann Pflanzer; endlich in der Neuzeit auch die auf Kolonialerwerb ausgehenden Vertreter der Großmächte. Wo er für sich und seine eigenste Person eintrat, in den privaten Verhältnissen des alltäglichen Lebens, war er eine wenig erfreuliche Erscheinung: kleinlich, geizig, unschön in fast jeder Beziehung. Von dem Augenblick an aber, wo die Dinge einen Charakter annahmen, daß er seine Person von dem Namen Zieten nicht mehr trennen konnte, wurde er auf kurz oder lang ein wirklicher Zieten. Er war nicht adlig, aber gelegentlich aristokratisch. Dies Aristokratische, wenn geglüht in leidenschaftlicher Erregung, konnte momentan zu wahrem Adel werden, aber solche Momente weist sein Leben in nur spärlicher Anzahl auf. Sein bestes war die Liebe und Verehrung, mit der er ein halbes Jahrhundert lang die Schleppe seines Vaters trug. In diesem Dienste verstieg sich sein Herz bis zum Poetischen in Gefühl und Ausdruck, wofür nur ein Beispiel hier sprechen mag. […]

Read more…

Die Liberalen in Deutschland.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
Filed under Uncategorized | Comments (12)

Die Bestrebungen der Liberalen in Deutschland, deren Ziel auf Herstellung einer einheitlichen deutschen Centralgewalt mit Volksvertretung und einheitlicher diplomatischer und militärischer Führung geht, fanden bei dem Herzog Unterstützung und Förderung; hiernach regelte sich auch dessen Verhalten in den allgemeinen deutschen Bundesfragen, in denen die Gothaische Regierung regelmäßig den preußischen Standpunkt theilte. Eine vom Herzog bei Gelegenheit der Überreichung einer Adresse mehrer gothaischer Bürger rücksichtlich der deutschen Reformbewegung ausgesprochene Erklärung veranlaßte sogar im Septbr. einen diplomatischen Notenwechsel mit dem Österreichischen Cabinet, welcher eine ziemlich gereizte Sprache annahm. Der deutsche Nationalverein, welcher sich am 16. Septbr. in Frankfurt constituirt hatte, verlegte den Sitz seines Ausschusses, nachdem demselben in Frankfurt die polizeiliche Erlaubniß dazu verweigert worden war, am 18. Octbr. nach Koburg, wo er ohne Belästigung blieb, und seitdem knüpfen sich die Bestrebungen dieses Vereins wesentlich an den Namen Koburg. Des Königs Wangen leuchten Glut; Im Wein erwuchs ihm kecker Muth. Und sieh! und sieh! an weißer Wand Da kams hervor wie Menschenhand; Und schrieb, und schrieb an weißer Wand Buchstaben von Feuer, und schrieb und schwand. Das gellende Lachen verstummte zumal; Es wurde leichenstill im Saal. Die Knechtenschaar saß kalt durchgraut, Und saß gar still, gab keinen Laut. Und er brüstet sich frech, und lästert wild; Die Knechtenschaar ihm Beifall brüllt. Belsatzar ward aber in selbiger Nacht Von seinen Knechten umgebracht. Doch kaum das grause Wort verklang, Dem König wards heimlich im Busen bang. Der König stieren Blicks da saß, Mit schlotternden Knien und todtenblaß. Die Magier kamen, doch keiner verstand Zu deuten die Flammenschrift an der Wand. Er trug viel gülden Geräth auf dem Haupt; Das war aus dem Tempel Jehovas geraubt. Und er leert ihn hastig bis auf den Grund, Und rufet laut mit schäumendem Mund: Jehovah! dir künd ich auf ewig Hohn, Ich bin der König von Babylon! Und der König ergriff mit frevler Hand Einen heiligen Becher, gefüllt bis am Rand. Der König rief mit stolzem Blick; Der Diener eilt und kehrt zurück. […]

Read more…

Web News Marketing News