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Wasser Citronen Und Kaffee Zum Erbrechen

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Durchs wilde Kurdistan - Drittes Kapitel AV

Könnt ihr Galläpfel bekommen? Deren wachsen viel in unsern Wäldern. Wir haben welche im Hause. Macht schnell einen sehr starken, heißen Kaffee fertig und kocht Galläpfel in Wasser. Schickt auch nach Citronen! Ha, er will den Teufel mit Galläpfeln, Citronen und Kaffee füttern! verwunderte sich der Hekim, indem er vor Entsetzen die Hände zusammenschlug. Ich steckte in Ermangelung von etwas anderem den Finger in den Mund der Kranken, um sie zum Erbrechen zu reizen, wobei ich den Finger durch den Griff meines Messers vor ihren Zähnen schützte. Nach einiger Mühe gelang das Experiment, wenn auch unter der schmerzlichsten Anstrengung des Mädchens. Ich wiederholte es, doch war die Entleerung nicht hinlänglich. Giebt es eine Etschzaga *) in der Nähe? fragte ich, da ein Vomitiv notwendig war. In derselben Gasse. Komm schnell; führe mich! Wir gingen. Mein Führer blieb vor einem kleinen Laden stehen. Hier wohnt der Attar! **) sagte er. Ich trat in die kleine Budika und sah mich von einem Chaos von allerlei nötigen und unnötigen Dingen umgeben. Ranzige Pomaden, Pfeifenrohre, alte vertrocknete Pflaster und Talglichter, Rhabarber und brauner Zucker in einem Kasten, Kaffeebohnen neben Lindenblüten, Pfefferkörner und geschabte Kreide, Sennesblätter in einer Büchse, auf welcher Honig stand; Drahtnägel, Ingwer und Kupfervitriol, Seife, Tabak und Salz, Brillen, Essig, Charpie, Spießglanz, Tinte, Hanfsamen, Gallizenstein, Zwirn, Gummi, Baldrian, Knöpfe und Schnallen, Teer, *) Apotheke. **) Kräuterhändler. eingemachte Walnüsse, Teufelsdreck und Feigen. Alles lag hier friedlich bei-, neben-, unter-, überund durcheinander, und dabei saß ein schmutziges Männlein, welches grad so aussah, als habe es alle diese Mittel und Ingredienzien soeben innerlich und äußerlich an sich selbst probiert. Welches Unheil hatte dieser Attar wohl bereits angerichtet! Ich konnte für meine Zwecke nur Kupfervitriol bekommen und nahm noch ein Fläschchen Salmiakgeist mit. Das erstere wirkte nach unserer Rückkehr zur Kranken recht befriedigend. Dann gab ich ihr starken Kaffee mit Citronensaft und dann den Galläpfelaufguß. Hierauf schärfte ich zur Verhütung eines etwaigen Steckund Schlagflusses ihren Verwandten ein, sie durch Schütteln, Bespritzen mit kaltem Wasser und Riechenlassen an dem Salmiakgeist möglichst am Einschlafen zu verhindern, und versprach baldigst wiederzukommen. Diese Behandlung war wohl keine ganz richtige, aber ich verstand es nicht besser, und sie hatte Erfolg. Nun konnte ich, da die augenblickliche Gefahr entfernt zu sein schien, auch an anderes denken. Ich blickte mich im Zimmer genau um, und sah ein kleines Körbchen in der Ecke stehen, welches noch ziemlich mit Maulbeeren gefüllt war. Zwischen diesen sah ich mehrere Tollkirschen liegen. Willst du den bösen Geist sehen, der in die Kranke gefahren ist? fragte ich den Hekim. Einen Geist kann man nicht sehen. Und selbst wenn dies möglich wäre, könntest du ihn mir nicht zeigen, da du nicht an ihn glaubst. Wenn das Mädchen nicht stirbt, so hat mein Amulett geholfen. Hast du nicht gesehen, daß ich es ihr sofort vom Halse nahm? Hier liegt es, ich werde es öffnen. Das darfst du nicht! rief er, schnell zugreifend. Laß ab, Alter! Meine Hand ist kräftiger als die deinige. Warum darf ich es nicht öffnen? Weil ein Zauber darinnen ist. Du würdest sofort von demselben Geiste besessen werden, der in dem Mädchen steckt! Wollen sehen! Er wollte es verhindern, aber ich öffnete das viereckig zusammengenähte Stück Kalbleder und fand darinnen eine tote Fliege. Laß dich nicht auslachen mit diesem unschuldigen Tierchen! lachte ich, indem ich die Fliege zu Boden fallen ließ und zertrat. Nun, wo ist dein Geist, der mich befallen soll? Warte nur; er wird kommen! Ich werde dir den Teufel zeigen, der diese Krankheit verschuldet hat. Schau her! Was ist das? Du bist ein Hekim und mußt diese Beeren kennen! Ich hielt ihm die Tollkirsche entgegen, und er erschrak. Allah sei uns gnädig! Das ist ja die Oelüm kires! *) Wer diese ißt, der muß sterben, der ist verloren, der kann nicht gerettet werden! Nun, von diesen Früchten hat die Kranke gegessen; das habe ich an ihren Augen gesehen.

Durchs wilde Kurdistan - Drittes Kapitel AW
Wer von ihnen genießt, dessen Augen werden größer; das merke dir! Und nun setze deinen Turban auf und mache dich von hinnen, sonst zwinge ich dich, von diesen Todeskirschen zu genießen, damit du siehest, ob dir eine Sin-ek **) das Leben retten wird! Ich nahm die Kirschen in die Hand und schritt auf ihn zu. Da stülpte er in wahrer Todesangst den Turban auf sein kahl geschorenes Haupt und nahm sehr eilig und ohne allen Abschied Reißaus. *) Todeskirsche. **) Fliege. Die Anwesenden sahen ein, daß ich recht hatte. Auch ohne meine Worte sagte es ihnen die günstige Veränderung, welche mit der Kranken vorgegangen war. Sie ergingen sich in den ehrfurchtsvollsten Dankesbezeigungen, denen ich nur dadurch ein Ende machen konnte, daß ich mich schnell entfernte. Ich hinterließ die Weisung, mich bei einer etwaigen Verschlimmerung gleich holen zu lassen. Als ich in meiner Wohnung anlangte, traf ich Mersinah, welche soeben mit wütender Gebärde und mit einem großen Löffel in der Hand aus der Küche geschossen kam. Hinter ihr flog ein großer, nasser Hader, der so vortrefflich gezielt war, daß er ihre kleinen, wirren Knackwurstzöpfe erreichte und sich sehr liebevoll um ihr ehrwürdiges Haupt herumschlang. Zugleich ertönte aus dem Innern des auf solche Weise entweihten Heiligtums die Stimme von Hadschi Halef Omar hervor: Warte, alter Drache! rief er; du sollst mir noch einmal über meinen guten Kaffee kommen! Sie wickelte sich aus der feuchten Umarmung des Hadern heraus und ballte denselben zusammen, jedenfalls um ihn in eine rückgängige Bewegung zu versetzen; da erblickte sie mich. O, Emir, wie gut ist es, daß du kommst! Errette mich von diesem wütenden Menschen! Was giebt es denn, o Rose von Amadijah! Er sagte, er hätte in deiner Büchse meinen Kaffee gefunden und in meiner Tüte den deinigen. Das ist wohl auch wahr? Wahr? Ich schwöre es dir bei Ayescha, der Mutter aller Heiligen, daß ich deine Büchse nicht angerührt habe! So, du Großmutter aller Lügnerinnen und Spitzbuben! ertönte es aus der Küche. Du bist nicht über unsern Kaffee geraten, von dem mich zweihundert Drehm *) fünfundzwanzig gute Piaster kosten? Ich werde es dem Sihdi doch beweisen! Er kam aus der Küche, in der Rechten die neugekaufte Kaffeebüchse und in der Linken eine große, geöffnete Papiertüte. Sihdi, du kennst den Kaffee von Harimah? Du weißt es, daß ich ihn kenne. Suche einmal, wo er ist! Ich unterwarf die Büchse und auch die Tüte einer sehr eingehenden und ernsthaften Okularinspektion. Er ist in allen beiden, aber mit schlechteren Bohnen und gedörrten Schalen vermischt. Siehst du wohl, Effendi! Ich habe guten Harimah gekauft, und hier diese Mutter und Urgroßmutter eines Räubers und Spitzbuben kocht nur schlechten Kaffee, mit Schalen vermengt. Siehst du nun, daß sie über meine Büchse geraten ist! Sihdi, du bist ein gewaltiger Krieger, ein großer Gelehrter und der weiseste aller Richter, entgegnete die Myrte, indem sie dem Hadschi ihren Hader sehr unternehmend vor der Nase herumschwenkte. Du wirst diesen Vater eines Uebelthäters und Sohn eines Verleumders streng bestrafen! Bestrafen? rief Halef ganz erstaunt. Auch noch! Ja, entschied sie sehr bestimmt; denn er ist es, der über meine Tüte geraten ist und mich betrogen hat. Nur er allein hat den Kaffee vermischt, um mir und meinem Hause vor deinen Augen Schande zu bereiten! O, du Ausbund aller neununddreißig Laster! zürnte Halef ganz ergrimmt; du willst es wagen, mich, mich *) 1½ Pfund. zum Diebe zu machen? Wärest du nicht ein Weib, so würde ich dich Halt, Halef, zanke nicht, denn ich bin da und werde ein gerechtes Urteil sprechen! Mersinah, du behauptest, daß dieser Halef Omar die beiden Arten des Kaffees untereinander gemengt hat? Ja, Emir! So hat er das Seinige zu diesem schwierigen Rechtsfalle beigetragen. Nun thue du auch das Deinige und lies die Sorten wieder auseinander! Ich werde bald nachsehen, ob es geschehen ist, und dann mein Urteil sprechen. Sie öffnete den Mund, um mir mitzuteilen, daß sie gesonnen sei, Einspruch oder Nichtigkeitsbeschwerde zu erheben, doch Halef kam ihr zuvor: Das muß aber schnell geschehen, denn wir brauchen den Kaffee sehr notwendig! Warum? fragte ich. Du hast ja Gäste oben! Wen? Drei Kurden, welche auf dich warten. Derjenige, welcher dich bereits besuchte, ist dabei. So hole einstweilen rasch andern Kaffee! Ich stieg hastig die Treppe empor, denn die zwei andern Kurden konnten doch wohl nur die beiden Gefangenen sein.

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Reise News + Infos

Zu unserm Kräuter und Sprossenangebot.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Unsere Kräuter beziehen wir in den warmen Monaten aus dem hauseigenen Kräutergarten. So werden bei uns täglich Kräuter wie Kerbel, Schnittlauch, Oregano, Rosmarin, Thymian, Liebstöckel, Estragon, Basilikum, Melisse und Pfefferminze geerntet. Auch die essbaren bunten Blüten der Kapuzinerkresse oder Boretsch- Blüten gedeihen in unserem Garten und Schmücken unsere Speisen. Wir verwenden diese Kräuter liebevoll und auch reichlich und versuchen damit jedem Gericht eine individuelle Note zu verleihen. In den Kalten Monaten verzieren wir unsere Speisen mit Sprossen vom Knoblauch, Erbsen, Roter Beete und vielen mehr. *** Der Adventskranz *** Nun kommt das Christkind aber bald, wir holen Tannen aus dem Wald, für einen Kranz so rund und fein, darauf brennen vier rote Kerzelein. Heute zünden wir die erste an, am Sonntag ist die zweite dran, bei der dritten da leuchtet schon das ganze Gesicht, weil es überall nach Weihnachten riecht. Und wenn die vierte angemacht, dann läuten die Glocken zur Heiligen Nacht. Sie läuten von nah, sie läuten von fern, freut euch Ihr Menschen, es Weihnachtet sehr. In der stressigen Vorweihnachtszeit einfach einmal bei Punsch, Maroni oder Schmankerln aus der Region die Seele baumeln lassen. Die herrliche Landschaft rund um den tief verschneiten Wald genießen, dabei noch letzte Weihnachtsgeschenke kaufen und heimeliger Musik lauschen. Und natürlich darf auch das Kinderkarussell vor dem Rathaus nicht fehlen. Es singt zu Gottes Ehr und Ruhm Das ganze Vorderhaus: Es ist ein Ross entsprungen. Auch für die Kinder ist bestens gesorgt, mit einer lebendigen Krippe, Kinderprogramm und pssst? vielleicht kommt ja auch noch der Nikolaus! Ein Anspruch, dem die Schladminger Bergweihnacht seit Jahren mehr als gerecht wird. Programm: Christkindlmarkt mit KunsthandwerkKinderprogramm in der geheizten HütteTraditionelles HandwerkKulinarium der Nationalpark PartnerbetriebeVolksmusik aus der RegionGeführte Wanderungen in den WinterwaldLebendige Krippe Termine: 5. und 6. Keine drei Könige kommen gegangen, Den neuen Erlöser zu empfangen. Dezember 2015 jeweils 13:00 bis 19:00 Uhr am Ort, direkt an der Abzweigung, Gruppen werden um Voranmeldung gebeten! […]

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Habe nichts dagegen! Und karriert?.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Laßt Euch meinetwegen auch noch das Gesicht schwarzrot karrieren! Wo kaufen diese Sachen? Da weiß ich selbst keinen Rat. Einen Bazar finden wir ja erst in Amadijah. Vielleicht aber giebt es auch hier einen Händler, denn Spandareh ist ein großes Dorf. Und Ihr habt ja Geld, viel Geld, nicht? Viel, sehr viel, well! Werde alles bezahlen! Werde einmal fragen. Ich wandte mich an den Vorsteher: Giebt es hier einen Urubadschi *)? Nein. Giebt es einen Mann, der jetzt nach Amadijah reiten und für diesen Fremdling Kleider holen könnte? Ja, aber der Bazar wird erst morgen offen sein, und die Kleider können also erst spät eintreffen. Oder ist ein Mann hier, der uns ein Kleid bis Amadijah leihen würde? Du bist mein Gast; ich habe ein neues Panbukah **); ich werde es ihm sehr gern leihen. Auch einen Turban? Es giebt hier keinen, der zwei Turbane hätte; aber eine Mütze kannst du sehr leicht erhalten. Was für eine Art? Ich gebe dir eine Kulik Dieser Gedenkstein erinnert den Wanderer an eine schauerige Tat. Hier wurde ein Fleischer und Viehhändler aus Schmiedefeld, der zum Viehmarkte zog, meuchlings ermordet und seiner Barschaft beraubt. Wieder kommt es zum Kampf, bei dem Kara seinen Freund befreien kann. Nun soll es aber heute an dieser Stätte nicht geheuer sein. Die Möwe muss sich dann wohl mal einen Fisch suchen. Hier wird der Wanderer, der etwa nachts die einsame Landstraße dahinzieht, vielfach geängstet und erschreckt. Mittlerweile gibt es die Arzneimittel nur noch auf Rezept. Aus dem Walde heraus vernimmt er lautes Hundegekläff, Pferdegetrappel, lautes Hussaschreien, das allmählich in der Ferne verstummt; auch Schellengeläute hört er hinter sich, es klingt, als wenn ihm ein Schlitten nachgejagt komme. Kugeln, Stynger Pfeil, Gefallene Sterne oder Rakete I) benötigen. Oftmals sieht er auch über die Landstraße vor sich her ein graubärtiges Männchen schweben, das aus der südlichen Waldseite tritt, quer die Landstraße kreuzt und auf der nördlichen Waldseite spurlos verschwindet. Er erließ ihm natürlich jeglichen Zoll und jegliches Geleite. Schon manchem nächtlichen Wanderer ist dieses gespenstische Männchen an jener Stelle erschienen. Man nennt es allgemein das graue Männchen. Selbst solchen Personen ist es wiederholt begegnet, die nicht gerade zu den Furchtsamen und Abergläubigen gehören. Forstleute, Waldarbeiter und Fuhrleute sind im Schmetterholze manchmal geäfft worden. Das graue Männchen scheint aber harmloser Natur zu sein, man hat noch nicht gehört, daß dasselbe jemandem ein Leid zugefügt habe. […]

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Kein Räuberbuch, keine Heldengeschichte? .

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Baron Trenck oder Casanova oder Benvenuto Cellini oder Heinrich IV., kennst du keinen einzigen von den Helden? Wer hat je gehört, daß man einen Gefangenen auf so zimpferliche Art befreit wie eine alte Jungfer? Nein, wir machen's wie die besten Autoritäten es vor uns gemacht haben. Man sägt also das Bein des Bettes entzwei und läßt es dann so, leckt das Sägmehl auf und verschluckt es, so daß niemand es finden kann, dann wird Fett und Schmutz um die durchsägte Stelle gerieben, und das Auge des tapfersten, wachsamsten Seneschalls, oder wie sie die Kerle heißen, kann nichts davon entdecken er und meint, das Bein sei vollständig heil. Dann, in der Nacht der Flucht, giebt man dem Bett einen Tritt – so – ab fliegt das Bein, die Kette wird abgestreift und frei bist du! Nun hast du nichts weiter zu thun, als deine Strickleiter zu nehmen, sie am Fenstergitter zu befestigen, hinunterzusteigen, dein Bein beim letzten Sprung in den Festungsgraben zu brechen – denn eine Strickleiter ist immer neunzehn Fuß zu kurz […]

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Fernes Land.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Das Köpfchen still und sanft gesenkt, Wohin sie sich wohl träumt und denkt? Wohin die dunkeln Augen schauen, Da blühen, ist's ein fernes Land, Gewiß nur Palmen, und auf Auen Gehn schöne Menschen Hand in Hand. Und ist es eine ferne Zeit, So war sie Großem nur geweiht; Da traten Helden auf und stritten Für ihrer Menschheit höchstes Gut, Und Engel oder Heil'ge litten Den Opfertod mit hohem Mut. Wie Forscher die Zukunft der Menschheit sehen. Rudolf Steiner hat dazu den Weg bereitet und in seinem umfangreichen Schrift- und Vortragswerk aufgezeigt, wie im Zuge der Menschheitsentwicklung die Gliederung der Menschheit nach Rassen und Völkern immer bedeutungsloser wird und dafür im Gegenzug das Individuum immer stärker hervortritt. Um diese Entwicklung zu fördern, hat Steiner eine Umstrukturierung des sozialen Lebens im Sinne der Dreigliederung des sozialen Organismus gefordert, und mit der Waldorfpädagogik eine Lehr- und Erziehungsmethode ausgebildet, die ganz auf die sich entwickelnde Individualität des heranwachsenden Menschen ausgerichtet ist. Wenn die Menschheit heute die Absicht haben sollte, dem genialen Erfinder der Schrift ein Denkmal zu errichten, so wäre dies in der Tat unmöglich, denn kein einzelner Mensch hat dieses Verdienst erworben. Denn mit diesem Wissen begann ein neues Zeitalter, die Epoche der geschriebenen Geschichte. Die Traditionen, Gesetze, Glaubensbekenntnisse und die großen Werke der klassischen Literatur konnten von nun an aufgeschrieben werden und wurden in den Tempeln und in den Bibliotheken der Herrscher sorgfältig verwahrt. Der einfache Untertan jedoch wurde von dieser Kenntnis der Schrift ausgeschlossen, die das alleinige Vorrecht der Priester und einiger hoher Staatsbeamter war. […]

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Die Spielleute.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Frühmorgens durch die Klüfte Wir blasen Victoria! Eine Lerche fährt in die Lüfte: Die Spielleut sind schon da!« Da dehnt ein Turm und reckt sich Verschlafen im Morgengrau, Wie aus dem Traume streckt sich Der Strom durch die stille Au, Und ihre Äuglein balde Tun auf die Bächlein all Im Wald, im grünen Walde, Das ist ein lust'ger Schall! Die eigentümlichste Fabel dieses Büchleins ist auch ein Spielmannsstück, das großartigste von allen: ein Lautenschläger spielt jeden Sonntag neun Dörfern auf einmal zum Tanze, mit großer Arbeit richtet er die Laute zu, der Finkenritter, der ihm helfen will, fällt durch den Lautenstern eine Viertelstunde weit hinunter und steigt auf einer Leiter von sechsundvierzig Sprossen wieder heraus; nachdem die Laute aufgezogen ist, läuft der Ton über das Feld zu den neun Dörfern und die lustige Tanzweise klingt dann in jedem besonders, der Lautenschläger selbst geht allgemach in alle neun und tanzt mit oder sieht zu, daß es recht dabei hergehe, am Abend vergeht der Ton von selbst und zieht wieder allmählich heim in seine Laute. Ich unterhalte mich noch mit dem Nachbarn über sein gelungenes Pflastermosaik vor seiner Garage und gehe dann Geld abheben und Briefmarken holen. Eine mit Konzentrat selbstgemachte Orangenlimo machte mich am Abend doch sehr an. Aber ich habs sein gelassen. Warum sich aber Meister Aba so untätig bewies, da es doch auf eine Seelenkaperei ankam, und nach allen Umständen die Entreprise gelingen mußte, davon läßt sich eine oder die andere triftige Ursache angeben. Ursprünglich hatte Wilhelm Krüger geplant, Wangerooge mit Minsener Oog zu verbinden, damit Wangerooges andabtragungen ein Ende fänden.  Neben dem 1976 erbauten Turm der Landradarkette Jade steht die Wohnbaracke hochwassersicher als Pfahlbau. Dafür wurde ein Hauptdamm auf Minsener Oog gesprengt, weitere Maßnahmen wurden nicht ergriffen. Die Lorenbahn verband früher die Süd- mit der Nordseite der Insel. In den 1930er Jahren wurde dieses Vorhaben zeitweise wieder aufgenommen, die neuerlichen Kriegsereignisse verhinderten dann aber weitere Arbeiten in diese Richtung. Der ist während des Sommers vom Mellumrat eingesetzt, um das bedeutende Seevogelbrutgebiet zu schützen und die Vogelwelt beobachten. Weite Teile des Schienennetzes sind inzwischen nicht mehr befahrbar. […]

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Schmerz und Tränen und Mythen.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Lest nur die Mythen nach und euern Lucian. Dort werdet ihr es deutlich hören, Wie der geplagte gute Mann, Um eines unerbittlichen Schicksales Willen Mit einem Male zu erfüllen Und auch zugleich die Stimme seiner Herrschergrillen Und Herrscherfurcht zu stillen, Obgleich der Schritt ihn sehr betrübte, Die holde und schon schwangere Geliebte, Mit Schmerz und Tränen, aber doch verschlang, Wie seinem Haupte dann die schöne Mit Speer und Schild bewaffnete Athene, Die ewig keusche, hehr entsprang, Und wie das alles heißt, was die Poeten singen. Schmerz ist neu boten die Zwillinge ihm die jüngste Tochter zu lassen, doch diese brach tot zusammen. Tränen erweichen Mitmenschen, klären Gefühle und spülen die Seele. Dann flog er bis dicht an die Meeresoberfläche und schlug mit den Flügeln, bis sich ein böser Sturm zusammenbraute. Hier, rief er, hier, nimm deine kostbare Frau, aber tu mir bitte nichts. Doch ihr Vater voller Furcht vor dem tobenden Sturm dachte nur an sich, wie er es schon immer getan hat. Im Dorf angekommen, heißt ihn Oberlin, Pfarrer und Kenner der lenzschen Dramen, bei sich willkommen. Doch auch der Stein hörte nicht auf, Tränen zu vergießen. Im Pfarrhause genießt der aufgewühlte Wanderer das ruhige Miteinander der Familie, das ihn an seine eigene Kindheit erinnert. Als er jedoch sein kaltes und kahles Zimmer im gegenüberliegenden Schulgebäude bezieht, wo ihm Oberlin ein Quartier bereiten lässt, erlebt er einen Rückfall, und die Erinnerungen an den schönen Abend weichen schnell wieder einer Unruhe und unnennbaren Angst. Erst als er sich selbst Schmerzen zufügt und schließlich, einem instinktiven Trieb folgend, in den kalten Brunnen taucht, stabilisiert sich sein Zustand vorübergehend wieder. Die Frage stellt sich, ob Dante für diese Verschmelzung zweier Mythen der Weltentdeckung, die zuvor nicht ihresgleichen hat, gleichwohl eine Anregung gehabt haben könnte. Eine solche, so scheint mir, könnte Dante in Venedig gefunden haben, das er vermutlich im Jahr 1304 besuchte, demselben Jahr, in dem er mit der Niederschrift der «Commedia» begann. In Venedig, der kühnen Seefahrerrepublik, waren 1176 die beiden gewaltigen Säulen, die den Namen San Marco und San Teodoro tragen, links und rechts des Lagunenhafens, der hier an die Piazza San Marco stösst, aufgestellt worden. Die beiden Granitsäulen wurden von venezianischen Seefahrern vermutlich aus Syrien geraubt. Ein frühes, perspektivisch etwas verzeichnetes Bild von Battista Danielo del Moro, das sich heute im Museo navale befindet, gibt von dem lebendigen Hafenbetrieb, den die beiden Säulen beherrschen, eine anschauliche Vorstellung. […]

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