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Niemand kehrt aus dem Wald zurück den nie verlässt wer ihn betritt

Von einer Reise in den Dunkelwald, der keine Namen kennt und keine Zeit vergibt

Diese Geschichte führt in den Wald des Miriquidi, der keine Grenzen kennt. Zwischen Ruinen, vergessenen Wegen und einem Namen, den niemand spricht, beginnt eine Reise ohne Wiederkehr.

Die Karte aus der Ruine führt in den vergessenen Dunkelwald

Der erste Hinweis lag in einem Buch, das niemand mehr druckt. Zwischen zwei leeren Seiten klemmte eine handgezeichnete Karte, braun verfärbt, das Papier löchrig, aber die Linien weiterhin erkennbar. Keine Legende, kein Maßstab, kein Name. Nur ein Pfad, der von einem eingezeichneten Haus bis an den Rand eines dunklen, geschlossenen Bereichs führte. Die Ränder waren mit schwarzer Tinte verwischt, als hätte der Zeichner gewusst, dass dieser Teil der Welt nicht mehr zu beschreiben war. Ich wusste nicht, warum ich sie mitnahm. Nur dass sie dort lag, aufgeschlagen, wartend. Vielleicht hatte ich schon länger darauf gewartet, sie zu finden. Der Ort auf der Karte lag irgendwo zwischen Schneeberg und der tschechischen Grenze, tief im alten Miriquidi, dem Dunkelwald, von dem die Chroniken sagten, er beginne dort, wo die Bäume ihren Namen verlieren. Zweitausend Höhenmeter hatte ich nicht vor mir. Nur zweitausend Schritte. So stand es notiert auf der Rückseite der Karte, in einer krakeligen Handschrift. „Zweitausend in den Schatten, kein Schritt zu viel, kein Weg zurück.“ Ich las es laut, ohne zu wissen warum. Vielleicht hatte ich gehofft, dass das Papier antwortet. Es schwieg. Ich fuhr los bei Regen. Der Scheibenwischer kämpfte gegen Schlamm und Nebel. In Bärenstein hielt ich kurz an. Kein Empfang. Keine Tankstelle. Nur ein alter Mann an der Bushaltestelle, der mich ansah, als hätte er mich schon einmal irgendwo gesehen, wo ich noch nicht war. Ich fuhr weiter. Die Karte zeigte keine Koordinaten. Nur Formen. Eine Biegung. Eine Hütte. Ein Stein. Als ich den Stein fand, wusste ich, dass ich richtig war. Er war flach, breit, mit goldfarbenem Moos überzogen. Darunter ein eingeritztes Wort. Ich musste das Moos abkratzen, vorsichtig. Es war mein Name. Nicht mein Vorname. Mein ganzer Name. Jeder Buchstabe korrekt, auch der Bindestrich. Ich stand lange davor. Kein Wind, kein Laut. Nur ich, der Stein, und das Gefühl, dass der Wald wartet. Dann lief ich los. Zweitausend Schritte. Kein Schritt zu viel. Kein Weg zurück.

Der Wegweiser aus Knochen steht nicht mehr in den Aufzeichnungen

Der Pfad war nicht markiert. Kein Schild, kein Zeichen, keine Farbe an den Bäumen. Nur das Gefühl, dass die Richtung stimmte. Ich zählte jeden Schritt. Nicht laut. Nur im Kopf. Zweitausend. Ich wusste nicht, wann ich begonnen hatte zu zählen. Aber ich wusste, dass ich nicht aufhören durfte. Nach fünfhundert Schritten lichtete sich das Unterholz. Zwischen zwei umgestürzten Bäumen stand ein Pfosten. Ein Kreuz aus hellen Ästen, sorgfältig zusammengebunden mit einem Band, das aus Stoff bestand, den ich nicht kannte. Kein Verfall. Kein Belag. Nur Trockenheit. Wer hatte ihn dort aufgestellt? Am unteren Ende war ein Stück Knochen befestigt. Lang, gebogen, poliert. Nicht Tier, nicht Mensch. Ich betrachtete die Oberfläche. Eingekratzt war ein Wort, aber die Buchstaben entzogen sich der Logik. Keine Sprache, keine Symbole. Dennoch verstand ich, was es besagte. „Weiter.“ Kein Befehl. Keine Drohung. Ein Zustand. Ich lief weiter. Der Wald wurde stiller. Die Äste über mir verwebten sich. Das Licht veränderte sich, aber nicht die Tageszeit. Die Schatten waren zu lang. Zu gleichmäßig. Schatten die nicht von außen kommen, sondern von innen. Ich fotografierte nichts. Die Kamera zeigte nur Schwarz. Kein Signal. Kein Bild. Ich steckte sie weg. Mein Blick war besser. Zumindest hier. Bei Schritt neunhundertachtzehn hörte ich den ersten Laut. Kein Tier. Kein Mensch. Es war ein Ziehen. Ein Summen, das nicht aus der Luft kam, sondern durch den Boden floss. Der Weg wurde feucht. Keine Pfützen. Aber das Moos war schwerer. Nicht von Wasser. Von etwas anderem. Dann tauchte ein zweiter Pfosten auf. Keine Äste. Nur ein einzelner Knochen. Länger. Dunkler. Keine Inschrift. Nur eingekerbte Linien. Die Kerben waren zu exakt. Nicht geschnitzt. Nicht eingeritzt. Sie waren gewachsen. In perfektem Abstand. In einer Zählung. Einer Zählung, die bei „neunhundertneunzehn“ anfing. Ich drehte mich nicht um. Der Wald hinter mir war schwarz. Nicht Nacht. Nur abgeschlossen.

Die verlassene Mine atmet in der Sprache der Toten

Die Steine wurden kantiger. Der Boden verlor seine Nachgiebigkeit. Zwischen dem Moos traten Gesteinsschichten hervor. Graugrün, in Rillen gefasst, brüchig und doch fest. Der Wald öffnete sich nicht. Er trat zurück. Ein gemauerter Eingang erschien. Kein Tor. Kein Verschluss. Ein Loch im Hang. Rechteckig, niedriger wie ich. Geröll lag davor, ungeordnet, trocken, porös. Ich trat nicht sofort ein. Ich wartete. Nicht auf ein Geräusch. Auf ein Gefühl. Der Eingang war umstellt von Pflanzenteilen. Keine Ranken. Keine Wurzeln. Die Form ähnelte Händen. Fünfgliedrig, bewegungslos, nach innen gekrümmt. Die Farbe war nicht grün. Nicht grau. Dazwischen Pigmente und etwas Glänzendes. Die Oberfläche war wachsig. Kein Geruch. Ich trat ein. Drei Schritte. Vier. Der Raum verengte sich nicht. Die Dunkelheit schluckte fast alle Konturen. Meine Augen passten sich an. Die Wand war grob. Nicht naturbelassen. Keine Ader. Kein Erz. Nur gegraben, ausgehöhlt. Ein Kratzen. Langgezogen. Gleichmäßig. Keine Richtung. Der Ursprung war nicht feststellbar. Ich blieb stehen. Ich hörte zu. Keine Wiederholung. Kein Echo. Nur der Abdruck des Geräuschs im Kopf. Der Gang führte mich weiter. Nach zwanzig Schritten folgte eine Kammer. Rund, fünf Meter Durchmesser. Keine Werkzeuge. Keine Schächte. Nur eine Fläche. In der Mitte ein Objekt. Ein Sockel, steinern, zu glatt für das Material. Darauf lag ein Stück Metall. Goldfarben. Matt. Keine Gravur. Keine Kanten. Ein Gewicht ohne Form. Ich berührte es nicht. Meine Hand blieb über der Fläche stehen. Die Wärme war konstant. Kein Energiefluss. Keine Reaktion. Doch meine Handfläche fing an zu schwitzen. Nicht aus Anstrengung. Aus Erinnerung. An der Wand waren Zeichen. Eingekerbt. Nicht geschrieben. Keine Schrift. Kein Alphabet. Aber die Bedeutung lag offen. Es war keine Sprache. Es war ein Gedächtnis. Der Raum erinnerte sich. An Namen. An Stimmen. An Schritte. Nicht an meine. Noch nicht. Ich drehte mich um. Ich zählte rückwärts. Der Gang war leer. Der Eingang nicht sichtbar. Nur das Geräusch kehrte zurück. Leiser. Näher. Nicht aus der Luft. Vom Knochen.

zweitausend Schritte bis zur Stimme die kein Echo kennt

ich zählte weiter. Die Zahlen lagen nicht mehr in meinem Kopf. Sie formten sich in den Füßen. Jeder Schritt schrieb sich ein. Nicht in den Boden. In etwas Tieferes. Der Gang führte bergab. Die Luft war trocken. Kein Geruch. Keine Bewegung. Kein Geräusch. Die Dunkelheit war vollkommen. Doch ich sah. Nicht mit Licht. Mit Richtung. Die Richtung lag nicht außen. Sie lag vorn. Zweitausend. Ich hatte die Zahl vergessen. Dann erinnerte ich sie. Sie war nicht das Ziel. Sie war der Schlüssel. Bei Schritt eintausendsiebenhundertdreiundvierzig hörte ich ein erstes Wort. Keine Stimme. Keine Silbe. Nur ein Ton, der die Form eines Wortes trug. Es war nicht gesprochen. Es war anwesend. Der Raum hatte es aufgenommen. Nicht als Klang. Als Struktur. Ich blieb stehen. Der Weg verlor seine Linearität. Die Wände bogen sich. Der Boden war nicht mehr fest. Er trug mich weiter, ohne dass ich ging. Meine Beine bewegten sich. Doch ich trat nicht. Bei Schritt eintausendachthundertvierzehn hörte ich die Stimme erneut. Sie war innen. Nicht im Ohr. Nicht im Brustkorb. In der Sprache des Blutes. Sie sagte ein einziges Wort. Mein Name. Ohne Akzent. Ohne Klang. Nur Präsenz. Ich antwortete nicht. Ich konnte nicht. Der Raum sprach weiter. Er nannte Orte. Keine Städte. Keine Länder. Nur Räume. Zwischenräume. Zwischen Zeitpunkten. Zwischen Gedanken. Zwischen mir und dem, was mich kannte. Bei Schritt eintausendneunhundertneunundneunzig war der Gang zu Ende. Kein Wandabschluss. Keine Öffnung. Nur Leere. Die Schritte hörten auf. Ich hörte mein Herz. Es schlug regelmäßig. Doch die Pausen zwischen den Schlägen wurden kürzer, schneller, schärfer. Dann hörte ich das letzte Wort. Es war kein Ende. Kein Abschluss. Es war ein Punkt. Es bestand nicht aus Buchstaben. Es bestand aus meinem letzten Versprechen. Nicht gesprochen. Nicht gegeben. Nur gedacht. Damals. Ich öffnete den Mund. Kein Ton verließ mich. Ich atmete ein. Die Luft bestand nicht aus Sauerstoff. Sie bestand aus dem, was man nur in alten Stollen findet. Dunkelheit mit Gewicht. Ich tappte einen weiteren Schritt. Zweitausend. Der Boden gab nicht nach. Doch die Welt veränderte sich. Ich war nicht angekommen. Ich war benannt worden.

Das goldene Auge im Stamm sieht was ich vergessen sollte

Der Wald startete neu. Kein Ausgang. Kein Rückweg. Nur ein Übergang. Ich trat aus der Dunkelheit. Das Licht veränderte sich kaum. Doch die Farben lagen anders. Die Blätter glänzten nicht. Sie leuchteten nicht. Sie standen still. Ohne Wind. Ohne Geräusch. Vor mir stand ein Baum. Breit. Alt. Kein Stamm, keine Rinde. Nur Masse. Sein Umfang war nicht messbar. Nicht sichtbar. Ich sah ihn. Aber nur einen Teil. Seine Oberfläche bestand aus Schichten. Nicht aus Jahresringen. Aus Schriften. Diese Schrift war organisch. Keine Sprache. Keine Zeichen. Eine Bewegung, die im Holz steckte. Sie las sich nicht. Sie erinnerte. Im Stamm fand ich eine Öffnung. Keine Höhlung. Kein Schaden. Eine runde Form, glatt, kreisförmig, tief. In ihr ruhte etwas Rundes. Es war kein Auge. Aber es sah. Nicht mich. Nicht den Wald. Es sah das, was ich vergessen hatte. Es bewegte sich nicht. Doch ich empfand die Bewegung. Die Oberfläche war golden. Kein Metall. Keine Farbe. Gold als Zustand. Es spiegelte nichts. Doch es zeigte. Ich trat näher. Ich stand davor. Ich erkannte Bilder. Keine Szenen. Keine Orte. Nur Fragmente. Ein Buch, das ich nie gelesen hatte. Ein Stein, den ich nicht berührt hatte. Eine Stimme, die mich nie gerufen hatte, aber auf Antwort wartete. Das Auge blieb still. Doch es forderte. Keine Handlung. Keine Geste. Nur Gedächtnis. Es verlangte Erinnerung. Ich suchte. In mir. Kein Name. Kein Datum. Kein Ort. Nur ein Gedanke. Ich hatte den Wald nicht gefunden. Ich war zurückgekehrt. Der Stamm nahm die Erkenntnis auf. Ein Laut entstand. Kein Brummen. Kein Wispern. Eine Vibration. Sie durchdrang die Luft. Sie durchdrang das Bewusstsein. Ich erinnerte mich. An etwas, das ich nie erlebt hatte. Ein Satz formte sich in meinem Kopf. Er bestand aus meinem Namen und einem Ort. Der Ort lag nicht auf der Karte. Er lag im nächsten Schritt. Ich musste gehen. Nicht weg. Nicht weiter. Ich musste durch. Das Auge schloss sich nicht. Es war nie offen gewesen. Doch es sah nicht mehr. Es hatte genug gesehen. Jetzt war ich an der Reihe.

Mein letztes Wort gehört niemandem doch es ist bereits gesprochen

ich setzte den Fuß auf den Boden vor dem Stamm. Die Fläche war weich, doch nicht nachgiebig. Keine Wurzeln, keine Blätter, kein Moos. Nur Dämmerung. Kein Licht von oben. Kein Schatten von mir. Die Sicht war klar. Der Raum war flach. Die Tiefe lag in der Stille. Ein Kreis zog sich vor mir durch die Erde. Nicht gezeichnet. Nicht gegraben. Nur vorhanden. Seine Ränder bestanden aus etwas Dunklem. Nicht Stein. Nicht Holz. Die Konsistenz wechselte mit jedem Blick. Er war abgeschlossen. Nicht versiegelt. Nur bereit. In seiner Mitte lag ein Gegenstand. Klein. Unscheinbar. Kein Glanz. Kein Material. Nur Bedeutung. Ich trat näher. Es war ein Stück Papier. Keine Schrift. Kein Zeichen. Nur Faltung. Viermal geknickt. Das Muster war alt. Die Form war vertraut. Es war mein Brief. Nicht geschrieben. Nur getragen. Ich hob ihn auf. Keine Berührung. Kein Gewicht. Nur Kontakt. Mein Puls veränderte sich. Nicht schneller. Nur messbarer. Das Papier begann sich zu entfalten. Langsam. Ohne Luft. Ohne Bewegung. Es öffnete sich, weil ich bereit war. In der Mitte stand ein Wort. Kein Name. Kein Befehl. Keine Erinnerung. Nur das, was übrig blieb. Ein letztes Wort. Mein Wort. Ich sprach es nicht. Ich konnte es nicht lesen. Doch ich wusste, was es bedeutete. Es war die Summe aller Sätze, die ich nicht gesagt hatte. Die Antworten, die ich nie gegeben hatte. Die Versprechen, die ich nicht gebrochen hatte. Es war vollständig. Und es gehörte niemandem. Ich faltete das Papier wieder. Es blieb nicht in meiner Hand. Es verschwand nicht. Es blieb. Dort. Wo es gehört hatte. Wo es derzeit gebraucht wurde. Die Luft wurde dichter. Kein Druck. Keine Angst. Nur Nähe. Der Wald trat näher. Nicht mit Bewegung. Mit Aufmerksamkeit. Er wartete nicht. Er hörte zu. Ich schwieg. Mein Schweigen war Teil des Wortes geworden. Und das Wort war Teil von mir. Ich wusste, dass ich nicht zurückkehren würde. Nicht, weil ich es nicht konnte. Sondern weil ich es nicht musste. Mein letzter Gedanke war kein Gedanke. Es war die Erinnerung an einen Laut. Ohne Stimme. Ohne Ursprung. Nur ein Punkt.

Der Wald bleibt der Name verschwindet der Schatten bleibt

ich hatte den Kreis erreicht. Kein Zentrum. Kein Rand. Kein Mittelpunkt. Nur ein Ort, der keine Richtung kannte. Die Luft stand. Sie bewegte sich nicht. Sie wartete nicht. Sie war. Über mir kein Himmel. Unter mir kein Boden. Nur das, was ich trug. Der Gedanke an Herkunft hatte keinen Platz mehr. Keine Geschichte blieb. Keine Zukunft wurde angeboten. Der Wald schloss sich nicht. Er wurde nicht enger. Er verlor nur den Willen zur Trennung. Ich war nicht mehr außerhalb. Ich war nicht mehr innerhalb. Ich war im Zustand Miriquidi. Kein Ort. Keine Fläche. Nur Bewusstsein, das seine Form verlor. Die Namen verschwinden. Nicht aus der Erinnerung. Aus der Bedeutung. Der Begriff Wald war nicht mehr gültig. Der Begriff Zeit war nicht mehr brauchbar. Der Begriff ich war nicht mehr notwendig. Ich hörte erneut den Schritt. Diesmal war er nicht fremd. Er war nicht bekannt. Er war vollständig. Der Schritt trat nicht näher. Er war überall. Er war der Moment, in dem der Schatten seinen Ursprung erinnerte. Etwas stand vor mir. Kein Wesen. Keine Figur. Nur Dichte. Licht ohne Form. Dunkelheit ohne Widerstand. Eine Anwesenheit, die keine Sprache brauchte. Keine Geste. Kein Wille. Es sagte nichts. Doch ich wusste, was es trug. Mein Name. Nicht ausgesprochen. Nicht verstanden. Nur enthalten. Und mit dem Namen auch das letzte Wort. Nicht das, was ich gesagt hatte. Das, was ich geworden war. Der Schatten löste sich nicht auf. Er wurde nicht heller. Er blieb. Nicht als Bedrohung. Nicht als Trost. Als Zustand. Der Wald blieb. Nicht sichtbar. Nicht greifbar. Nur da. Ich atmete nicht mehr. Doch ich war nicht tot. Ich war Miriquidi. Und Miriquidi bleibt.


Mit herzlichem Dank und nachtschwarzem Gruß aus dem verborgenen Miriquidi,
Dein den Rückweg suchender Wanderer, mit Kompass zwischen Moos und Nebel und einem Notizbuch voller Fragen.

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*Der geneigte Leser möge entschuldigen, dass wir nicht erwähnen, welche Orte, Ortsnamen und Sehenswürdigkeiten im Verlaufe der vergangenen mehr als 100 Jahre, durch den ersten und zweiten Weltkrieg, viele Jahre entwickelte Sozialistische Gesellschaft und mehrerer Rechtschreibreformen verloren gingen oder geändert wurden.

Quellenangaben:
Inspiriert von einer zerknitterten Landkarte vom Erzgebirge.
Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen,
Thietmar von Merseburg, Chronik (um 1012), das Miriquidi
Sammlung „Sagen aus dem sächsischen und böhmischen Erzgebirge“, Druckfassung 1899
Archivnotizen zur Forstgeschichte des oberen Erzgebirges, Forstamt Schwarzenberg
Handschriftliche Abschrift einer Bergchronik aus dem Jahr 1784 aus privatem Nachlass
Psychiatriegeschichtliche Forschungsstelle Waldhaus, Aktenfragmente 1890–1932
Berichte der Königlichen Bergakademie Freiberg, Fundstücke aus verfallenen Stollen
Meyers Konversations-Lexikon 3. Auflage 1874 - 1884
Wikipedia – Die freie Enzyklopädie

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