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Fremdling Im Lande Du Bist Kein Missionar Oder Priester

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Durchs wilde Kurdistan - Sechstes Kapitel AL

Er bedurfte unserer Hilfe nicht, weil er sah, daß der Bey so wenige Leute bei sich hatte, und als wir umkehrten, trafen wir auf euch. Nun war das Rätsel gelöst. Der Feind war so zahlreich gewesen, daß es unseren Freunden nicht möglich geworden war, sich durchzuschlagen und zu uns zu kommen. Unser Weg führte uns sehr bald wieder bergab und wir sahen das Thal des Zab in einer Länge von vielen Stunden vor uns liegen. Nach Verlauf von vielleicht zwei Stunden gelangten wir an einen einsamen Weiler, der nur aus vier Gebäuden bestand, von denen drei aus Lehm aufgeführt waren, während das vierte starke Steinmauern besaß. Es hatte ein Stockwerk über dem Erdgeschoß und einen ziemlich großen Garten an seiner hinteren Seite. Hier bleiben wir, meinte der Anführer. Wem gehört dieses Haus? Dem Bruder des Melek. Ich werde dich zu ihm führen. Wir hielten vor dem Gebäude still, und eben als ich am Absteigen war, vernahmen wir ein lautes, heulendes Schnaufen. Wir drehten uns um und sahen einen Hund, der in gewaltigen Sätzen den Abhang herabgesprungen kam. Es war mein Dojan, den ich kurz vor dem Ueberfall der Obhut Halefs übergeben hatte. Die Schnur, an welcher ihn der Diener geführt hatte, war zerrissen, und sein Instinkt hatte das brave Tier auf meine Spur geführt. Er sprang laut jauchzend an mir empor, und ich hatte alle Mühe, ihn zur Ruhe zu bringen. Ich gab ihm den Zügel meines Pferdes zwischen die Zähne und war nun sicher, daß niemand es mir unbemerkt entführen könne. Dann wurden wir in das Haus gewiesen. Der Anführer stieg mit uns eine Treppe empor und bedeutete uns, in einem Zimmerchen auf ihn zu warten. Es dauerte eine ganze Weile, ehe er zurückkehrte. Ihr sollt kommen, meinte er. Aber legt vorher die Waffen ab. Warum diese Zumutung? Der Bruder des Melek ist ein Priester. Bei dem du selbst deine Waffen getragen hast! Ich bin sein Freund. Ah! Er fürchtet sich vor uns? So ist es. Du kannst ruhig sein. Wenn er es ehrlich meint, wird er sich bei uns in keiner Gefahr befinden. Der Mann führte uns durch eine Thüre in ein Gemach, in welchem der Besitzer des Hauses sich befand. Es war ein schwacher, ältlicher Mann, dessen blatternarbiges Gesicht auf mich keinen sehr angenehmen Eindruck machte. Er winkte, und der Führer entfernte sich. Wer seid ihr? fragte er, ohne uns zu begrüßen. Wer bist du? fragte ich in ganz demselben kurzen Tone wie er. Er runzelte die Stirn. Ich bin der Bruder des Melek von Lizan. Und wir sind Gefangene des Melek von Lizan. Dein Benehmen ist nicht so, als ob du ein Gefangener seist. Weil ich freiwillig ein Gefangener bin und sehr genau weiß, daß ich es nicht lange bleiben werde. Freiwillig? Man hat dich doch gefangen genommen! Und wir haben uns wieder frei gemacht und sind euren Männern aus freiem Willen gefolgt, um nicht gezwungen zu sein, ihnen das Leben zu nehmen. Ist das dir nicht erzählt worden? Ich glaube es nicht. Du wirst es glauben lernen. Du bist bei dem Bey von Gumri gewesen! fuhr er fort. Wie kommst du zu diesem? Ich hatte ihm Grüße von einem Verwandten auszurichten. So bist du nicht ein Vasall von ihm? Nein. Ich bin ein Fremdling in diesem Lande. Ein Christ, wie ich hörte? Du hast die Wahrheit gehört. Aber ein Christ, der an die falsche Lehre glaubt! Ich bin überzeugt, daß sie die wahre ist. Du bist kein Missionar? Nein. Bist du ein Priester? fragte ich dagegen.

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Reise News + Infos

Sachsen unter den Wettinern.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Der Name Sachsen wurde auf die bisherigen Länder Meißen, Osterland un Thüringen übergetragen; das Haus Wettin aber sitzt noch auf den Thronen S-s. Friedrich, im Besitz der Kur, ertheilte der sächsischen Landschaft eine feierliche Bestätigung ihrer Freiheiten u. Privilegien u. wurde den 18. Jan. 1424 auf dem Kurfürstentage zu Bingen in das Kurcollegium eingeführt, nachdem er zuvor dem Herzog von Lauenburg Caution geleistet, daß er sich wegen der Ansprüche desselben richterlicher Entscheidung unterwerfen wolle, u. am 1. Aug. 1425 mit der Kur, dem Herzogthum Sachsen u. dem Erzmarschallamte belehnt. Außer dem Kurkreise gehörten ihm das Herzogthum Sachsen, die Pfalz Sachsen, die Grafschaft Brehna u. die Burggrafschaft Magdeburg, von welcher letzten aber nur noch das Grafengedinge zu Halle übrig war. Der Tragiker muß sich vor dem ruhigen Räsonnement in acht nehmen und immer das Herz interessieren; der Komiker muß sich vor dem Pathos hüten und immer den Verstand unterhalten. Wenn Marie erfuhr, daß er, Joseph, wissend den Tod in sich trug, war das Unglück nicht zu ermessen. Aber schon Theognis bedauert dass Fehltritte den sterblichen Menschen anhaften. Und dieser, der in keiner Hinsicht ein Kraftmensch war, fühlte langsam seinen Zorn in jene weichlich trübe, faule Resignation übergehen, mit der bis jetzt fast alle seine Liebesversuche geendet hatten. Die Tragiker setzen die Szene ihrer Dichtungen fast immer in die Vergangenheit. Dieses Merkmal tritt besonders in Ungeduld des Herzens, Zweige einzigem vollendeten Text, hervor. Das Fest ist zum Vergleiche mit dem älterem Drama im Haus einladet; dennoch ist die Gestalt aus einem ganz anderen Metall wie bei Hertz, härter, wilder, entschlossener. Er setzte bei seinem Vater Johann Georg von Sachsen durch, dass die sächsischen Truppen die Festung räumten, um der Burg ihre strategische Anziehungskraft zu nehmen. Während einer erneuten Belagerung durch die Schweden brach am 6. Januar 1637 ein Feuer in der Burg aus. Die gesamten oberen Stockwerke der West- und Nordseite sowie die Kapelle wurden zerstört. Ein Neutralitätsvertrag zwischen August und den Schweden hielt den weiteren Krieg von Halle ab. Sachsen Wettiner […]

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Fleiß und Arbeit wird ihm sauer.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Die Faulheit: Fleiß und Arbeit lob' ich nicht. Fleiß und Arbeit lob' ein Bauer. Ja, der Bauer selber spricht, Fleiß und Arbeit wird ihm sauer. Faul zu sein, sei meine Pflicht; diese Pflicht ermüdet nicht. Bruder, laß das Buch voll Staub. Willst du länger mit ihm wachen? Morgen bist du selber Staub! Laß uns faul in allen Sachen, nur nicht faul zu Lieb' und Wein, nur nicht faul zur Faulheit sein. Die neue Dauerausstellung zeigt einzigartige literarische Zeugnisse des 18. und 19. Jahrhunderts mit Schwerpunkt auf der Schwäbischen Dichtung. n den nnenräumen des 1903 erbauten Museums wurde der historische Bestand nach Plänen von David Chipperfield Architects neu interpretiert. Und es war von Anfang an nicht allein Friedrich Schiller gewidmet, sondern der Literatur und Geistesgeschichte Südwestdeutschlands insgesamt. So hat am 10. November 1903 eine nstitutiVon iIhre Pforten geöffnet, die sich schnell Rang und Ansehen im Kreis der Bibliotheken und Archive, der Museen und Gedenkstätten verschaffen sollte. Nach zwei Jahren Bauzeit wurde das Haus auf der Schillerhöhe zum 250. Geburtstag Friedrich Schillers am 10. November 2009 durch den damaligen Bundespräsidenten Horst Köhler wiedereröffnet. So hat auch Goethe selbst im Alter beim Neubau des Weimarer Schlosses die Unterhaltung mit italienischen Kunsthandwerkern gesucht, um im italienischen Gespräch die Atmosphäre des Landes seiner Sehnsucht aufleben zu lassen. Als iaggio in taliawurde das Manuskript erst im Goethejahr 1932 mit italienischer Förderung publiziert. Aber sollte nicht der Wunsch maßgebend gewesen sein, durch die musikalische Sprache des Reiselandes unmittelbarer in dessen Welt zu versetzen, als dies mit deutscher Zunge möglich war? Nun das Merkwürdige: Goethes Vater schrieb seinen Reisebericht in italienischer Sprache. Schudt in seinem schönen Buche über talienreisen im 17. und 18. Jahrhundert. Man nimmt die italienische Sprache des Manuskripts gewöhnlich als Marotte, so kürzlich noch legte er den Grund zu einem bessern und gerechtern Steuersystem, das aber vielfach Widerspruch erregte, weil es den Adelsvorrechten entgegentrat und alle ständischen Privilegien beseitigte, aber auch dem Bürger nicht passte, der in der Einschränkung der Konsumtionsfähigkeit des Adels seinen Nachteil erblickte. Dagegen verdienen Josephs Schöpfungen für das Wohl der Armen und Leidenden: Kranken- und rrenhäuser, Gebär- und Findelanstalten, Waiseninstitute, Besserungsanstalten, nstitute zur Heranbildung von Militärärzten, uneingeschränktes Lob. […]

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Freunde des Verstorbenen sind für diesen Abend eingeladen.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Ach, wie sie alle entsetzt waren! Sie drängten sich um den Doktor und suchten ihn zu beruhigen, ihm auseinanderzusetzen, wie Harry in vielfacher Weise gezeigt habe, daß er Harry sei, wie er jeden Namen kannte und sogar die der Hunde, und baten und beschworen ihn, Harry nicht zu nahe zu treten und das Zartgefühl der Mädchen zu schonen u.s.w. Aber es war umsonst, er brauste auf und meinte, jemand, der sich für einen Engländer ausgebe und Englands Lingo nicht besser nachmachen könnte, als der da, sei ein Betrüger und Lügner. Die armen Mädchen hingen sich an den König und weinten. Es ist quasi wie eine Fremdsprache, die ich jahrelang gelernt habe. Eine Krankheit fühlt sich für mich dann auch ganz anders an als ein Unfall, Mord oder der Freitod. Manchmal kommt es auch vor, dass der Tod z.B. durch eine Krankheit eingetreten ist, die ich selber gar nicht kenne und auch kaum je einmal durch einen anderen Verstorbenen übermittelt bekommen habe. Dann ist es mir nicht möglich, einen Namen der Krankheit zu nennen. Zur Ausbildung, Erkunden der Todesursache und zur Erforschung der menschlichen Anatomie werden in Krankenhäusern und Medizinischen Fakultäten Leichen geöffnet. Denn der Verstorbene kann es mir nicht sagen. Ich höre ihn ja nicht. Er kann höchstens umschreiben, in welchem Rahmen der Tod eingetreten ist, zum Beispiel zu Hause oder im Krankenhaus. Oder andere Informationen rund um die Todesursache übermitteln. Vielmehr ist es eine Sprache aus Gefühlen und Bildern. Dies ist auch der Grund, warum es für ein Medium kein Problem ist, Botschaften von einem fremdsprachigen Verstorbenen zu übermitteln. Denn die Informationen bekomme ich als Bilder, ähnlich wie Erinnerungsbilder. In den Kühlzellen können die Verstorbenen mehrere Tage, selten Jahre lagern, wenn sie in der Pathologie untersucht werden müssen. Und gewisse Dinge spüre ich auch selber an meinem Körper. Die Todesursachen beispielsweise nehme ich meistens über meinen eigenen Körper wahr. Wenn ich einen Verstorbenen habe, der bei einem Autounfall ums Leben gekommen ist, dann spüre ich an meinem Körper die Stellen, die verletzt wurden. Und so kann ich erahnen, um welche Todesart es sich gehandelt haben muss. Im Leichenhaus, also der Leichenhalle werden Verstorbene vor der Bestattung aufgebahrt. […]

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Blütenduft wie feuchte Nebelluft.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Und berauschend von den Hügeln steigt empor der Blütenduft, aber um die fernen Höhen weht's wie feuchte Nebelluft. Dieser stille Gottesacker, dieses weite Totenfeld, wie es mich im Zauberbanne seines tiefen Friedens hält! Blüten-Zauber der Apfelblüte, besonders der letztere war es, der durch seine bekannten Dichtungen ein liebliches Phantasiegemälde nach dem andern vor dem deutschen Lesepublikum erstehen ließ. Man sprach zu der Zeit von den Südseeinseln wie von einem wiedergefundenen Paradies. Ihre zum ersten Male geschaute Naturschönheit übte einen mächtigen Zauber auf die nordischen Besucher aus. Aber auch in der Beschreibung der Eingeborenen sparte man die Lobsprüche nicht. Das heitere, glückselige Leben jener Naturkinder wurde in Deutschland und England geradezu sprichwörtlich. Man ließ sich hierin auch nicht durch die Tatsache beirren, dass Cook auf seinen späteren Reisen schon heftige Zusammenstöße mit diesen vermeintlichen Paradiesbewohnern hatte; Enttäuschungen, die sich in der Folgezeit noch häuften. Die Südsee-Schwärmerei war nun einmal Mode geworden, und immer neue Forscher und Abenteurer zogen aus, die so schnell berühmt gewordenen Inseln zu besehen. Hinter ihnen kamen unternehmende Kaufleute in immer wachsender Zahl, dann Pflanzer; endlich in der Neuzeit auch die auf Kolonialerwerb ausgehenden Vertreter der Großmächte. Die Schmerzen waren fürchterlich. Endlich öffnete sich die Türe zur Schreckenskammer. Aber schon bei dem Anblicke der Marterinstrumente erklärte der Unglückliche, er bekenne, daß er einen Bund mit dem Teufel gemacht habe, mit dessen Hilfe er auch vom Turme herabgestiegen sei. Am 6. November 1654 widerrief er zwar seine Aussage, aber es half ihm dies nichts. Er wurde für einen Zauberer, Hexenmeister und Teufelsbündler erklärt, und man sprach über ihn das Todesurteil aus. Da halfen nun nicht mehr die Bitten und Tränen des unglücklichen Gefangenen. Die Feinde wollten ja über ihn triumphieren. Caspar Dulichius wurde am 8. Juli 1655, nach einer anderen Angabe bereits am 3. Juni, auf dem Marktplatze in Kamenz öffentlich mit dem Schwerte hingerichtet. Seine letzten Worte waren: Mein Gott und Vater, in deine Hände befehle ich meinen Geist! So starb ein Mann, der das Opfer seiner Feinde und des furchtbaren Aberglaubens seiner Zeit geworden war. Das waren die Zustände der so oft gepriesenen guten, alten Zeit. […]

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Liebe in der Fremde 4.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Jetzt wandr ich erst gern! Am Fenster nun lauschen Die Mädchen, es rauschen Die Brunnen von fern. Aus schimmernden Büschen Ihr Plaudern, so lieb, Erkenn ich dazwischen, Ich höre mein Lieb! Als es Sommer wurde, fing er an. Jetzt sah ich mich vergebens um nach den beiden. Der Vordergrund wird durch ein Beet roten Mohns gebildet, das die ganze Breite des Feldes besäumt. Der Vorwurf war folgender: ein reifes Kornfeld; ein glutblauer Himmel wie an einem Tag nach Gewittern; hinter dem in der Fülle schwankenden Getreide zieht sich das weiße Band einer niedrigen Mauer, und hinter der Mauer schreitet straff eine junge Magd mit einem Wasserkrug auf dem Haupt. Der Eindruck, den die zunehmende Reife des Korns hervorrief, übertraf alle Erwartung und ließ frühere Entwürfe immer wieder verblassen. Kaum genesen und nicht gewarnt durch den Zusammenbruch, stürzte er sich neuerdings in fieberhafte Tätigkeit. Wichtig war, den rasch abblühenden Mohn festzuhalten, der sich nur in einem genau fixierten Frühlicht so sammetartig glänzend darbot, wie ihn das Bild verlangte. Es waren Gegensätze von überraschender Verwegenheit, ein Fünfklang von Blau, Gold, Weiß, Braun und Purpur, der von allen unreinen Zwischentönen befreit war. Als es Abend wurde, wandte er sich plötzlich an mich. Von der ungeheuern Anstrengung des Körpers und Geistes erschöpft, wurde Willenius Ende September krank und mußte für dritthalb Monate jeder Arbeit entsagen. Wochen und Wochen hindurch stand Willenius täglich von sechs Uhr morgens bis zwei Uhr nachmittags draußen und entwarf über dreißig Skizzen. Er fühlte sie alle und ahnte jede ihrer Bewegungen. Über große Flächen ist er kaum einen Meter tief. Ein Langhaus ist schon fertig, ein weiteres in Arbeit. Der Sommer bringt den Mandelbaum und die Edelkastanie zum Blühen, und bis zu der Stelle, wo das Schlandernauntal mündet, schlingt sich die Weinrebe um die schwärzlichen Moränen. Es war nicht mehr geheuer in der guten, stillen Stadt. Die Abende sanken spät und golden über das Land. Aber der Winter ist selbst im untern Tal hart; es heißt, daß die krankhafte Langeweile vom Oktober bis zum April fast alle Regierungsbeamten zu Morphinisten macht. […]

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Eisernen Zeitalter, vierten Periode römischer Literatur.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Bis zum Untergang des weströmischen Reiches 476, zeigt sich die Literatur im Absterben begriffen. Abgesehen von der Jurisprudenz, die in den ersten 100 Jahren nach Hadrian ihren Höhepunkt erreicht, weist sie nur Weniges auf, was um seiner selbst willen zu schätzen wäre und mehr als ein historisches Interesse böte. Rom verliert immer mehr den maßgebenden Einfluß auf die nationale Literatur, und in den Provinzen, besonders Afrika und Gallien, bilden sich eigenartige Richtungen aus. Von den Provinzen geht aber auch die zunehmende Entartung der Sprache aus, die allmählich auch in die Schriftsprache eindringt. Sein Wesen neigte jedoch überwiegend zu passiver Betrachtung hin. Nach dem Tode der Frau des letzteren verlegte er seinen Wohnsitz wieder nach Gießen in das Haus seiner Tochter Katharine, wo er am 6. Februar 1890, im Alter von 80 Jahren und 3 Tagen an Alterschwäche verschieden ist. Er zog nach Gießen zu seiner verheirateten ältesten Tochter Katharine; ging indes am 4. Juni 1879 wieder nach Altenschlirf zurück und verblieb daselbst bis 1885, von welcher Zeit bis zum Jahre 1888 er bei seinem Sohne Friedrich in Friedberg seinen Aufenthalt nahm. Seine Frau Elisabeth, geborene Lang aus Odenhausen auf der Rabenau, war am 23. Dezember 1809 geboren und starb in Altenschlirf am 29. November 1869. Es wurden ihnen acht Kinder geboren. Nach dem Tode seiner treuen Gattin und nachdem, bis auf die jüngste Tochter, alle Kinder das Vaterhaus verlassen hatten, gab er im Jahre 1876 seinen Wohnsitz in Altenschlirf auf. Er verstand es vorzüglich Erzeugnisse der letzteren vorzulesen. Bis er diese in den Armen eines anderen findet. Im Anfang des siebzehnten Jahrhunderts war der Vintschgau ein nicht viel einsameres und karger bevölkertes Tal als heute. Die Poststraße von Finstermünz übers Stilfser Jnoch ist acht Monate hindurch verschneit; nur nach Meran führt ein bequemer Weg, aber dort wohnt leichtes Volk, das viel lacht und wenig denkt. Hier finden alle auf engstem Raum das ideale Revier. Der Ort bestand noch 1970 aus einem kleinen Dorf. Was gibts außerhalb des Zentrums zu sehen? […]

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Tausend Piaster! Zu wenig!.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Habe ja Araber Scheiks seidenes Gewand geschenkt! Möchte ihn auch sehen. Wenn mit darf, dann alles bezahlen; Ihr nichts geben! Mir soll es recht sein. So sagt Agha, er soll uns machen lassen! Und was werden wir machen? Unterwegs Geschenk kaufen; Geld hinein stecken. Aber nicht zu viel, Sir! Wie viel? Fünftausend Piaster? Zweitausend ist mehr als genug! Well; also zweitausend! Fertig! Ich kehrte zu Selim Agha zurück. Sage dem Kommandanten, daß ich mit einem von meinen Begleitern kommen werde! Wann? In kurzem. Deinen Namen kennt er bereits; welchen Namen soll ich ihm noch sagen? Hadschi Lindsay-Bey. Hadschi Lindsay-Bey. Gut! Und die Piaster, Emir? Wir bitten um die Erlaubnis, ihm ein Geschenk mitbringen zu dürfen. Dann muß er Euch auch eins geben! Wir sind nicht arm; wir haben alles, was wir brauchen, und werden uns am meisten freuen, wenn er uns nichts als seine Freundschaft schenkt. Sage ihm das! Er schraubte, quetschte und dehnte die Glieder seiner Opfer nur auf Befehl des peinlichen Richters. Aber die Menge warf einen tödtlichen Haß auf dieses Werkzeug der Gewalt. Sein Beruf ward für einen unehrlichen erklärt, jede Berührung von seiner Hand verpestete, und wenn er bei öffentlicher Ausübung seines Amtes auch mit schaudernder Bewunderung, mit angstvoller Neugier betrachtet wurde, so spähte doch zugleich emsig der Volkshaufe, ob nicht ein Fehler bei Vollstreckung der Hinrichtung zu entdecken sei, und wehe dem Henker, der nicht vollkommen kunstgerecht die Schnur um des Verurtheilten Hals schlang, oder dessen Hand nicht mit grausiger Fertigkeit das Haupt vom Rumpfe trennte, er war der Volksjustiz ohne Erbarmen verfallen! Der Henker war auch hier nur der Vollstrecker des Gesetzes. Ein kleiner Segler der Royal Navy sollte so schnell wie möglich die Admiralität in England informieren und sichtete während der Überfahrt die vereinigte Flotte. Lord Barham, der Erste Seelord, schickte aufgrund dieser Meldungen Verstärkungen für das Geschwader von Vizeadmiral Robert Calder, der die Marinebasis von El Ferrol in Spanien kontrollierte. Bei Kap Finisterre an der Westküste Galiziens im Nordwesten Spaniens kam es in den Abendstunden des 22. Juli 1805 zu einer Schlacht. […]

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Am Hügel verlischt der Glanz.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Hinüber wall ich, und jede Pein wird einst ein Stachel der Wollust seyn. Noch wenig Zeiten, so bin ich los, und liege trunken der Lieb' im Schooß. Unendliches Leben wogt mächtig in mir ich schaue von oben herunter nach dir. An jenem Hügel verlischt dein Glanz. Dem Faun sinkt Ohr und Muth; Er kehrt mit kühlerm Blut Beim ersten Morgenblick Zu seinem Schlauch zurück: Er denkt, mich zu erhenken, Da müßt' ich albern seyn; Ich will die Liebespein In süßem Most ertränken! Der junge Satyr nur Verfolgt der Dryas Spur; Er reckt sein langes Ohr Bei jedem leisen Zischen Aus dem Gesträuch hervor, Ein Nymphchen zu erwischen, Das in den finstern Büschen Vielleicht den Weg verlor. Er sucht im ganzen Hain Mit wohl zerzausten Füßen; Umsonst! der Göttin Dräun Zwang sie, sich einzuschließen; Die armen Mädchen müssen Für kürzre Nächte büßen Und schlafen jetzt allein. Der Rehbock war der Teufel gewesen, der sich die Seele nicht entgehen hatte lassen. Der Priester konnte nur schwer zu dem Häuschen auf dem Berge kommen, weil ein Gebirgsbach den Steg weggerissen hatte, er brauchte eine Stunde länger. Als der Priester endlich ganz durchnäßt eintrat, entfuhr dem Sterbenden ein Schrei und als der Priester das Allerheiligste auf den Tisch stellte, war er verschieden. Währenddessen sah der Wilderer von seinem Lager aus einen Rehbock am Fenster, der ihn unverwandt ansah. Hier ist vorzüglich jene Nachtseite der menschlichen Natur in Betrachtung zu ziehen, welche bis heute zum Theil noch nicht erhellt wurde, die Manie, gewisse Mitmenschen des Umganges mit dem Erzfeind dem Teufel zu beschuldigen, eine Sucht, welche ein neues Verbrechen feststellte: die Zauberei. Unerklärlich in sehr vielen Fällen ist die Selbstanklage jener unglücklichen Verdächtigen, die, der Hand des Scharfrichters überliefert, in quälende Instrumente gepreßt, die übertriebensten Aussagen machten, um nur auf Augenblicke von der Pein erlöst zu werden, welche die Hand des Folterers ihnen durch Anlegung grausiger, mit teuflischem Scharfsinne zusammengesetzter Maschinen verursachte. […]

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