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Der Tote von Morgengrau

Aus schwarzem Sarge starrt, Von Morgengrau erhellt, ein Toter bleich und ernsthaft in die verlassne Welt. Ein müdes Schluchzen irrt umher im […] Mehr lesen

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Vogelsang ersch

Aus dem wilden Lärm der Städter Flüchtet er sich nach dem Wald. Lustig rauschen dort die Blätter, Lust'ger Vogelsang erschallt. Doch der Sang […] Mehr lesen

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Lust und Not ihr treues

Ist vorbei ihr treues Lieben, Nun, so end auch Lust und Not, Und zu allen, die mich lieben, Flieg und sage: ich sei tot! Quelle: Joseph Freiherr von […] Mehr lesen

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9. Gustav Kühn

"Bei Gustav Kühn In Neu-Ruppin."

In der Mitte der Stadt, gegenüber dem Häuserviereck, darin Schinkel und Günther und auch der Held unseres letzten Kapitels: Michel Protzen, das Licht der Welt erblickten, erhebt sich ein kleines, nur drei Fenster breites Häuschen, dem ein neu aufgesetztes Stockwerk nur wenig zu gesteigertem Ansehen verhilft. Auf dem schmalen Hofe des Häuschens aber drängen sich die Hintergebäude und jeder Zollbreit Erde ist benutzt. Hier erinnert die Beschränktheit und zu gleicher Zeit die sorgliche Ausnutzung des Raumes an den Geschäftsbetrieb englischer Zeitungslokalitäten. Aber was sind die Londoner Blätter im Vergleich zu jenen kolorierten Blättern, die aus dieser kleinen Ruppiner Offizin hervorgehen? Was ist der Ruhm der Times gegen die zivilisatorische Aufgabe

des Ruppiner Bilderbogens? Die Times, die sich mit Recht das "Weltblatt" nennt, gleicht immer nur dem anglikanischen Geistlichen, dem hochkirchlichen Bischof, der, an schmalen Küstenstrichen entlang, in den großen, reichbevölkerten Städten der andern Hemisphäre seine Wohnung aufschlägt und seines Amtes wartet, der Gustav Kühnsche Bilderbogen aber ist der Herrnhutsche Missionar, der überall hin vordringt, dessen Eifer mit der Gefahr wächst und der die eine Hälfte seines Lebens in den Rauchhütten der Grönländer, die andere Hälfte in den Schlammhütten der Fellahs verbringt. Chamisso erzählt in seiner "Reise um die Welt", daß er, nach selbst gemachter Erfahrung, Kotzebue für den verbreitetsten Schriftsteller halten müsse, denn er sei demselben, und zwar einem Bande seiner Komödien, 1818 auf der Insel Tahiti begegnet. Aber noch einmal, was will eine solche Verbreitung sagen neben der Verbreitung jener Dreipfennigbogen, die mit der wohlbekannten Notiz: "Bei Gustav Kühn in Neu-Ruppin" über die Welt flattern. Gebiete, die Barth und Overweg, die Richardson und Levingstone erst aufgeschlossen, - der Kühnsche Bilderbogen war ihnen vorausgeeilt und hatte längst vor ihnen dem Innersten von Afrika von einer Welt da draußen erzählt. Er flieht die Gegenden, drin der Kupferstich und das Ölbild vorwalten, aber wo wo wo die Glaskoralle und der Zahlpfennig ein staunendes Ah und die Begierde nach Besitz wecken, in den engeren und weiteren Bezirken des Königs von Dahomey - da ist er zu Haus. Den Maranon und den Orinoko aufwärts, wo die Kolibris wie Blüten und die Blüten wie Schmetterlinge sich schaukeln, dort, wo alles Glanz und Farbe ist, tritt er kühn und siegreich auf und und stellt die Kolorierkunst seiner Schablone - die unbeeinflußt von den neuen Gesetzen der Farbenzusammenstellung ihre ehrwürdigen Traditionen wahrt - siegreich in die Zauber der Tropennatur hinein. Auf den Inseln der schottischen Westküste war es mir selbst vergönnt, diese Landsleute, diese diese Boten aus der engeren Heimat zu begrüßen. Die Fingalshöhle, die Gestalt König Fingals selbst, die wie ein Nebelphantom auf der öden Klippe von Morven stand, war nicht mächtig genug gewesen, diese Sendboten abzuhalten, sie waren eingezogen in die Hütten der Macleans und Macdonalds.

Lange bevor die erste "Illustrierte Zeitung" in die Welt ging, illustrierte der Kühnsche Bilderbogen die Tagesgeschichte, und was die Hauptsache war, diese Illustration hinkte nicht langsam nach, sondern folgte den Ereignissen auf dem Fuße. Kaum, daß die Trancheen vor Antwerpen eröffnet waren, so flogen in den Druck- und Kolorierstuben zu Neu-Ruppin die Bomben und Granaten durch die Luft; kaum war Paskewitsch in Warschau eingezogen, so breitete sich das Schlachtfeld von Ostrolenka mit grünen Uniformen und polnischen Pelzmützen vor dem erstaunten Blick der Menge aus, und tief sind meinem Gedächtnisse die Dänen eingeprägt, die in zinnoberroten Röcken vor dem Danewerk lagen, während die preußischen Garden in Blau auf Schleswig und Schloß Gottorp losrückten. Dinge, die keines Menschen Auge gesehen, die Zeichner und Koloristen zu Neu-Ruppin haben Einblick in sie gehabt, und der "Birkenhead", der in Flammen unterging, der "Präsident", der zwischen Eisbergen zertrümmerte, das Auge der Ruppiner Kunst hat darüber gewacht. Andere, ähnliche Unternehmungen sind seitdem seitdem ins Dasein getreten, der Münchener Bilderbogen hat seine Welttour gemacht, Winkelmann und Söhne haben durch Abbildungen von Stauffacher, Franz Moor und der Jungfrau von Orleans der dramatischen Kunst die Schleppe getragen, aber was immer ihre Erfolge gewesen sein mögen, sie haben sich schlechter auf den Geschmack des großen Publikums verstanden und haben die rechte rechte Stunde mehr als einmal versäumt. Da liegt es. In jedem Augenblicke zu wissen, was oben aufschwimmt, was das eigentlichste Tagesinteresse bildet, das war unausgesetzt und durch viele Jahrzehnte hin Prinzip und Aufgabe der Ruppiner Offizin. Und diese Aufgabe ist glänzend gelöst worden, so glänzend, daß ich Personen mit sichtlichem Interesse vor diesen Bildern habe verweilen sehen, die vor der künstlerischen Leistung als solcher einen unaffektierten Schauder empfunden haben würden. Aber die Macht des Stoffs bewährte sich siegreich an ihnen, und sie zählten (wie ich selbst) mit leiser Befriedigung die Leichen der gefallenen Dänen, ohne sich in ihrem künstlerischen Gewissen irgendwie irgendwie bedrückt zu fühlen.

Die Frage nach dem Recht dieser Bilder, "die den Geschmack mehr verwildern als bilden", ist aufgeworfen und dabei hinzugesetzt worden, daß Leistungen der Art in künstlerisch gesegneteren Zeiten und bei feiner gearteten Völkern eine eine bare Unmöglichkeit sein würden. Vielleicht. Nach der künstlerischen Seite hin sind diese Dinge preiszugeben, aber sie haben eine andere, nicht minder wichtige Seite. Sie sind der dünne Faden, durch den weite Strecken unseres eigenen Landes, litauische Dörfer und masurische Hütten, mit der Welt draußen zusammenhängen. Die letzten Jahrzehnte mit ihrem rasch entwickelten Zeitungswesen, mit ihrer ihrer ins Unglaubliche gesteigerten Kommunikation haben darin freilich viel geändert, aber noch immer gibt es abgelegene Sumpf- und Heideplätze, die von Delhi und Khanpur, von Magenta und Solferino nichts wissen würden, wenn nicht der Kühnsche Bilderbogen die Vermittlung übernähme. Seine Uhr ist noch nicht abgelaufen, und das schmale Haus in der Ruppiner Friedrich-Wilhelm-Straße hat noch immer seine Bedeutung.

Quellenangaben:
Theodor Fontane
Gustav Kühn
Wanderungen durch die Mark Brandenburg
Die Grafschaft Ruppin 1859 bis 1861
Wohlfeile Ausgabe von 1892

 

 

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Der Tote von Morgengrau erhell

Aus schwarzem Sarge starrt, Von Morgengrau erhellt, ein Toter bleich und ernsthaft in die verlassne Welt. Ein müdes Schluchzen irrt umher im Beigemach; im starren Totenantlitz wird keine Rührung wach. In Wonne bricht der Morgen herein mit rother Glut, begrüßt von Vogelzwitschern; tief ernst der Tote ruht. Das prosaische Leben attackiert uns ja alle permanent mit privaten und politischen Konflikten: der verlorene Friede im Irak, der ewige Bruderkrieg in Palästina, Chinas blühender KZ-Kapitalismus, Russlands tolerierter Völkermord in Tschetschenien, die galoppierende Schwindsucht der EU-Erweiterung, die Not-Heirat zwischen Merkel und Müntefering, das kesse Comeback der gestürzten DDR-Kader, die hysterischen Ölpreise, die Reichskristallnacht-Orgien der falschen Muslime im totalitär organisierten Volkszorn gegen die richtigen Mohammed-Karikaturen. Wenn das heillose Hin und Her der Maulschlachten mich gelegentlich irre macht, dann lese ich gern in Heines ?Hebräischen Melodien? den versifizierten Bericht über einen mittelalterlichen Religionsdisput. Da berichtet der Dichter in Form einer Romanze vom giftgeifernden Glaubensstreit eines spanischen Rabbiners mit einem katholischen Kirchenmann. Und der Poet liefert uns als Pointe das Beispiel für eine zynische Äquidistanz zu diesen und jenen streitenden Parteien. Heine läßt nämlich die hübsche junge Königin in der Zuschauerloge am Ende zu ihrem gelangweilten Gemahl sagen: Er starrt empor und grübelt, wie es nur möglich war, daß er von Lust und Leide gebebt so manches Jahr. Die Heirat eine Übersicht oder auch nicht. Im November ankerte das Schiff an der Küste der Chile vorgelagerten Insel Mocha. Drake ruderte in Begleitung von zwölf Männern an Land und wurde dort von einer Gruppe Indios begrüßt, die die Engländer zunächst freundlich empfingen. […] Mehr lesen >>>


Vogelsang erschallt

Aus dem wilden Lärm der Städter Flüchtet er sich nach dem Wald. Lustig rauschen dort die Blätter, Lust'ger Vogelsang erschallt. Doch der Sang verstummet balde, Traurig rauschet Baum und Blatt, Wenn der Traurige dem Walde Langsam sich genähert hat. Quelle: Heinrich Heine Romanzen Junge Leiden - 1817-1821 Buch der Lieder Hamburg 1827 www.zeno.org Das unvermutete Glück aber macht den andern Mann stolz, er empfängt diejenigen, welche ihm Glück wünschen wollen, auf eine sehr hochmütige Art und wirft ihnen in einer bittern Anrede ihre schändliche Aufführung vor. Es wird ein Betrieger aufgeführt, welcher sich für einen Goldmacher ausgibt und einen vornehmen Herren zu hintergehen sucht, welcher sich denn auch durch dessen List dergestalt einnehmen läßt, daß er glaubt, den Stein der Weisen bereits zu besitzen. Sobald sich das Gerüchte ausbreitet, daß dieser Mann aus gemeinem Stande durch Hülfe eines Pulvers Gold machen kann, so geraten alle Einwohner der Stadt in Verwunderung, und auch diejenigen, welche ihn vor kurzer Zeit verachtet hatten, dringen nebst andern in sein Haus, um ihren Glückwunsch abzulegen, und verraten dadurch ihre schändliche Verstellung. So kam die Zeit heran, wo Hnochzeit sein sollte. Es war noch warm von den Körpern der Beter. Es zielt aber dieses Lustspiel nicht allein auf die Goldmacher, sondern es begreift auch andre Vorstellungen in sich, welche diese Komödie sehr reizend und angenehm machen. Jede Nacht mehr als eine Träne in meinem Auge. Zu tragen eine Last und doch einsam zu sein. Nnoch schrieb man das Jahr 1912. Durch seine Seele geht Ein stumm Gebet Ave Maria! Mein Weg zuerst sichtbar, war nun nicht mehr da. Mit Grausen sah er das, was einmal Ebenbild der Gottheit war, an der schwarzen Schiffswand hingleiten und er wußte, was im nächsten Augenblick geschehen würde. So trennte sich, was nach oben strebte vom Fleisch, und die Schwere wurde das herrschende Gesetz. Bald geht mein Zug, denn heute ist der letzte Tag. Sie tat, als ob sie nach mir suchte, und rief. Für mich war es das Schönste auf der Welt. Sie strahlte uns alle mit ihrem alten Lächeln an. Er wollte aufschreien, nach der Kommandobrücke hinaufrasen, er vermochte es nicht. […] Mehr lesen >>>


Lust und Not ihr treues Lieben

Ist vorbei ihr treues Lieben, Nun, so end auch Lust und Not, Und zu allen, die mich lieben, Flieg und sage: ich sei tot! Quelle: Joseph Freiherr von Eichendorff. Wanderlieder - Der verliebte Reisende Gedichte 1841 www.zeno.org Lust auf traditionelle Ostern am See? Von allen kurfürstlichen Gebäuden unter der Schösserei u. im Hahnewalde, die nach Beschaffenheit derselben Zeit schön waren, wurden Aschehaufen. Von der Stadt aber, in- u. außerhalb der Ringmauer, blieb nichts übrig, als das Crucifix auf dem Kirchhofe, so Gott auch diesmal erhalten, ferner des Wildpretwärters Haus am Kurfürstlichen Tiergarten, die kleine Begräbniskirche u. dazu noch eine niedrige Hütte am Altstädter Wege. Der Feind, welcher gute Beute gemacht u. unter anderem 186 Stück Pferde u. Vieh mitgenommen, sahe von ferne zu u. dachte, das ganze Schloß würde daraufgehen u. die Leute in demselben entweder verderben oder herausfallen müssen. Aber was die Gottlosen gerne wollten, ist verdorben und verloren. Das Gebet derer, die im freien Felde herumgejagt, in Sträuchern beschädigt u. ausgeplündert oder sonst in Ängsten waren, drang durch die Wolken zum himmlischen Vater. Gott erhörte das Seufzen u. Weinen derer, die in der Burgkapelle auf den Knieen lagen u. die Hände emporhoben. Er ließ wohlgeraten die Arbeit der munteren Weiber, die aus dem tiefen Brunnen (denn das Röhrwasser der künstlichen Wasserleitung hatten die Feinde zerstört und abgeschnitten) Wasser zum Löschen trugen, u. der Männer, die Wasser ins Feuer gossen. Ja, er selbst half löschen u. gab vom Himmel einen gnädigen Regen. Und so ward die Flamme gedämpft, das Herz des Schlosses erhalten, u. obwohl in der Stadt einige verwundet u. getötet, desgleichen vom Feuer ergriffen u. vom Rauche erstickt worden waren, so ist doch auf dem Schlosse keiner Person Leid widerfahren. Was war es aber für ein schrecklicher Anblick, da der Feind sich unsichtbar gemacht u. die verarmten Leute vom Schlosse u. von den Feldern auf den Brandstätten zusammenkamen! Nichts war jammernswerter, als der Anblick so vieler Leichen u. der Verlust an Eltern, Ehegatten u. allernächsten Freunden. Unzählige Thränen flossen aus den Augen aller, u. wer noch des andern Tages sich auf den Gassen umsehen wollte, konnte mit unbedeckten Füßen auf dem erhitzten Pflaster nicht fortkommen. […] Mehr lesen >>>


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Liebe und Liebeswe Die Lotosblume ängstigt Sich vor der Sonne Pracht, Und mit gesenktem Haupte Erwartet sie träumend die Nacht. Der Mond, der ist ihr Buhle, Er weckt sie mit seinem Licht, Und ihm entschleiert sie freundlich Ihr frommes […]
Baobabs und Bananen Joe, der sich ein wenig durch den Gedanken gedemüthigt fühlte, daß seine Idee schon Verwendung gefunden hatte, sann darüber nach, welches Thier den Löwen hätte verschlingen können, kam jedoch zu keinem Resultat und […]
Darum gab ich Halef die und trat hart an den Sprecher heran: Mann, du hast zu schweigen! Wie kann ein Lügner und Verräter es wagen, ehrliche Leute zu beschimpfen! Was wagest du! schrie er mich an. Einen Verräter nennst du mich? Sage noch […]

Informatik, systematische Darstellung, Speicherung, Verarbeitung und Lerche als Morgenbote durch Wald und Herz erklingt

Lerche als

Durch Feld und Buchenhallen bald singend, bald fröhlich still, recht lustig sei vor allen wer 's Reisen wählen will! Wenn's kaum im Osten glühte, die Welt noch still und weit: Da weht recht durchs […]

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Und das wäre?

Was mich betrifft, sagte der Seemann, so will ich nicht mehr Pencroff heißen, wenn ich nicht zu jeder Arbeit willig bin, und wenn es Ihnen beliebt, Mr. Smith, so machen wir aus dieser Insel ein […]

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