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7.b Karl Friedrich Schinkel

Arbeiten, übernommene und eigene, hielten unsern Schinkel noch fast drei Jahre lang in der Heimat fest; endlich, im Frühjahr 1803, kam die lang ersehnte Stunde, und seine Fahrt ins "schöne Land Italia" begann.

Er machte diese Reise an der Seite seines Freundes, des Architekten Steinmeyer, und nach längeren und kürzeren Aufenthalten an den alten deutschen Kunststätten: Dresden, Augsburg, Nürnberg, Wien, betrat er Italien zu Anfang August desselben Jahres, um es bis nach Sizilien hin zu durchwandern. Seine Briefe und Reisetagebücher geben Auskunft darüber, mit welch empfänglichem Sinn, zugleich auch mit welcher Gereiftheit des Urteils er die Kunstschätze Italiens studierte und Land und Leute beobachtete. Vor allem sprach das Land zu ihm von seiner malerischen Seite, das Architektonische trat zurück, und ein Blick auf die zahlreichen Landschaftszeichnungen, die dieser Reiseepoche angehören, bestätigt durchaus die Ansicht Waagens, daß Schinkel, wenn er statt der Bekanntschaft Gillys des Architekten, die Bekanntschaft eines Malers von gleichem Talent gemacht hätte, sehr wahrscheinlich ein hervorragender Maler geworden wäre. Musik, Skulptur, Malerei, Baukunst - für alle hatte er eine ausgesprochene Begabung und für die Malerei in so hervorragender Weise, daß mit Recht von ihm gesagt worden ist "er habe architektonisch gemalt und malerisch gebaut".

Italien bot diesem malerischen Zuge die reichste Anregung, und die entsprechende Beschäftigung führte sehr bald zu einer Meisterschaft in der Behandlungsweise, die alles Unselbständige von ihm abstreifte. Seine früheren Sachen (bis 1803) zeigten etwas Steifes, in Italien aber eignete er sich eine ganz eigentümliche Technik an, die ihn, durch eine erstaunliche Breite und Kraft im Vordergrunde (wobei ihm die meisterhaft geführte stumpfe Rohrfeder treffliche Dienste leistete) in den Stand setzte, die Wirkung vollständiger Bilder zu erreichen. Seine großen Ansichten von Messina, Palermo, der Ebene von Portinico usw., die alle dem Jahre 1804 angehören, wurden später von Goethe "groß und bewundernswürdig" genannt.22 Schinkel pflegte die Hauptlinien solcher landschaftlichen Aufnahmen am Tage sehr flüchtig, aber in der Perspektive höchst sorgfältig auf das Papier zu werfen und diese Umrisse dann am Abend mit der staunenswertesten Treue und von einem nie irrenden Gedächtnis unterstützt im einzelnen auszuführen.23

Während der ganzen Reise prävalierte in ihm der Maler. Er war unzweifelhaft als Architekt nach Italien gezogen, aber nur wenige seiner Briefe aus jenen Reisejahren beschäftigen sich mit Architektur. Selbst die herrlichen Tempeltrümmer von Girgenti regten überwiegend die dichterische Phantasie des Landschaftsmalers an; zu baukünstlerischen Betrachtungen über die hehren Überreste hellenischen Altertums gelangte er nirgends und die Renaissancebauten Ober- und Mittelitaliens ließen ihn ebenfalls kalt. Am meisten Eindruck machte die sarazenische Baukunst auf ihn und ihre phantastischen Reize umstrickten ihn überall von Venedig bis Sizilien; - es sprach sich auch hierin seine Neigung zum Malerischen aus.

Die italienische Reise, wie jede Reise, hatte freilich auch ihre Schattenseiten, ihre Plagen und ihre Sorgen. Eine humoristischere Feder als die Schinkels würde uns davon ein anschauliches Bild entworfen haben, aber immer etwas auf dem Kothurn, steigen seine Schilderungen nur selten ins Genrehafte hinab. Es widerstand seiner Natur, die kleinen Leiden des Daseins zu betonen und nur mitunter klang es durch. Die Vetturinfahrt nach Rom und die ersten römischen Tage (im Spätherbst 1803) zwangen ihm einen Notschrei ab. "Bände könnte ich schreiben über das Thema, - so heißt es in einem der ersten Briefe - wie einem eine schöne Reise durch Gauner und Schurken verdorben werden kann. Der Ärger über die infamsten Betrügereien hat mich unfähig gemacht, das tausendfach Schöne mit voller Teilnahme zu genießen. Die dicke, immer uns hindernde Maschine von einem Bedienten (den Sie aus Venedig kennen) war mit einem abscheulichen Kerl von Vetturin verschworen, um uns zugrunde zu richten. Nun habe ich das Fieber und bin abgespannt und ermattet."

So schrieb Schinkel unmittelbar nach seiner Ankunft. Aber die Situation, anstatt sich an Ort und Stelle wenigstens zu bessern, wurde von Tag zu Tag nur schwieriger, das Geld blieb aus und unser Fieberkranker, dem kräftige Speisen verordnet waren, mußte von Semmel und Weintrauben leben. Wer weiß, was geworden wäre, wenn nicht der Hauswirt, voll jenes Zartsinns, von dem die Italiener trotz aller Vetturine doch auch ihre Proben geben, sich ins Mittel gelegt und von freien Stücken offeriert hätte, "bis auf weiteres mit seiner Küche vorliebnehmen zu wollen." Dies geschah und - endlich kam das Geld. Schinkel und sein Reisegefährte (Steinmeyer) bestellten nun eine gebratene Ente, worauf der Italiener lachend erwiderte: capisco, i denari son' venuti.

Die Rückreise nach Deutschland ging über Paris, dessen jedoch in den betreffenden Briefen nur flüchtig Erwähnung geschieht; die Sehnsucht, nach fast zweijähriger Abwesenheit, stand wieder nach der Heimat und Ende Januar 1805 war er zurück.

Hier bot sich für seine Wirksamkeit als praktischer Architekt vorläufig wenig, und durch die unglückliche Katastrophe, die das Jahr darauf hereinbrach, wurde vollends alle Aussicht gestört. Dies war ein Unglück. Waagen indes äußert sich dahin, daß das, was anfänglich unbedingt als eine schwere Fügung des Schicksals erscheinen mußte, schließlich der mehrseitigen Entwickelung Schinkels fördersam gewesen sei und auf seine reifere Ausbildung zum praktischen Architekten den wohltätigsten Einfluß ausgeübt habe.

Wir lassen dies dahin gestellt sein und verzeichnen unsererseits nur die Tatsache, daß unser Ruppiner Superintendentensohn, den wir uns gewöhnt haben als Architekten und nur als solchen zu kennen und zu bewundern, daß unser Schinkel, sag' ich, zum Teil der eigenen Neigung, aber mehr noch dem Zwange gebieterischer Umstände nachgebend, zehn Jahre lang (von 1805 bis 1815) vorwiegend ein Landschaftsmaler war. Er malte große hochpoetische Landschaften in Öl, vor allem jenen reichen Zyklus perspektivisch-optischer Bilder (meist für die Gropiusschen Weihnachtsausstellungen), worin er fast aus allen Teilen der Welt das Schönste und Interessanteste vor den staunenden Augen seiner Landsleute entrollte: Ansichten von Konstantinopel, Nilgegenden, die Kapstadt, Palermo, Taormina mit dem Ätna, den Vesuv, die Peterskirche, die Engelsburg und das Kapitol in Rom, den Mailänder Dom, das Chamonixtal, den Markusplatz, den Brand von Moskau, die Leipziger Schlacht, Elba, St. Helena usw. Vor allem verdienen hier die 1812 für das kleinere Gropiussche Theater gemalten "Sieben Wunder der alten Welt" einer besonderen Erwähnung. Sie gaben ihm eine erwünschte Gelegenheit, neben der vollen Entfaltung seines malerischen Geschicks, sich auch als genialen Architekten aufs glänzendste zu bewähren. Franz Kugler nannte diese Arbeiten "die geistreichsten Restaurationen der Wunderbauten des Altertums."

Auch Staffeleibilder in großer Zahl entstanden um diese Zeit: Landschaften in Öl, Gouache, Aquarell und Sepia. Er entwickelte auf diesem Gebiet eine Vielseitigkeit, wie die Kunstgeschichte sonst kein Beispiel aufweist, so daß er nach der Meinung Waagens als der mutmaßlich größte Landschaftsmaler aller Zeiten dastehen würde, wenn er die Technik der alten Meister besessen und seine ganze Kraft diesem Fache hätte zuwenden können. Denn er vereinigte das lebhafte und innige Gefühl für die bescheidenen, anspruchslosen Reize einer nordischen Natur, welche uns die Bilder eines Ruisdael, eines Hobbema so anziehend machen, mit dem Liniengefühl und dem Sinn für zauberhafte Beleuchtung eines Claude Lorrain. Andere seiner Bilder erinnern durch eine gewisse Klassizität und kühle, harmonische Farbenwirkung an die Landschaften Nikolaus Poussins.

Was uns, die wir die Mark durchreisen und beschreiben, mit besonderer Genugtuung erfüllt, ist der Umstand, daß die herrlichen Gegenden des Südens, in denen er so lange geschwelgt, ihn nicht unempfindlich für die Reize seiner märkischen Heimat gemacht hatten. Er verachtete unsere Landschaft keineswegs, wie so viele tun, die sich dadurch das Ansehen feineren Kunstverständnisses zu geben vermeinen. Neben Palermo oder Taormina malte er "die Oderufer bei Stettin", und selbst "Stralau und die Spree" erschienen seinem Künstlerauge nicht zu gering. Alle unsere großen Landschafter haben in diesem Punkte empfunden wie Schinkel. Ich nenne nur Blechen, anderer jüngerer, wie Riefstahl und Bennewitz von Loefen zu geschweigen.

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Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Posted by Admin on Mai 12, 2008
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