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Durchs wilde Kurdistan - Siebentes Kapitel BM

Auch die anderen waren erfreut, meinen Besuch kennen zu lernen, und ich darf wohl sagen, daß den beiden Chaldäerinnen sehr viel Achtung und Aufmerksamkeit entgegengebracht wurde. Sie blieben da bis Mittag, wo sie das Mahl noch mit uns einnehmen mußten, und dann begleitete ich sie eine Strecke Weges nach Schohrd zu. Als ich von ihnen schied, fragte Ingdscha: Herr, hast du dich wirklich mit meinem Vater ausgesöhnt? So ist es. Und hast du ihm vollständig verziehen? Vollständig. Und er zürnt mir nicht? Er wird mich nicht schelten? Er wird dir nicht ein unfreundliches Wort sagen. Wirst du ihn einmal besuchen? Bin ich denn dir und ihm willkommen, Ingdscha? Ja, Herr! So komme ich bald, vielleicht schon heute, vielleicht auch morgen. Ich danke dir. Lebe wohl! Sie reichte mir die Hand und schritt weiter. Madana aber blieb bei mir stehen und wartete, bis das Mädchen außer Hörweite war; dann fragte sie: Herr, weißt du noch, was wir gestern gesprochen haben? Ich ahnte, was jetzt kommen werde, und antwortete daher lächelnd: Jedes Wort. Und doch hast du ein Wort vergessen. Ah! Welches? Besinne dich! Ich glaube, alles zu wissen. O, grad das beste, das allerbeste Wort hast du vergessen. So sage es! Das Wort von dem Geschenke! Meine gute Madana, ich habe es nicht vergessen. Verzeihe mir, ich komme aus einem Lande, wo man die Frauen höher hält, als alles andere. Sie, die so schön, so zart und liebenswürdig sind, sollen sich nicht mit schweren Lasten plagen. Darum haben wir euch eure Geschenke nicht mitgegeben. Ihr sollt sie nicht diesen weiten Weg nach Schohrd tragen müssen, sondern wir werden sie euch heute noch senden. Und wenn ich morgen komme, so wird dein Anblick mein Herz erfreuen, denn ich werde dich geschmückt sehen mit dem, was ich dir aus Dankbarkeit verehre. Die Wolke schwand, und heller Sonnenschein glänzte auf dem runzeligen Angesicht der guten Petersilie. Dieselbe schlug die Hände zusammen und rief: O, wie glücklich müssen die Frauen deines Landes sein! Ist es weit bis dahin? Sehr weit. Wie viele Tagreisen? Weit über hundert. Wie schade! Aber du kommst morgen wirklich? Sicher! Dann lebe wohl, Herr! Der Ruh 'i kulyan hat gezeigt, daß du sein Liebling bist, und auch ich versichere dir, daß ich deine Freundin bin! Nun gab sie mir die Hand und eilte Ingdscha nach. Wäre Germanistan nicht so viele Tagreisen entfernt gewesen, so hätte meine Petersilie vielleicht versucht, aus eigener Anschauung kennen zu lernen, wie glücklich unsere Frauen sind! Ich hatte den Rückweg noch nicht sehr weit verfolgt, als ich eine Gestalt rechts von der Höhe herabsteigen sah. Es war die alte Marah Durimeh. Auch sie hatte mich erkannt; sie blieb stehen und winkte mir. Als sie sah, daß ich ihrem Winke Folge leistete, drehte sie sich um und stieg mit langsamen Schritten wieder den Berg hinan, wo sie hinter einem Gesträuch verschwand. Dort erwartete sie mich. Der Friede Gottes sei mit dir, mein Sohn! begrüßte sie mich. Verzeihe mir, daß ich dich zu mir heraufsteigen ließ. Meine Seele hat dich lieb, und im Hause des Melek kann ich nicht allein mit dir sein; darum rief ich dich zu mir. Hast du ein wenig Zeit für mich? So viel du willst, meine gute Mutter. So komm! Sie nahm mich bei der Hand, wie es eine Mutter mit ihrem Kinde thut, und führte mich noch einige hundert Schritte weiter, bis wir einen moosbewachsenen Fleck erreichten, von dem aus man die ganze Gegend überblicken konnte, ohne selbst bemerkt zu werden. Sie setzte sich nieder. Komm, nimm an meiner Seite Platz! Ich folgte ihrem Gebote. Sie ließ den weiten Mantel fallen, und nun saß sie neben mir so greis, so ehrwürdig, so Ehrfurcht gebietend, wie eine Gestalt aus der Zeit der Propheten Israels. Herr, begann sie, blicke auf, dahin zwischen Süd und Ost. Diese Sonne bringt Frühling und Herbst, bringt Sommer und Winter; ihre Jahre sind mehr als hundert Male über mein Haupt dahingegangen. Siehe dieses Haupt an! Es hat nicht mehr das Grau des Alters, sondern das Weiß des Todes. Ich sagte dir bereits in Amadijah, daß ich nicht mehr lebe, und ich habe die Wahrheit gesprochen; ich bin ein Geist, der Ruh 'i kulyan. Sie hielt inne. Ihre Stimme klang dumpf und hohl, wie wirklich aus dem Grabe heraus; aber sie vibrierte doch wie unter der Regung eines lebendigen Herzens, und die Augen, die auf das Gestirn des Tages gerichtet waren, zeigten einen leichten, feuchten Glanz. Ich habe viel gehört und viel gesehen, fuhr sie fort.

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Reise News + Infos

Das Lied von den Dukaten.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Meine güldenen Dukaten, Sagt, wo seid ihr hingeraten? Seid ihr bei den güldnen Fischlein, Die im Bache froh und munter Tauchen auf und tauchen unter? Seid ihr bei den güldnen Blümlein, Die auf lieblich grüner Aue Funkeln hell im Morgentaue? Seid ihr bei den güldnen Vöglein, Die da schweifen glanzumwoben In den blauen Lüften oben? Seid ihr bei den güldnen Sternlein, Die im leuchtenden Gewimmel Lächeln jede Nacht am Himmel? Nun hatte er schon den zweiten Genossen an Bord verloren. Wer von einem erprobten Räuberhauptmann irgend etwas geerbt hat, und wenn es auch nur der Name wäre, forcht sich nicht. Er findet den Mitinhaber des berüchtigten Namens Hiesel, den Beherrscher der Pantellaria, mit ernsten Falten im Gesicht über das Segelhandbuch für das Rote Meer und den Golf von Aden geneigt. Diese Gelegenheit, ihn zu treffen, durfte ich nicht vorüber lassen. Auch Hiesel tut dies nicht. Erstere liegt östlich, letztere westlich der Insel Perim. Von Kafuro, dem großen District der Kaufleute des Landes, bemerkte er endlich am Horizont den so sehr gesuchten See, welchen der Kapitän Speke am 3. Denket euch, wie gerne jenes Männchen am Ufer aufpasste. Wenig fehlte und man sah für einen Augenblick den Himmel nicht mehr. Davenport und seine Leute produzierten bald jährlich 1000 Fass Öl. Der Wind sprang von allen Seiten des Horizonts über. Der nun in Freiheit gesetzte Victoria führte die Reisenden mit einer Geschwindigkeit von achtzehn Meilen gegen Nordosten davon. Joe zerschmetterte die Hauer des Elephanten mit dem glücklich wiedergefundenen Beil. August 188 erblickt hatte. Die alte Sage, welche diese Berge zu der Wiege des Nils machte, kam der Wahrheit nahe, weil dieselben den Ukerewe-See, das angebliche Reservoir der Wasser des Großen Stromes, begrenzen. Er hatte eine der Hauptspitzen seiner Entdeckungsreise beinahe erreicht, und ließ sich, das Fernglas im Auge, nicht einen einzigen Winkel dieses geheimnißvollen Landes entgehen. Der heimliche Winkel war von Kinderzeiten an der Lieblingsaufenthalt des jungen Paares gewesen; zu Füßen des Gottes hatten die Beiden ihre ersten Spiele gespielt und es war dabei das schöne Marmorbild, das mit göttlichem Lächeln auf die Kleinen niederblickte, der Dritte im Bunde gewesen. […]

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Wir werden jetzt gehen, doch ich sage .

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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dir aufrichtig, daß wir alles aufbieten werden, um ihn zu befreien. Er lächelte und sagte: Und wenn ihr geht und alle seine Krieger ruft, so werden sie dennoch zu spät kommen, weil wir dann bereits fort sind. Aber ihr werdet gar nicht gehen, denn wenn ihr ihm helfen wollt, so muß ich euch zurückbehalten. Ich hatte mich erhoben, und Lindsay stand bereits bei seinem Pferde. Zurückbehalten? fragte ich, aber nur um Zeit zu gewinnen; denn ich hatte Halef einen Wink gegeben und dabei auf die in der Nähe grasenden Tiere und nach dem Ausgange des Thales zu genickt. Ich denke, ich soll nicht dein Gefangener sein? Du zwingst mich, obgleich du dir sagen könntest, daß alle deine Bemühungen erfolglos sein werden. Ich sah, daß Halef mich verstanden hatte; denn er flüsterte mit den andern, die ihm zunickten, und sah dann bedeutungsvoll zu mir herüber. Melek, ich will dir etwas sagen, meinte ich, indem ich zu ihm trat und ihm die Hand auf die O pfui, über den Kinder-Mord! den Weiber-Mord den Kranken-Mord! du bist der Mann nicht, das Rachschwerdt der obern Tribunal zu regieren, du erlagst bey dem ersten Griff hier entsag ich dem frechen Plan, gehe, mich in irgend eine Klufft der Erde zu verkriechen, wo der Tag vor meiner Schande zurüktrit. Wer für sich noch etwas hofft und fürchtet, darf die Fühlhörner nicht aus seiner Schale hervorbringen. er will fliehen. Sobald die Könige den Mut haben werden, sich zur allgemeinen Gerechtigkeit zu erheben, werden sie ihre eigene Sicherheit gründen und das Glück ihrer Völker durch Freiheit notwendig machen. Alle Welt erkannte ihn sofort für schuldig. Sie hat meine schönsten Werke vergiftet da steht der Knabe, schaamroth und ausgehönt vor dem Auge des Himmels, der sich anmaßte, mit Jupiters Keule zu spielen, und Pygmeen niederwarf, da er Titanen zerschmettern sollte geh, geh! Ein Erzbösewicht mit ausgeprägtem Hang zur Selbstüberschätzung und keinerlei Kritikfähigkeit. Er führt Rechtschaffenheit und Religion ohne Unterlaß im Munde, gibt seine reichen Almosen und erfüllt seine christlichen Liebespflichten mit Geräusch und Aufsehn, tobt und schäumt über den Gottlosen und Lasterhaften oder entschuldigt fremde Fehler auf solche Weise, daß sie dadurch tausendfältig vergrößert erscheinen. […]

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Himmel liebt.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Die schöne Mutter, die ihn hat geboren, Den Himmel liebt er, der ihn auserkoren, Läßt beide Haupt und Brust sich heiter schmücken. Die Menge selbst, die herbraust, ihn zu fragen Nach seinem Recht, muß den Beglückten tragen, Als Element ihm bietend ihren Rücken. Quelle: Joseph Freiherr von Eichendorff. Gedichte 1841 www.zeno.org Wer kann der Flamme befehlen, daß sie nicht auch durch die gesegneten Saaten wüte, wenn sie das Genist der Hornissel zerstören soll? Satanas, sondern ein dämonisches Kunstgeschöpf mit eigenen Charaktereigenschaften. Man sollte nie sagen, die Fürsten oder ihre Minister sind schlecht, wie man es oft hört und liest; sondern hier handelt dieser Fürst ungerecht, widersprechend, grausam, und hier handelt dieser Minister als isolierter Plusmacher und Volkspeiniger. Labal ist nun auch nicht mehr nur der Dämonensohn des Dr. Hüte Dich, diesem auf irgendeine Weise in die Hände zu fallen! Bis dahin wird und muß es jedem rechtschaffenen Manne von Sinn und Entschlossenheit erlaubt sein, zu glauben und zu sagen, daß alter Sauerteig alter Sauerteig sei. Das Ganze besteht nur aus Personalitäten, guten und schlechten. Sollte er auch das Wesen der Religion, mehr als wir für gut halten, in bloßem Gefühle, ohne allen Gebrauch seiner ihm von Gott verliehenen Leiterin, der Vernunft, setzen; sollte auch, unsrer Meinung nach, eine erhitzte Phantasie sich in seine religiösen Empfindungen mischen; sollte er auch zu anhänglich an gewisse Zeremonien, Gebräuche und Systeme sein, so verdient er, wenn er übrigens ein redlicher Mann, ein praktischer Christ ist, Duldung, Schonung und Bruderliebe. Der alte, ehrliche Arzt, den Eid und Pflicht zur Gerechtigkeit verbanden und der so öffentlich seine Rechtschaffenheit in Zweifel ziehen sah, wendete alle ersinnliche Mühe an, den verstockten Bösewicht zu widerlegen. Beide Arten von Leuten sind aber nicht schwer zu unterscheiden. Die Sklaven haben Tyrannen gemacht, der Blödsinn und der Eigennutz haben die Privilegien erschaffen, und Schwachheit und Leidenschaft verewigen beides. Der fromme Edle ist grade, offen, still und heiter, nicht übertrieben höflich, nicht übertrieben zuvorkommend, noch übertrieben demütig, aber liebevoll, einfach und zutraulich in seinem Betragen. […]

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Nadelkissen, Stachelschwein, Erscheinung, Meinung.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Das Nadelkissen bildete sich ein, mit dem Stachelschwein verwandt zu sein. Das Nadelkissen ist, wie wir wissen, eine recht nützliche Erscheinung. Natürlich sind wir ganz seiner Meinung. Vorerst war es die feine Gesellschaft, Adel oder eben Leute mit Geld, die Capri fortan zum Reiseziel ausmachten oder gar Wohnsitze errichteten. Auch der schwedische Arzt wurde 1887 auf Capri seßhaft und ließ seine Traumvilla direkt am Steilhang des Monte Solaro errichten. Mit seinem Roman "Das Buch von San Michele" gelang Munthe ein literarischer Welterfolg. Das Buch wurde in fast allen Sprachen der Welt gedruckt und millionenfach verkauft. Aber da war guter Rat teuer. So blieb nichts übrig, als sich in Geduld zu fassen, obgleich Geronimo sich mit Recht sagte, daß jede Stunde kostbar sei und jeder verstrichene Tag ihn einer unwiederbringlichen Möglichkeit beraube. Eine Rose gebrnochen, ehe der Sturm sie entblättert. Sieht mit Rosen sich umgeben, Selbst wie eine Rose jung. Höret ihrs stöhnen hieselbst aus des tiefen Gemäuers Gewölben? Von Goethes Werken ging ihnen nichts über Werther und Tasso. Wedel und Wagner waren wegen ihres Schwindels übel dabei zu Muthe. Dieses Bild gebrnochener Treue, verlorener Ehre, wird weiter verfolgt. Diesen Brief geb ich auf die nächste Post die ich treffe. Gewiß, wer zwischen weißgekalkten Kerkermauern sitzt, der ist allein. Die Reff-Leine des zweiten Reffs bricht in dieser Zeit, der Schaden ist aber schnell wieder behoben und das Großsegel steht wieder richtig. Der Wind dreht von SW auf West, dann über NW auf Nord. Er hatte es ausgeschüttet aus seiner unerschöpflichen, geheimen Quelle. In der nächsten Woche geht es etwas wechselhaft dahin. Auch die weiteren Versuche, den Motor in Gang zu bringen, sind fehlgeschlagen, somit auch an dieser Front nix Neues. Denn die Steine sind nicht wilder Als die Menschen. Hier assen wir bei einem Bauer was wir mit genommen hatten. Ansonsten war die Woche recht ereignislos. Die Windstärke wechselt ebenfalls zwischen starkem Wind, moderatem Wind und leichtem Wind, der Himmel ist meist recht bedeckt und die Sonne blinzelt nur stundenweise. Wir kamen endlich mit Schindelfakeln nach 8 Uhr daselbst an. Der Weeg ins Haslithal ist der angenehmste den man gehen kann. […]

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Schmied´s hochprozentiges für kalte Tage.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Aperitifs, Martini Dry, Martini Rosso, Martini Bianco, Sherry Dry M, Kir Royal, Obstler, Williams Christ, Kirschwasser, Obstwasser, Slivovitz, Kräuter, Jägermeister, Karlsbader Becher, Fernet Branca, Wilthener Gebirgskräuter, Freiberger Magenwürze, Underberg, Kümmerling, Doornkaat, Boonekamp, Ramazzotti, Klare, Echter Nordhäuser, Doppelkorn, Wodka Gorbatschow, Malteser Aquavit, Ouzo Tsantali, Grappa, Likör, Kirschlikör, Eierlikör, Saurer Apfel, Batida de Coco, Kleiner Feigling, Weinbrände, Wilthener Goldkrone, Metaxa, Asbach Uralt, Cognac Otard, Chantré, Remy Martin, Rum, Baccardi weiß, Whiskey, Johnnie Walker Red Label, Ballantines Finest, Jack Daniels, Baileys, Longdrinks, Campari Orange, Weißer Rum mit Cola, Gin Tonic, Wodka Cola, Batida Kirsch, Batida Orang, Bloody Mary, Glühwein, Jagertee, Grog mit 4cl Rum, Amaretto heiß mit Sahnehaube... Sie wissen, daß ich noch in dieser Nacht abreise. Pochenden Herzens gedachte er in solchen Stunden seines herrlichen Vaters, der sich in Rom sicher an der Verfolgung der Nazarener betheiligte, für die alten, die unsterblichen und ewigen Götter Großes vollbringend. La Brigue liegt rund 70 Meter über dem Meer in den Seealpen. Tage Morgens Abreise Geschwindigkeit Fernglas Auge die Vorbereitungen zur Abreise. Denn die Spanier sind wie Geister, die weder essen noch trinken. Mochten des Doktors Beine noch so ungelenk und steif sich gebärden, er brachte sie in die Hosenröhren hinein und kam, auf seinen Stock sich stützend, aufs Promenadendeck. Diese unermüdlichen Blutsauger umsummten ihn wie die Schweißfliegen ein dampfendes Pferd. Es half nichts, daß er nach dem nächsten schlug, dem zweitnächsten einen Tritt gab. Zuletzt entschloß er sich, eben doch sein 48 Selbst einem dieser zweirädrigen Fuhrwerke mit seinem zweibeinigen Zugtiere anzuvertrauen. Bald aber wurde es hell und Inseln und Festland gaben dem erstaunten Auge all ihre Reize rückhaltlos preis. Barrikaden feindselig Angriffe […]

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Immerfort an deine Lippen.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Du zogst an deine Lippen aufjauchzend meine Hand - auf deiner stolzen Stirne ein Wort geschrieben stand. In schweren dunklen Zügen ein rätselwirres Wort, - ich seh' vor meinen Augen es leuchten immerfort. Es glüht in meinem Herzen und brennt sich in mein Hirn, es lockt mich in die Hölle das Wort auf deiner Stirn . . . . Er war außer sich. Welche Qual für Felicitas, den bitteren Jammer dieses alten, treuen Freundes mit ansehen zu müssen, ohne daß auch nur eine Andeutung des Geheimnisses über ihre Lippen schlüpfen durfte! So ruhig und besonnen er sich sonst auch in allen Lebenslagen erwiesen, dieser Verdächtigung stand er geradezu fassungslos gegenüber, das junge Mädchen fürchtete mit Recht, er werde in dem unwiderstehlichen Drang, die abscheuliche Beschuldigung abzuschütteln, hastig und unvorsichtig sein, und hier war gerade die äußerste Vorsicht und Beharrlichkeit nöthig, um das Geheimniß der alten Mamsell zu retten. Um 1500 vor Chr.  hat man begonnen, diese Felsgraeber anzulegen. Die damit verbundene Erwartung, dass in diesen ein besserer Schutz vor Grabraeubern gegeben sei, hat sich schon im Altertum als falsch erwiesen. So haben die modernen Entdecker die meisten Graeber schon in geoeffneten bzw. gepluenderten Zustand vorgefunden. Als das Tal der Koenige zu Beginn des letzten Jahrhunderts als ausgebeutet galt, hat nur noch ein Englaender namens Carter die Hoffnung gehabt, dass das vermisste Grab von Pharao Tut-Ankh-Amun irgendwo sein koennte. Nachdem ueber 7 Jahre gesucht wurde, war es 1923 soweit. Der sensationellste Fund in der Geschichte der Archaeologie wurde vollbracht und das einzige unbeschadete und vollstaendig gefuellte Pharaonengrab wurde geoeffnet. Die Schaetze, die daraus hervorgeholt wurden, sind weltbekannt. Tut-Ankh-Amun wurde dadurch zum bekanntesten aller Pharaonen und seine Entdecker zu den gefragtesten Maennern ihrer Zeit. Man erzählte, daß ein würdiger Bürgermeister, der gekommen war, für die Bürger der Stadt eine mit blühenden Phrasen geschmückte Denkschrift zu überreichen, gesehen hatte, wie er in wirklicher Anbetung vor einem großen Gemälde kniete, das man gerade aus Venedig gebracht hatte, und das den Dienst irgendwelcher neuen Götter zu verkünden schien. […]

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Die feinen Lauschlappen - Meiner Mami.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Du warst allein, ich sah durchs Schlüsselloch den kraftlosen Lichtstrahl der späten Glühbirne noch. Was stand ich doch und trat überhaupt nicht ein? Auch brannte nur, und war mir doch, es müßte sein, daß ich noch einmal deine Stirne strich und liebevoll flüsterte: Wie lieb ich dich. Die alte schlechte Angst, dir rundheraus mein Mitgefühl zu beweisen, sie quält mich rund um die Uhr neu. Nun lieg ich durch die lange Nacht und horche in das Schweigen, ob vielleicht ein lichtvolles Denkzentrum bis heute wacht. Die erste große Gedichtsammlung, die Brecht im Exil schrieb, war Lieder Gedichte Chöre. Die berühmte Aussage Adornos lässt im Angesichts dieser Erkenntnis verstehen: Ein Gedicht nach Auschwitz zu schreiben, wäre barbarisch, weil kein Danach existiert, in dem Sinne, dass der Begriff leer ist; und zu versuchen, es aufrechtzuerhalten oder zu reetablieren, wäre moralisch verwerflich, konzeptuell hinfällig, und stünde dem Ausweg einer Zukunft entgegen, die in einer neuen Geschichtsphilosophie wieder definiert werden muss, radikal neu, einziges Mittel, nicht in die Katastrophe zurückzufallen. Zur Stapelware scheint Lyrik derzeit nicht zu taugen, sie fehlt auf Bestsellerlisten, schafft es keineswegs in jede Buchhandlung und muss sich dort oft genug in abgelegenen Regalen verstecken. Ein Gedicht zu schreiben, wäre barbarisch: nach, aber nicht in der Zeit von Auschwitz. Und aktuell, während der Leipziger Buchmesse, kann man sich von dem erstaunlich breiten Angebot an Lyrik-Bänden überzeugen. Eine Poetik des Postumen wie die Celans. Ich schlief aber nicht ein, denn in diesem Augenblick floß durch das Schlüsselloch der Kammertür, aus der Schlafstube der Eltern her, ein dünner, roter Lichtstrom zu mir herein, füllte die Dunkelheit mit einer schwachen zitternden Ahnung von Licht und malte auf die plötzlich matt aufschimmernde Tür des Kleiderkastens einen gelben, zackigen Fleck. Er sprach noch ein wenig mit der Mutter. Sachte hörte ich ihn in Strümpfen herumlaufen, und gleich darauf vernahm ich auch seine gedämpfte tiefe Stimme. Ich wußte, daß jetzt der Vater ins Bett ging. […]

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