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Allah Gott Sei Dank Der Gefangene Folgt

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Durchs wilde Kurdistan - Siebentes Kapitel BC

Ich ging voran, das Ende der Schnur in der Hand haltend, und der Gefangene folgte ohne Zögern. Als die Thür geschlossen war, erhob sich draußen ein tosendes, hundertstimmiges Murmeln: die Menge suchte sich den für sie noch geheimnisvollen Vorgang zu erklären. Drinnen trat uns der Melek entgegen. Als er mich erblickte, stieß er einen Ruf der lebhaftesten Freude aus und streckte mir beide Hände entgegen. Emir, was sehe ich! Du bist wieder zurück? Heil und unverletzt? Und hier ah, Nedschir-Bey! Gefangen! Ja. Kommt herein, und laßt euch erklären! Wir traten in den größten Raum des Erdgeschosses, wo Platz für uns alle war. Hier ließen sie sich erwartungsvoll auf die Matten nieder, während der Rais stehen mußte; seine Leine hatte der Hund zwischen den Zähnen, der bei der geringsten Bewegung des Gefangenen ein drohendes Knurren ausstieß. Wie ich in die Hände des Rais von Schohrd geraten bin, und wie man mich behandelt hat, das hat euch wohl hier Halef ausführlich erzählt? fragte ich. Ja, erklang es im Kreise. So brauche ich es nicht zu wiederholen und O doch, Emir, erzähle es noch einmal selbst! unterbrach mich der Melek. Später. Jetzt haben wir keine Zeit dazu, denn es giebt sehr Notwendiges zu thun. Wie wurdest du frei, und wie ward der Rais selbst dein Gefangener? Auch das sollt ihr später ausführlich hören. Der Rais hat die ganze Gegend aufgestachelt, sich morgen früh auf die Berwari zu werfen. Das wäre das Verderben der Chaldani Nein! ließ sich eine Stimme vernehmen. Streiten wir uns nicht! Es gab nur einen, der hier helfen konnte, nämlich der Ruh 'i kulyan Der Ruh 'i kulyan! erscholl es erstaunt und erschrocken. Ja, und ich ging zu ihm. Wußtest du seine Höhle? fragte der Melek. Ich fand sie und erzählte ihm alles, was geschehen war. Er hörte mir ruhig zu und sagte mir, ich solle Er hat mit dir gesprochen? Du hast seine Stimme gehört? Emir, das ist noch keinem Sterblichen widerfahren, rief einer der vornehmen Chaldäer, die mit uns eingetreten waren. Du bist ein Liebling Gottes, und auf deine Stimme müssen wir hören! Thut es, ihr Männer; das wird zu eurem Heile gereichen! Was sagte der Geist der Höhle? Er sagte, ich solle sofort nach Lizan gehen und den Melek, den Bey von Gumri und den Rais von Schohrd zu ihm bringen. Ein lautes Ah! der Bewunderung ging durch die Versammlung, und ich fuhr fort: Ich eilte herab und begegnete dem Rais. Ich sagte ihm, daß er zu dem Ruh 'i kulyan kommen solle, und da er dem Rufe des Geistes nicht gehorchen wollte, so nahm ich ihn gefangen und brachte ihn hierher. Holt den Bey herbei, damit er es erfährt! Der Melek erhob sich. Emir, du scherzest nicht? fragte er. Diese Sache ist zu ernst zum Scherze! So müssen wir gehorchen. Aber ist es nicht ge fährlich, den Bey mitzunehmen? Wenn er uns entflieht, so sind wir ohne Geisel. Er muß uns versprechen, nicht zu entfliehen, und er wird sein Wort halten. Ich hole ihn. Er ging und brachte nach wenigen Augenblicken den Bey mit sich herein. Als der Herrscher von Gumri mich erblickte, eilte er auf mich zu. Du bist wieder da, Herr! rief er. Alochhem d'Allah Gott sei Dank, der dich mir wiedergegeben hat!

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