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Der wandernde Musikant

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Wald Sonne und Sand

Ring dich an der Wasserentnahmestelle nieder; ring dich am Warnkreuz nieder! Welch ein Wort und wie so wahr. Sag dir´s täglich, stündlich wieder; […] Mehr lesen

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Agnatischer Prote

Nun war noch die Genehmigung zu dem, von den Agnaten des herzoglichen Hauses bezüglich des künftigen fideicommissarischen Domänengutes vereinbarten […] Mehr lesen

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Internet-Magazin Speisen Mit Finger In Den Napf ...

Durchs wilde Kurdistan - Drittes Kapitel AI

Dabei fuhr sie selbstvergessen und in der Gewohnheit holder Sitte mit dem Finger wieder in den Napf und begann von neuem zu rühren. Ihr Anerbieten war ein sehr leutseliges, aber brrrr! Deine Güte ist groß, antwortete ich, aber wir haben leider keine Zeit, sie anzunehmen, da wir jetzt ausgehen müssen. Aber du wünschest doch, daß ich die Speisen für euch bereite, Emir? Du sagtest doch, daß du Tag und Nacht zu arbeiten hättest, um nur den Agha zu bedienen; wir dürfen dich also nicht noch mehr belästigen. Uebrigens steht zu erwarten, daß wir oft zu Tische geladen werden, und wenn dies nicht der Fall ist, so werden wir unser Essen beim Jemegidschi *) holen lassen. Aber das Ehrenmahl darfst du mir doch nicht versagen! Nun wohl, so siede uns einige Eier; etwas anderes dürfen wir heute nicht essen. Das war das einzige, was man füglicherweise aus den Händen der zarten Myrte genießen konnte. Eier? Ja, die sollst du haben, Effendi, antwortete sie geschäftig; aber wenn ihr sie esset, so schonet der Schalen, denn Agha Selim gebraucht sie als Becher, und dieser Unvorsichtige ist so unbedachtsam, sie alle zu zerbrechen. *) Speisewirt. Wir zogen uns für kurze Zeit in unsere Räume zurück, in denen der Agha bald mit den Decken, Teppichen und Pfeifen erschien, die er sich bei den betreffenden Händlern ausgeliehen hatte. Sie waren neu und darum reinlich, so daß wir zufrieden sein konnten. Dann erschien Mersinah mit dem Deckel einer alten Holzschachtel, welcher als Präsentierteller diente. Auf demselben befanden sich die Eier, welche uns zum Ehrenmahle dienen sollten. Daneben lagen einige halb verbrannte Teigfladen und auch der berühmte Butternapf stand dabei, umgeben von einigen Eierschalen, in denen sich schmutziges Salz, grob gestoßener Pfeffer und ein sehr zweifelhafter Kümmel befand. Messer oder Eierlöffel gab es natürlich nicht. Diese lukullische Empfangsgasterei, zu welcher wir die Höflichkeit hatten, auch Mersinah einzuladen, wurde bald und glücklich überwunden. Sie bedankte sich höflichst für die ihr erwiesene, nie geahnte Ehre und ging mit ihrem Alfenidegeschirr in die Küche. Auch der Agha erhob sich. Weißt du, Herr, wohin ich jetzt gehen werde? fragte er. Ich werde es wohl hören. Zum Mutesselim. Er soll erfahren, was du für ein vornehmer Emir bist, und wie dich der Aufseher seines Palastes behandelt hat. Er vollendete sein dienstliches Aeußere dadurch, daß er sich die Reste der zerlassenen Butter, welche er mit Mersinah allein genossen hatte, aus dem Schnurrbart strich, und brach auf. Jetzt waren wir allein. Darf ich reden, Sir? fragte jetzt Lindsay. Ja, Master. Kleider kaufen! Jetzt? Ja. Rotkarrierte? Natürlich! So wollen wir zum Bazar gehen! Aber ich nicht reden! Ihr müßt kaufen, Sir. Hier Geld? Kaufen wir uns nur Kleider? Was noch? Einiges Geschirr, welches wir brauchen und klugerweise dem Agha oder der Haushälterin zum Geschenk machen können. Sodann Tabak, Kaffee und ähnliche Dinge, die sich nicht gut entbehren lassen. Well; bezahle alles! Wir werden uns zunächst Eurer Börse bedienen und sodann miteinander abrechnen. Pshaw! Bezahle alles! Abgemacht! Gehe ich mit? fragte Mohammed. Wie du willst. Nur denke ich, daß du besser thust, dich so wenig wie möglich sehen zu lassen. In Spandareh hat man dich auch als einen Haddedihn erkannt, gar nicht gerechnet, daß du deinem Sohne sehr ähnlich siehst, was mir auch der dortige Dorfälteste versicherte. So bleibe ich zurück! Wir brannten unsere Dschibuks an und gingen. Der Hausflur war mit Rauch erfüllt, und in der Küche hustete die Myrte. Als sie uns bemerkte, kam sie für einen Augenblick hervor. Wo sind unsere Leute? fragte ich sie. Bei den Pferden. Du willst gehen? Wir begeben uns nach dem Bazar, um einiges einzukaufen. Laß dich nicht stören, du Hüterin der Küche. Dort läuft dir das Wasser über. Laß es laufen, Herr. Das Essen wird dennoch fertig! Das Essen? Kochst du es in diesem großen Kessel? Ja. So ist es jedenfalls nicht für dich und Selim Agha? Nein. Ich habe für die Gefangenen zu kochen. Ah! Die sich hier nebenan befinden? Ja.

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Speisen mit finger in den napf by www.7sky.de.

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Der wandernde Musikant 2.

Wenn die Sonne lieblich schiene Wie in Welschland lau und blau, Ging' ich mit der Mandoline Durch die überglänzte Au. In der Nacht dann Liebchen lauschte An dem Fenster süß verwacht, Wünschte mir und ihr, uns beiden, Heimlich eine schöne Nacht. Liebchen sind Müd, müd von all dem schrei ich nach dem Schlaf im Tod Weil ich ja seh: Verdienst geht betteln hier im StaatSeh Nichtigkeit getrimmt auf Frohsinn in der NotUnd reinster Glaube landet elend im VerratUnd Ehre ist ein goldenes Wort, das nichts mehr giltUnd einer Jungfrau Tugend wird verkauft wie? n SchweinUnd weil Vollkommenheit man einen Krüppel schiltUnd weil die Kraft dahinkriecht auf dem HumpelbeinGelehrte Narr? n bestimmen, was als Weisheit giltUnd Kunst seh ich geknebelt von der ObrigkeitUnd simple Wahrheit, die man simpel Einfalt schiltUnd Güte, die in Ketten unterm Stiefel schreitVon all dem müde, wär ich lieber tot, ließ ichIn dieser Welt dabei mein Liebchen nicht im Stich. In meiner Bibliothek hab ich es nicht, aber im Netz kann man vieles finden:Liebchen, DAS 66. Von der Zeit an wurde Franz in Bremen nicht mehr gesehen, und von dem schönsten Augenpaar seiner Vaterstadt vergeblich gesucht. Nach Verlauf einiger Monate, da die Zeit ihren geheimen Unmut in etwas gemildert hatte, und ihr Gemüte ruhiger seine Abwesenheit ertrug, fiel ihr einsmals, als ihr eben die letzte Erscheinung ihres Herzgespiels vorschwebte, die Vorbitte sonderbar auf. Sie nahm sich vor ihm zu erzählen, was in jener Nacht vorgegangen sei, vielleicht ist es ihm doch ein Trost, dachte sie. Ach wie viele heiße Tränen flossen, als Ritter und Knecht abdrückten, und ihr Liebchen gesegneten! […] Mehr lesen >>>


Wald Sonne und Sand

Ring dich an der Wasserentnahmestelle nieder; ring dich am Warnkreuz nieder! Welch ein Wort und wie so wahr. Sag dir´s täglich, stündlich wieder; gemütlich dahinradelnd werde dir darüber klar! Ring dich bei Göhren nieder, um Baabe zu zeigen, daß du deine Psyche der Sonne entgegen kennst. Du kannst dich nur dann erreichen, wenn du von dir selbst dich trennst. Ring dich nieder, bis zerronnen ist dein ganzes Rätsel, ganzes Ich in Baabe; dann hast Alles du gewonnen, was verloren ist für dich. Ring dich nieder; gehe unter in Göhren, bis du gänzlich dir entschwebst; dann geschieht das große Wunder, daß du tausendfältig lebst. Ring dich nieder; ring dich nieder; lös dich auf, und gehe ein; sterbend auferstehst du wieder und wirst ein Verklärter sein! Erkennen wir der Menschheit Seele nicht, so sind wir nichts, als dieser Seele Grab. Drum wünschest du nach dieses, deiner Zeit den Kommenden als lebend dich zu zeigen, so geh zum Ursprung, zur Vergangenheit, um dann belehrt aus ihr emporzusteigen. Dort liegt der Quell, der unaufhaltsam fließt, weil jede, jede Stunde vorwärts geht, und sich als Tugend über den ergießt, der dieser Stunden ernsten Wink versteht. Von dort erklang zuerst das große Wort vom Leben, von gesprengten Todesbanden; von dort erklingt es heut noch fort und fort, und wer es achtet, der ist auferstanden. Dort liegt vergraben, was der Tag einst sagt, der uns das Leben aus dem Leben gibt. Dort liegt vergraben, was dies Leben fragt, wenn man nichts als nur dieses Leben liebt. So gehe hin, und forsche, forsche gern; such nicht das Wort; such den, der es gesprochen; dann leuchtet dir die Herrlichkeit des Herrn, und alle Erdenketten sind zerbrochen. […] Mehr lesen >>>


Agnatischer Protest

Nun war noch die Genehmigung zu dem, von den Agnaten des herzoglichen Hauses bezüglich des künftigen fideicommissarischen Domänengutes vereinbarten Hausgesetze erforderlich. Nachdem am 31. Januar 1853 die Sonderlandtage in Koburg und Gotha abermals zur Berathung des Hausgesetzes, gegen dessen Abänderungen die Agnaten wieder protestirt, zusammengetreten waren, und nun der gothaische Landtag dem von der Regierung eingebrachten Amendement keine Zustimmung gegeben, der koburger dagegen sich nochmals gegen das ganze Gesetz verwahrt hatte, begann am 22. Februar der Gemeinschaftliche Landtag seine Sitzungen darüber, und mit ihm kam bis zum 17. endlich die erwünschte Einigung zu Stande, so daß das Domänengesetz am 14. April, das Hausgesetz am 18. publicirt werden konnte. Der Henker war auch hier nur der Vollstrecker des Gesetzes. Er schraubte, quetschte und dehnte die Glieder seiner Opfer nur auf Befehl des peinlichen Richters. Aber die Menge warf einen tödtlichen Haß auf dieses Werkzeug der Gewalt. Sein Beruf ward für einen unehrlichen erklärt, jede Berührung von seiner Hand verpestete, und wenn er bei öffentlicher Ausübung seines Amtes auch mit schaudernder Bewunderung, mit angstvoller Neugier betrachtet wurde, so spähte doch zugleich emsig der Volkshaufe, ob nicht ein Fehler bei Vollstreckung der Hinrichtung zu entdecken sei, und wehe dem Henker, der nicht vollkommen kunstgerecht die Schnur um des Verurtheilten Hals schlang, oder dessen Hand nicht mit grausiger Fertigkeit das Haupt vom Rumpfe trennte, er war der Volksjustiz ohne Erbarmen verfallen! Da wurden Marmorblöcke langsam und tadellos in Platten und Scheiben zersägt, gewaschen und geschliffen, ein stiller und reinlicher Betrieb, an dem jeder Zuschauer seine Lust haben mußte. Als ich das erste Mal diesen Hof nach einem Neugierbesuch verließ, nahm ich ein kleines, einseitig poliertes Stückchen weißen Marmors in der Tasche mit; das besaß ich jahrelang und hatte es als Briefbeschwerer auf meinem Schreibtisch liegen. Fremdartig, aber hübsch und anziehend war es, mitten in dem engen und gewundenen Tale zwischen Tannen und Buchen und schmalen Wiesenbändern den Sägehof daliegen zu sehen, angefüllt mit großen Marmorblöcken, weißen, bläulichgrauen und buntgeäderten, mit fertigen Platten von jeder Größe, mit Marmorabfällen und feinem glänzendem Marmorstaub. […] Mehr lesen >>>


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