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Frauen Und Jungfrauen Sterbend Niederstuerzten

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Durchs wilde Kurdistan - Sechstes Kapitel BG

Ich habe gehört, daß du ein großer Krieger bist; aber ich glaube, daß du deine besten Siege durch das Licht deines Angesichtes erringst. Ein solches Angesicht liebt man, auch wenn es häßlich ist, und alle, mit denen du zusammentriffst, werden dich lieb gewinnen. Oh, ich habe sehr viele Feinde! Dann sind es böse Menschen. Ich habe dich noch nie gesehen, aber ich habe viel an dich gedacht, und meine Liebe hat dir gehört, noch ehe dich mein Auge erblickte. Wie ist dies möglich? Meine Freundin erzählte mir von dir. Wer ist diese Freundin? Marah Durimeh. Marah Durimeh! rief ich überrascht. Du kennst sie? Ich kenne sie. Wo wohnt sie? Wo ist sie zu finden? Ich weiß es nicht. Aber wenn sie deine Freundin ist, mußt du doch wissen, wo sie sich befindet. Sie ist bald hier, bald dort; sie gleicht dem Vogel, welcher bald auf diesem, bald auf jenem Zweige wohnt. Kommt sie oft zu dir? Sie kommt nicht, wie die Sonne, regelmäßig zur bestimmten Stunde, sondern sie kommt wie der erquickende Regen, bald hier, bald dort, bald spät und bald früh. Wann erwartest du sie wieder? Sie kann noch heute in Lizan sein; sie kann aber auch erst nach Monden kommen. Vielleicht erscheint sie niemals wieder, denn auf ihrem Rücken lasten viel mehr Jahre, als auf dem meinigen. Das klang alles so wunderbar, so geheimnisvoll, und ich mußte unwillkürlich an Ruh 'i Kulian, den Geist der Höhle, denken, von welchem die alte Marah Durimeh in ebenso geheimnisvoller Weise zu mir gesprochen hatte. So hat sie dich besucht, als sie von Amadijah kam? fragte ich. Ja. Sie hat mir von dir erzählt; sie sagte, daß du vielleicht nach Lizan kommen würdest, und bat mich, für dich zu sorgen, als ob du mein eigner Sohn seist. Willst du mir dies erlauben? Gern; nur mußt du auch meine Gefährten mit in deine Fürsorge einschließen. Ich werde thun, was in meinen Kräften steht. Ich bin die Mutter des Melek, und sein Ohr hört gern auf meine Stimme; aber es ist einer unter euch, dem meine Fürbitte nicht viel helfen wird. Wen meinst du? Den Bey von Gumri. Welcher ist es? Der Mann dort auf der vierten Matte. Er hört und versteht ein jedes deiner Worte; die andern aber reden nicht die Sprache deines Landes. Er mag hören und verstehen, was ich sage, antwortete sie. Hast du gehört von dem, was unser Land gelitten hat? Man hat mir vieles erzählt. Hast du gehört von Beder-Khan-Bey, von ZeinelBey, von Nur-Ullah-Bey und von Abd-el-Summit-Bey, den vier Mördern der Christen? Sie fielen von allen Seiten über uns her, diese kurdischen Ungeheuer. Sie zerstörten unsere Häuser, verbrannten unsere Gärten, vernichteten unsere Ernten, entweihten unsere Gotteshäuser, mordeten unsere Männer und Jünglinge, zerfleischten unsere Knaben und Mädchen und hetzten unsere Frauen und Jungfrauen, bis sie sterbend niederstürzten, noch in den letzten Atemzügen von den Ungeheuern bedroht.

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Reise News + Infos

Höllengeister.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Und wär' es so, mein Faustus, und käm' Euch solches Glück, Nicht wahr, Ihr kehrtet wieder zum rechten Pfad zurück? Ihr liesset ab vom Bösen, vom Zauberwerk und Trug? Liesst von den Höllengeistern - und diesen ihren Fluch? O Faustus, dem als Jüngling ein Gott das Herz durchflammt, Ihr habt in Euch ertödtet, was doch vom Himmel stammt! Den Engel weggetrieben, der treulich Euch geführt, Und denen Euch verschrieben, die nie ein Jammer rührt! Reisende, die sich Auerbachs Keller Leipzig angesehen haben, interessierten sich auch für: Als Paul und Manne am nächsten Tag zu einer Reise in die Schweiz aufbrechen, leitet dies den endgültigen kritischen Wendepunkt seiner Geschichte ein. Doch dort, angesichts der kalten Glieder und halbgeöffneten gläsernen Augen der Toten, erfährt er nur seine eigene Ohnmacht, was ihn zu wilden Gotteslästerungen treibt und vorübergehend zum Atheisten werden lässt: Lenz musste laut lachen, und mit dem Lachen griff der Atheismus in ihn und fasste ihn ganz sicher und ruhig und fest. Radulf wird durch ein übernatürliches Mittel in den Schlaf gewiegt, in dessen Traum er sein Leben fortsetzt. Caspar nahm den Krug, setzte ihn an die Lippen und trank. Fortunat tritt zwar ganz natürlicherweise in die Dienste eines Herzogs, der durch Famagosta reist, aber erhält bald darauf den Zauberbeutel und Zauberhut, die ihn zu übernatürlichen Dingen befähigen. Sie sah von weitem dunkelbraun und fast schwarz aus. Am besten geeignet sind Kleider, die bis zur Wade reichen. Fortunat, nachdem er seine Zauberschätze verloren, kehrt freiwillig, von seinem Pagen begleitet, in welchem er etwas unwahrscheinlicherweise sein ihm folgendes Mädchen nicht erkannt hat, nach Famagosta zurück und ist froh, im Vaterhause zu sein. Als Dorothy zu Hause ankam, erwachte sie in ihrem Bett. Die Sturmfock hätte ich mir also sparen können, aber wer weiß? Beide lieben bereits, und beiden genügt diese Liebe nicht, füllt die Leere in ihrer Seele nicht aus. In jedem Stücke tritt ein sehr junger Mensch auf, dem es ungestüm in der Brust knocht, den die Mauern seines Vaterhauses beengen, der sich hinaussehnt ins Leben, in die weite Welt, um zu wirken, zu schaffen, auch wohl zu zerstören. […]

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Das Rechte und Schlechte.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Mit frechen Feinden kriegen lassen, Und sie nur stets besiegen, Das wär schon recht! Doch ohn ein Schwert zu ziehen, Nur immer, immer fliehen, Ei, das ist schlecht! Mit immer tapfern Kämpfen, Des Feindes Rachgier dämpfen, Das wär schon recht! Mit Planen, die nichts taugen, Das Land nur auszusaugen, Ei, das ist schlecht! Aber das Blatt wendet sich, die stolzen Hoffnungen zerrinnen, die Jünglinge er kennen deren Trug und Nichtigkeit; Rustan erwacht körperlich aus dem Traum, der bisher ihm sein Leben vorspiegelte, und findet sich mit Vergnügen in der väterlichen Hütte, an der Seite seines Mädchens wieder. Sie hatte das Gefühl, er selbst sei in eine Flamme verwandelt. So bin ich jedenfalls gewappnet, notfalls auch zum Beidrehen. Die grauen Schieferkreuze sinken mit jedem Jahr hinab, hinab. Aber das passt auch in anderer Beziehung recht gut. Jetzt schauen sie sich nach den sieben Kinderleichen um. Beide Jünglinge kommen an Höfe großer Herren, beide werden Kriegshelden, beide dürfen um Fürstentöchter werben. Am besten mit den in diesem Beitrag angebenden Schritten. Man spricht nämlich von einfacher Brut (Generation) eines Insektes, wenn es in Jahresfrist seine Verwandlungsstufen nur einmal durchlebt, von zwei, drei Bruten, wenn dies in derselben Zeit öfters geschieht, und unterscheidet, wenn es sich um deren zwei handelt, zwischen Sommer- und Winterbrut. Die Sommerbrut des großen Kohlweißlinges, um ein Beispiel anzuführen, beginnt mit dem April oder Mai, zu welcher Zeit die Eier gelegt werden. Der Prater ist eine öffentliche Parkanlage, die zum größten Teil durch Auenlandschaften geprägt wird. Ein Städtetrip nach Wien ist ohne den Besuch von Schloss Schönbrunn mit integriertem Tierpark, von Schloss Belvedere und natürlich dem Prater nicht vollständig. Fiaker sind aus dem Wiener Stadtbild nicht wegzudenken und Rundfahrten zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt sind sehr beliebt. Mehr als einen Hauch majestätischen Glanzes spürt man auf der Hofburg, wo auch die Spanische Hofreitschule untergebracht ist. Weithin sichtbares Wahrzeichen der Stadt ist der Stephansdom, dessen mittelalterliche Pracht seinesgleichen sucht. Bei Singlereisen nach Wien steht ein Bummel durch das Zentrum der Stadt mit seinen prachtvollen Sehenswürdigkeiten ganz oben auf der Prioritätenliste. Staatsoper, Burgtheater und Rathaus sind weitere Ziele, die auf dem Besichtigungsprogramm nicht fehlen dürfen. […]

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Verrottetes Felsgestein, bleicher Schädel.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Sofern anschließend der aufgewirbelte Staub Sich senkt auf wüsten Schutt, Kommt das Unkraut Mit tastender Wurzel Geschlichen und wühlt sich In verrottetes Gestein; unvollkommen verscharrt doch im Schutt, Lugt zum garstigen Himmel empor Mit leeren Augenhöhlen Ein blässlicher Totenkopf - Dein blässlicher Kopf! Dein wertvoll Denkapparat! Alle standen ängstlich auf, Berengar erhob den Stock, das Tier machte einige Sätze, blieb aber auf einmal stehen, schnupperte, trabte auf Caspar zu, der bleich und stille saß, wedelte mit dem Schweif und leckte die herabhängende Hand des Jünglings. Ein bissiger Hund hatte seine Kette zerrissen und raste, Schaum vor dem Maul, in wilden Sprüngen umher, überrannte ein Kind, schlug einem Knecht, der ihn verfolgte, die Zähne ins Fleisch und stürzte gegen den Zaun des Daumerschen Gartens. Wolle Gott, daß ich sie nie gesehen hätte oder daß ich, nachdem ich sie sah, gestorben wäre! Sein Auge war ohne Stetigkeit und sein Mund eigentümlich gramvoll verzogen. Auf den Zehen schlich ich nach kurzer Zeit, da die Nachbarin mahnte, wieder hinaus. Eines andern Tages erhob sich im Nachbargarten großer Lärm. Den Meister aber sehen sie tot an einem Balken hängen. So, so? man hört gerne Geschichten von interessanten, geheimnisvollen Leuten? Mit einem lodernden ungewissen Blick sah es ihn an, voll Ergebenheit fast, eine Zärtlichkeit erwartend, und es war, als erbitte es Verzeihung. Der erste, der sich an Hickel wandte, war der junge Doktor Lang. Es fiel mir auf, daß das herrliche Geschöpf tastend in den Raum trat. Wie das Mädchen selbst, soll auch die Rose beschaffen sein, die von seiner Hand gebrochen wird. Eine Latte krachte unter dem Anprall, das Tier schlüpfte herüber und richtete die blutunterlaufenen Augen wild auf die kleine Gesellschaft, die unter der Linde saß: Daumer selbst, dessen Mutter, der Bürgermeister Binder und Caspar. Denselben ungewissen und ergebenen Ausdruck hatte auch Caspar im Auge; ihn jammerte der Hund, er wußte nicht warum. Doch wurde er bleich und schmal dabei und fing an, herumzuschleichen, wie ein Schatten an der Wand, aber immer mit lachendem Munde. Verrottet Fels Gestein bleich Schädel […]

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Die Marktkapelle.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Aber dorten, siehe! siehe! Dorten aus der Marktkapelle, Im Gewimmel und Gewoge, Strömt des Volkes bunte Menge. Blanke Ritter, schmucke Frauen, Hofgesinde, festlich blinkend, Und die hellen Glocken läuten, Und die Orgel rauscht dazwischen. Er verliert sich in dem Gewimmel der Fabelthiere, der phantastischen Ungeheuer der Erde. Don Fernando stralt wien König In dem güldnen Purpurmantel; Clara wie die junge Rose, Blüht im weißen Brautgewande. Ritterspiel und frohe Tafel Wechseln unter lautem Jubel; Rauschend schnell entfliehn die Stunden Bis die Nacht herabgesunken. Denn derweil der Tanz begonnen War sie nicht vom Sitz gewichen, Und sie sitzt noch bei dem Bräutgam; Und der Ritter sorgsam bittet: Sprich, was bleichen deine Wangen? Mit durchbohrend stieren Augen Schaut Ramiro auf die Holde, Sie umschlingend spricht er düster: Sprachest ja ich sollte kommen! Deine Worte treffen bitter, Bittrer als der Spruch der Sterne, Die da spotten meines Willens. Dumpfig und wie Bienensummen Klingt der Glocken Festgeläute, Lieblich steigen Betgesänge Aus den frommen Gotteshäusern. Prachtgebäude und Paläste Schimmern hell im Glanz der Sonne; Und der Kirchen hohe Kuppeln Leuchten stattlich wie vergoldet. Aber seine Zähne klappern, er ist krank, er hat weder Brod noch Wasser mehr in seiner Hütte, und die Hallucinationen fangen von neuem an. Ueberwinde nun dich selber, Komm auf meine Hnochzeit, Lieber. Immer schnarret hohl die Antwort: Sprachest ja ich sollte kommen! Er befindet sich an einer Küste unter den Bewohnern und Pflanzen des Meeres und des Landes; er kann Pflanzen und Thiere nicht mehr unterscheiden; die Schlingpflanzen winden sich wie Schlangen; er verwechselt die Welt der Pflanzen und der Steine mit der Menschenwelt; die Kürbisse sehen wie Busen aus; der babylonische Baum Dedaim trägt menschliche Köpfe als Früchte; Kieselsteine sehen Gehirnschalen ähnlich, Diamanten glänzen wie Augen. Zwei Stunden später am Abend hatte ich mich, nach langem sorglosem Schlendern, in einem Gewimmel schmaler, finsterer Waldwege verlaufen und suchte, je dunkler und kühler es wurde, desto ungeduldiger nach einem Ausgang. Und Ramiro? schaudert Clara, Und Entsetzen lähmt die Zunge. […]

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Residenzschloß Koburg.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Trotz seiner Sparsamkeit wußte Herzog Ernst schöne Bauwerke und Anlagen zu schaffen; in Koburg baute er ein Residenzschloß und die Rosenau, verschönerte die alte Feste Koburg mit ihren Umgebungen, ließ das alte Schloß Kahlenberg umbauen, so wie bei Gotha das Lustschloß Reinhardsbrunn, in Gotha und Koburg neue Theater. 1837 zeigten sich bedeutende Münzdifferenzen; Koburg hatte nämlich früher Scheidemünzen, wie auch die anderer Staaten, von geringerem effectiven Werth, als der Nominalwerth war, in großer Menge geprägt, welche es jetzt plötzlich und auf kurze Frist verrief; dies erzeugte laute Unzufriedenheit, und nach ernstem Widerspruch der benachbarten Staaten wurde die Frist der Zurücknahme verlängert. Mich geradeaus durch den Laubwald zu schlagen ging nicht an, der Wald war dicht und der Boden stellenweise sumpfig, auch wurde es allmählich stockfinster. Doch mit tiefen, ernsten Falten Furcht sich jetzt des Bräutgams Stirne: Herrin, forsch nicht blutge Kunde, Heute Mittag starb Ramiro. Seufzend stand Ramiro unten, Stand noch lange wie versteinert; Endlich schwand er fort im Dunkeln. Tausend Augen schaun nach ihnen, Tausend frohe Stimmen rufen: Heil Kastiliens Mädchensonne! Und im Saal die Kerzen blinzeln Durch das flutende Gedränge; Und die lauten Pauken wirbeln, Und es schmettern die Trommeten. Und ins wilde Tanzgetümmel Drängen sich die beiden Tänzer; Und die lauten Pauken wirbeln, Und es schmettern die Trommeten. Endlich auch nach langem Ringen, Muß die Nacht dem Tage weichen; Wie ein bunter Blumengarten Liegt Toledo ausgebreitet. Freu dich, morgen Wird Fernando, am Altare, Dich als Ehgemahl begrüßen. Doch es nähert sich der Schatten, Und es war ein Mann im Mantel; Und Ramiro schnell erkennend, Grüßt ihn Clara, gluthbefangen. Und die lauten Pauken wirbeln, Und es schmettern die Trommeten. Wie wilder Vögel Gewimmel Verschieben sich Berge und Himmel, Die Wolken die Berge vertrieben. Heißgeliebte langer Jahre, Hast beschlossen mein Verderben, Hast beschlossen ohn Erbarmen. Und zum Tanze sich versammeln Dort im Saal die Hnochzeitgäste; Alle funkeln buntbeleuchtet Von dem Lichterheer der Kerzen. Und der Boden raucht und glühet, Lustig fiedelen die Geiger; Wie ein tolles Zauberweben Schwindelt alles im Gekreisel. […]

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Er wird dennoch bei mir bleiben, denn .

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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ich gebe dir mein Wort, daß er nicht entfliehen wird. Und dieses Wort ist sicherer als die Mauern, zwischen denen du ihn einschließen willst. Du bürgst für ihn? Mit meinem Leben! Nun wohl, so geschehe, wie du willst. Aber ich sage dir, daß ich dein Leben wirklich von dir fordern werde, wenn er sich entfernt! Ich werde dir Matten schicken zum Lager, Holz zum Feuer und Speise und Trank für dich und die andern. Suche dir eine Stelle, welche dir passend erscheint! Unweit des Gebäudes gab es einen weichen Rasen, auf welchen wir uns niederließen. Die Pferde wurden nach Art der Indianer angehobbelt, so daß sie zwar grasen, sich aber nicht weit entfernen konnten, und wir machten uns ein mächtiges Feuer, um welches wir auf den uns zur Verfügung gestellten Matten einen Kreis schlossen. Bald erhielten wir auch ein soeben erst geschlachtetes Schaf mit der Weisung, es uns selbst zu braten. Dies geschah, indem wir es an einen starken Ast befestigten, den wir als Bratspieß nun durch einen Fehltritt dich selber zum Tode verurteilst. Wie viele gute Leute hat wohl Kaiser Maximilian sein Leben lang in Kriegen verloren? Was kann der fürchten, der nichts mehr zu verlieren hat, als das, was kein Sterblicher ihm rauben kann? Mit ihrem Kinde und einer Magd sperrte er sie in ein Schlafzimmer ein: jeder Verkehr mit andern Menschen war der Unglücklichen abgeschnitten. Wenn er sie aber auf tyrannische Weise umgebracht hatte, wäre freilich nichts Grausameres je gehört worden. Noch waren keine zehn Tage seit dem Tode des Kindes verflossen, da drang er, wütend vor Zorn, in ihr Zimmer ein und brüllte: Du weisst, Ehebrecherin, welche unverdienten Brandmale du mir aufgedrückt hast! Die letztgenannten Gegenstände pflegte man sorgfältig in den Stiefeln zu verstecken. Ein kranker Arrestant pflegte möglichst viel Geld und Brot mitzunehmen, da er am ersten Tage im Hospital noch keine Ration zu erwarten hatte; ferner ein winziges Pfeifchen, einen Tabaksbeutel und einen Feuerstein nebst Stahl. Ich glaube wohl, dass du gern Frieden und gute Tage hättest. Wohlan, dennoch ist er aber die Ursache dafür, dass sie umgekommen sind, denn um seinetwillen sind sie erschlagen worden. Auf dem riesengroßen Hofe befanden sich die Wirtschaftsgebäude, Häuser für das ärztliche Personal und sonstige notwendige Baulichkeiten. […]

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Wegweiser.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Jetzt mußt du rechts dich schlagen, Schleich dort und lausche hier, Dann schnell drauflos im Jagen – So wird noch was aus dir. Dank! doch durchs Weltgewimmel, Sagt mir, ihr weisen Herrn, Wo geht der Weg zum Himmel? Das eine wüßt ich gern. Quelle: Joseph Freiherr von Eichendorff. Wanderlieder Gedichte 1841 www.zeno.org Blanke Ritter, schmucke Frauen, Hofgesinde festlich blinkend, Und die hellen Glocken läuten, Und die Orgel rauscht dazwischen. Wolken haben die Berge begraben, Frühlingswolken, die donnernd traben. Und der Tanz hat schon begonnen, Munter drehen sich die Tänzer; Und der Boden dröhnt und zittert Von dem rauschenden Getöse. Und im Saale braust es dumpfig, Wie ein Meer von Sturm beweget! Aber unten ist es grausig, In dem dunkeln, kalten Grabe. Doch mit Ehrfurcht ausgewichen Schreitet stolz das junge Ehpaar; Donna Clara schwarz verschleiert, Don Fernando, waffenglänzend. Rüttle ab den dumpfen Trübsinn; Mädchen giebt es viel auf Erden, Aber uns hat Gott geschieden. Siehst du denn nicht, Don Fernando, Dort den Mann im schwarzen Mantel? Donnerfüße die Äcker wachtreten, Wolkenhände die Erdklumpen kneten, Als sitzen die Frühlingsgötter auf jedem Dach Und bilden sich Menschen ihrem Herzen nach. Die Königin bewillkommte ihre neue Freundin und stieg mit ihren und den übrigen Gespielinnen in den Altar hinab, indes der König in der Mitte der beiden Männer nach der Brücke hinsah und aufmerksam das Gewimmel des Volks betrachtete. Endlich weicht der Nebelschlummer, Endlich schlägt sie auf die Wimper; Aber Staunen will aufs neue Ihre holden Augen schließen. Clara starret, Tod im Antlitz, Kaltumflirret, nachtumwoben; Ohnmacht hat das lichte Bildniß In ihr dunkles Reich gezogen. Doch warum, o schöne Herrin, Sind gerichtet deine Blicke Dorthin nach der Saalesecke? Bis an Bräutigams Palastthor Wälzet sich das Volksgewühle; Dort beginnt die Hnochzeitfeier, Prunkhaft und nach alter Sitte. Wahrlich gerne, Don Ramiro, Will ich dir zum Tanze folgen, Doch im nächtlich schwarzen Mantel Hättest du nicht kommen sollen. Und der Ritter lächelt freundlich: Ach! das ist ja nur ein Schatten. Clara riefs mit fester Stimme, Und dies Wort war kaum entfahren, Und verschwunden war Ramiro. Auf erhobne Ehrensitze Rings von Dienerschaft umwoget, Ließen sich die beiden nieder, Und sie tauschten süße Worte. Will mit dir den Reihen tanzen; Gute Nacht, ich komme morgen. […]

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Das mitleidige Mädel.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Hielt mein Einfühlungsvermögen ich auf der Pranke, stürmt ein Sturm her über das Festland, fern war es. Kam ein Mütterchen. Mit Verlaub, besitzt Ihr meine Einfühlungsgabe? Die frisch Vermählte war eiskalt, nickte trotzdem. Kam jener Jäger, brummte was, so ein Einfühlungsvermögen, was schert mich jenes, frag fort. Fragt soweit es mich betrifft die Wege hinauf noch dazu ab, gar nicht das Meine Verständnis mir von Neuem gab, verloren war es. Kam zuletzt des Hufschmieds Nachwuchs. Maid, sahst du kein Verständnis im Sturm? lächelte jene leis: hat es selbst dieser Sturm nicht und niemals, hast du gleichwohl keins, dauerst mich, Lauser; deshalb, nimm meins. Nur halts abgeschlossen. Er verschmähe den unwürdigen Ausweg, den Gehalt des Ideals zu verschlechtern, um es der menschlichen Bedürftigkeit anzupassen, und den Geist auszuschließen, um mit dem Herzen ein leichteres Spiel zu haben. Er führe uns nicht rückwärts in unsre Kindheit, um uns mit den kostbarsten Erwerbungen des Verstandes eine Ruhe erkaufen zu lassen, die nicht länger dauern kann als der Schlaf unsrer Geisteskräfte; sondern führe uns vorwärts zu unsrer Mündigkeit, um uns die höhere Harmonie zu empfinden zu geben, die den Kämpfer belohnet, die den Überwinder beglückt. Er mache sich die Aufgabe einer Idylle, welche jene Hirtenunschuld auch in Subjekten der Kultur und unter allen Bedingungen des rüstigsten feurigsten Lebens, des ausgebreitetsten Denkens, der raffiniertesten Kunst, der höchsten gesellschaftlichen Verfeinerung ausführt, welche, mit einem Wort, den Menschen, der nun einmal nicht mehr nach Arkadien zurückkann, bis nach Elysium führt. Drei Mal im Laufe der Geschichte ist es dem schwedischen Volke gelungen, das Classische und das Volksthümliche in seiner Poesie zu verschmelzen. Das erste Mal geschah es, als Bellman unter Gustav III. seine Typen aus dem Volks- und Wirthshausleben Stockholms griff und die Lieder mit mimischer Meisterschaft zur Zither sang. Zum zweiten Male, als Tegnér, fünfzig Jahre später, zum Heldenleben des alten Nordens zurückkehrte, den Stoff zu einem Romanzencyclus in einer alten Sage fand, und Schweden ein Bild von Vikingsleben und Vikingsliebe im Norden gab, wie sich die Zeitgenossen dies vorstellten. […]

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