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Fragt Einmal Den Schlingel Was Sich Oben Zugetragen Hat

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Durchs wilde Kurdistan - Fünftes Kapitel AK

Der Hund blieb oben, und wir stiegen hinab, wo die andern meiner warteten. Ich erzählte ihnen nun, was sich oben zugetragen hatte. Der Engländer betrachtete sich den Gefangenen, welcher höchstens im Anfang der zwanziger Jahre stehen konnte, und sagte dann: Master, dieser Kerl sieht sehr ähnlich! Dem Alten! Yes! Jetzt fand ich dies auch; vorher hatte ich es nicht bemerkt. *) O Gott! Wahrhaftig! Sollte es sein Sohn sein? Sicher! Sehr sicher! Fragt ihn einmal, den Schlingel! Verhielt es sich so, dann war allerdings die Sorge des Nezanum um diesen Menschen sehr begründet; aber dann lag auch ein ganz außerordentlicher Bruch der Gastfreundschaft vor. Wer bist du? fragte ich den Gefangenen. Ein Kurde, antwortete er. Aus welchem Ort? Aus Mia. Du lügst! Herr, ich sage die Wahrheit! Du bist aus diesem Dorfe! Er zögerte nur einen Augenblick, aber es war genug, um mir zu verraten, daß ich recht hatte. Ich bin aus Mia! wiederholte er. Was thust du hier so weit von deiner Heimat? Ich bin als Bote des Nezanum von Mia hier. Ich glaube, du kennst den Nezanum von Mia nicht so gut wie den hiesigen; denn du bist der Sohn des letzteren! Jetzt erschrak er förmlich, obgleich er sich Mühe gab, dies nicht merken zu lassen. Wer hat dir diese Lüge gesagt? fragte er. Ich lasse mich nicht belügen weder von dir noch von anderen. Ich werde bereits in der Frühe wissen, wer du bist, und dann giebt es keine Gnade, falls du mich betrogen hast! Er blickte verlegen vor sich nieder. Ich mußte ihm zu Hilfe kommen: Wie du dich verhältst, so wirst du behandelt. Bist du aufrichtig, so will ich dir verzeihen, weil du zu jung warst, um dir alles vorher zu überlegen. Verharrst du aber in deiner Verstocktheit, so giebt es keine andere Gesellschaft für dich, als meinen Hund! Chodih, du wirst es doch erfahren, antwortete er nun. Ja, ich bin der Sohn des Nezanum. Was suchtet ihr in diesem Hause? fuhr ich in dem Verhöre fort. Die Pferde! Wie wolltet ihr sie fortbringen? Wir hätten euch eingeriegelt und die beiden Thüren geöffnet; dann waren die Pferde unser. Dieses Geständnis war gar nicht genug beschämend für ihn, denn bei den Kurden gilt der Pferdediebstahl ebenso wie der offene räuberische Ueberfall für eine ritterliche That. Wer ist der Tote, welcher oben liegt? Der Besitzer dieses Hauses. Sehr klug! Er mußte vorangehen, weil er die Schliche am besten kannte. Aber warum bist grad du ihm gefolgt? Es waren doch noch andere und stärkere Männer vorhanden! Der Hengst, welchen du rittest, Chodih, sollte meinem Vater gehören, und ich mußte dafür sorgen, daß kein anderer ihn beim Zügel ergriff; denn wer ein Pferd zuerst ergreift, hat das Recht darauf. Also dein Vater hat selbst den Diebstahl anbefohlen? Dein Vater, welcher mir die Gastfreundschaft zusagte! Er hat sie dir zugesagt, aber ihr seid dennoch nicht unsere Gäste. Warum nicht? fragte ich verwundert. Ihr wohnt allein in diesem Hause. Wo habt ihr den Wirt, dessen Gast ihr seid? Hättet ihr verlangt, daß der Besitzer dieser Wohnung in derselben bleiben solle, so wäret ihr unsere Gäste gewesen. Hier bekam ich eine Lehre, welche mir später nützlich sein konnte. Aber dein Vater hat mir ja Sicherheit versprochen und gelobt! Er braucht sein Versprechen nicht zu halten, da ihr nicht unsere Gäste seid. Mein Hund hat den Wirt getötet. Ist dies bei euch ein Grund zur Blutrache? Er bejahte es, und ich examinierte weiter: Wer ist der Rächer? Der Tote hat einen Sohn hier. Ich bin mit dir zufrieden. Du kannst nach Hause gehen! Chodih, rief er freudig erstaunt, ist dies dein Ernst? Ja. Ich habe dir gesagt, daß du behandelt werden sollst ganz so, wie du dich verhältst. Du bist aufrichtig gewesen, und so sollst du deine Freiheit haben. Sage deinem Vater, daß die Tschermaki sehr friedliche Leute sind, die zwar keinem Menschen nach dem Leben trachten, aber sich auch, wenn man sie beleidigt oder gar angreift, gehörig zu verteidigen wissen. Daß der Wirt gestorben ist, das thut mir leid; aber er selbst trägt die Schuld daran, und ich werde den Rächer seines Blutes nicht fürchten. Du könntest ihm ja den Preis bezahlen. Ich will mit ihm reden. Ich bezahle nichts. Hätte der Mann uns nicht berauben wollen, so wäre ihm nichts Uebles geschehen. Aber Herr, man wird euch töten, einen wie den andern, sobald der Tag anbricht! Obschon ich dir die Freiheit und das Leben geschenkt habe? Ja, dennoch! Du bist gut gegen mich, und darum will ich dich warnen.

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Reise News + Infos

Friedensverhandlung und Waffenstillstandsbedingungen.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Am 5. Mai wurde schon in der Frühe von den Aufständischen das Feuer gegen das königliche Schloß wieder eröffnet. Um 10 Uhr Vormittags begannen die Truppen den Angriff gegen die Altstadt, da die Waffenstillstandsbedingungen längst von den Aufständischen gebrochen waren, doch gelang es ihnen nicht im Laufe des 5. Mai erhebliche Fortschritte zu machen. Am Abend rückte das erste Bataillon der preußischen Hülfstruppen ein. Am Morgen des 6. Mai setzten die Aufständischen das alte Opernhaus in Brand, welcher sich auch einem Theile der Zwingergebäude mittheilte und die kostbaren Naturaliensammlungen vernichtete. Hierauf erneuerte sich der Kampf mit Wuth. Die Truppen beschossen mit Geschütz und Kleingewehrfeuer die Barrikaden, in denen sich jedoch die Aufständischen mit der größten Hartnäckigkeit behaupteten, so daß die Positionen meist dieselben blieben. […]

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Kein Glück der Liebe.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Kein Glück! So hat die Alte mir mit fahlem Lächeln prophezeit, wer in der Liebe Spuren geht, des Weggenoß heißt Herzeleid. Kein Glück! Ich ging durch Klamm und Klust stieg gipfelauf in Mittagglast und trank der Sonne rotes Blut und mit mir trank der bleiche Gast. Ihre Gesichter waren eingefallen vom Nahrungsmangel, und ihre dünnen Hände bebten und zitterten. Jedes Kind bekommt eine halbe Schale und drückt etwas Knete hinein. Er glaubte, er stände in einer langen, niedrigen Dachstube inmitten des Schwirrens und Rasselns vieler Webstühle. Die deutschen Besitztümer in Übersee waren ein Kolonialreich mit beschränkter Haftung, wie Reichskanzler Otto von Bismarck es richtig nannte. Jedes Kind schreibt seinen Namen auf ein Segel und klebt es am Mast fest. Einige abgehärmte Frauen saßen an einem Tisch und nähten. Sie ahnte ja nicht, daß sie sich dem Teufel übergeben hatte, als sie in das schimmernde Schiffchen stieg, das er ihr darbot. Die Luft war verdorben und drückend, und die Wände tropften und strömten von Feuchtigkeit. In jede Nussschalenhälfte wird ein Zahnstocher als Segelmast gesteckt. Die Besatzer bauten ein paar hundert Kilometer Eisenbahnen, ließen auch ein paar Schiffchen auf dem Victoria- und dem Tanganjikasee schwimmen. Auch heute noch befindet sich auf vielen Handelsschiffen ein Bildnis des heiligen Nikolaus. Doch das konnte man nicht Erschließung oder Kolonisierung nennen. Vor Einrichtung von fließendem Wasser standen in den Küchen Wassereimer oder -kannen, in der Regel aus innen mit Ölfarbe angestrichenem Blech oder auch aus Holz. Ihre Gesichter waren eingefallen vom Nahrungsmangel, und ihre dünnen Hände bebten und zitterten. Weil nur ich Spanisch spreche, bin ich ständig am Übersetzen und kann schließlich vor Erschöpfung gar nicht mehr reden, weder in Spanisch noch in Deutsch. Oder, um mich noch einfacher über mein Thema zu erklären, es gibt einen Grad von Schlaflosigkeit, von Wiederkäuen, von historischem Sinne, bei dem das Lebendige zu Schaden kommt und zuletzt zugrunde geht, sei es nun ein Mensch oder ein Volk oder eine Kultur. […]

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Was ist dasjenige für ein Bild, .

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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von dem du redest? Es ist der hohe Ständer, an welchem dies Bildnis jener angebeteten Lebensspenderin Gottes befestigt ist. dies überraschte mich, denn ich meinerseits wußte, daß die Chaldani beibringen, diese riesige Maria sei keinesfalls die Mutter Gottes, statt dessen hingegen die Mam eines Menschen Erlöser. Der geheimnisvolle Ruh 'i kulyan schien sonach ein guter Katholik zu sein. Wie lange eigentlich hängt dasjenige Foto? fragte ich meinerseits. Ich weiß es keineswegs; es hängt allerdings länger wie ich lebe. Und hat bislang kein Kurde oder Chaldani gesagt, daß es weiter müsse? auf gar keinen Fall, da ja dann würde der Ruh 'i kulyan für immer abhanden gekommen werden. obendrein dieses wünscht kein Aas? keiner, Herr. dieser Geist thut Wohltätigkeit über Benefiz in jener ganzen Gegend. Er beglückt die Armen weiterhin beratet jene Reichen; er beschützt die Schwachen außerdem bedroht die Mächtigen; jener Gute hofft auf ihn, und jener Böse zittert vor ihm. Wenn ich für meinen Teil den Papa bitte, dich ungebunden zu zuwenden, auf diese Weise verlacht er mich; sofern es ihm aber dieser Geist gebietet, auf diese Weise […]

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Harbert, dem seine unbestimmten Ahnungen .

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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keine Ruhe ließen, äußerte mehrmals die Absicht, Nab entgegen zu gehen; Pencroff überredete ihn aber, daß dieser Weg unnütz sein werde, da er bei diesem traurigen Wetter und der herrschenden Dunkelheit Nab's Spur unmöglich finden könne, und daß es besser sei, hier in Geduld zu warten. Kam Nab auch am nächsten Tage nicht wieder, so würde er nicht zögern, sich Harbert zur Aufsuchung des Negers anzuschließen. Gedeon Spilett bestätigte die Ansicht des Seemanns deshalb, weil man sich nicht theilen solle, und Harbert mußte auf sein Vorhaben verzichten; aber zwei große Thränen drängten sich doch aus seinen Augen. […]

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Das Mädchen mochte neunzehn Jahre zählen, war .

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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hoch gebaut und von so kräftigen Körperformen, daß sie ohne Bedenken die Frau eines Flügelmannes aus der alten, preußischen Riesengarde hätte werden können. Dennoch war das Gesicht ein mädchenhaft weiches und hatte jetzt, dem Fremden gegenüber, sogar einen sehr bemerkbaren Anflug von Schüchternheit. Sallam, Emir! grüßte sie mit fast leiser Stimme. Sallam! antwortete ich. Du bist Ingdscha, die Tochter des Rais von Schohrd? Ja, Herr. Verzeihe, daß ich mich nicht erhebe, um dich zu begrüßen. Ich bin an diesen Pfahl gebunden. Ich denke, Madana hat dich einstweilen frei gemacht? Nur die Hände. Warum nicht auch das übrige? Sie bog sich sofort zu mir nieder, um mir die Stricke zu lösen, ich aber wehrte ab: Ich danke dir, du Gute! Aber ich bitte dich dennoch, es nicht zu thun, da wir zu lange Zeit brauchen, um mich wieder zu binden, wenn jemand kommt. Madana hat mir alles erzählt, erwiderte sie. Herr, ich werde nicht leiden, daß […]

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Er hat verloren seinen Schatz.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Der arme Peter wankt vorbei, Gar langsam, leichenblaß und scheu. Es bleiben fast, wenn sie ihn sehn, Die Leute auf der Straße stehn. Die Mädchen flüstern sich ins Ohr: Der stieg wohl aus dem Grab hervor. Ach nein, ihr lieben Jungfräulein, Der legt sich erst ins Grab hinein. Er hat verloren seinen Schatz, Drum ist das Grab der beste Platz, Wo er am besten liegen mag, Und schlafen bis zum Jüngsten Tag. Quelle: Der arme Peter, Heinrich Heine Lieder Romanzen Junge Leiden - 1817-1821 Buch der Lieder Hamburg 1827 www.zeno.org […]

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