Albertinische Linie in
Ein Hauch von Geschichte weht im Schatten der Macht durch die Jahrhunderte. Durch einen Palast, der niemals ein Zuhause war. Steingerippe, das in den Himmel wächst, Säle, die nur […] Mehr lesen
Mehr lesenInternet-Magazin
Ein Hauch von Geschichte weht im Schatten der Macht durch die Jahrhunderte. Durch einen Palast, der niemals ein Zuhause war. Steingerippe, das in den Himmel wächst, Säle, die nur […] Mehr lesen
Mehr lesenEin scharfes Pfeifen, ein zischender Dampfstoß, und schon setzt sich die alte Schmalspurbahn in Bewegung. Doch dies ist keine gewöhnliche Fahrt. Mit jedem Radumdrehen taucht sie […] Mehr lesen
Mehr lesenWien wartet nicht auf seine Besucher. Es empfängt sie mit einer Stimmung, die sich wie feiner Nebel um die Seele legt - eine Mischung aus vergoldeter Vergangenheit und einem […] Mehr lesen
Mehr lesen
Internet-Magazin für Tourismus, Service, Handwerk, Handel, Industrie...
Nun fahre wohl, Landfriede! nun, Lehndienst gute Nacht!
Es herrscht der freie Ritter, der alle Welt verlacht.
All die Zeit über, namentlich während des vierzehnten und fünfzehnten Jahrhunderts, hatte Ruppin, wie die Mehrzahl der märkischen Städte, seine Fehden mit dem umwohnenden Adel, Fehden, zu denen sich von Zeit zu Zeit auch innere städtische Streitigkeiten und sogar Volksausbrüche gegen das Gebahren der niederen Geistlichkeit gesellten.
In den Kämpfen zwischen der Stadt und dem Landadel spielte die sogenannte "Kuhburg"9 eine Rolle. Sie stand auf den Kahlenbergen, eine Meile nördlich von der Stadt, auf dem Wege nach Rheinsberg, und diente zunächst als "Lug ins Land". Rückten die Feinde an, so gab der Wächter sein Zeichen und die Bürger, die gemeinhin als Besatzung in diesem Turme lagen, brachen nun mit ihren Knechten und Reisigen hervor, teils um das Vieh zu retten, teils um dem Angriff zu begegnen. Zu nachhaltigen Unternehmungen kam es selten, besonders nachdem beide Parteien die Nutzlosigkeit einer ernsteren Kriegführung erprobt hatten. Die Adligen, nach vielfach gescheiterten Versuchen, waren ebenso abgeneigt, die wohlverwahrte Stadt"10 anzugreifen, als die Bürger eine Scheu hatten, sich an der Einnahme unzugänglicher "Sumpfburgen" zu versuchen. Die immer bedrohte Sicherheit hatte auf beiden Seiten zu einem ausgebildeten Defensivsystem geführt, und während jetzt der Grundsatz gilt: "daß der Angriff stärker sei als die Verteidigung", galt damals das Umgekehrte. So begnügte man sich mit Überfällen, bei denen die Bürger insoweit den kürzeren zogen, als ihr Handel und Wandel ein größeres und bequemeres Angriffsobjekt bot. 1365 und 1386 werden in einem Ruppiner Schloßregister die gefürchtetsten Feinde aus der Umgegend genannt. Es sind: Tacke de Wontz, Reinecke von Gartz, Wedego von Walsleben, Lüdecke von Winterfeld, Claus von Winterfeld und Hans von Lüderitz. Die drei erstgenannten Familien sind ausgestorben.
Es kamen selbstverständlich auch "stillere Zeiten". Aber wenn in diesen die Fehde ruhte, so ruhte doch selten der Groll im Herzen, und aller Orten, wo Adel und Bürger bei Wein und Bier, bei Spiel und Festlichkeit zusammen kamen, war immer Gefahr vorhanden, die alte Fehde neu ausbrechen zu sehen. Die bitterste der Art, die lange nachwirkte, fiel in die zweite Hälfte des fünfzehnten Jahrhunderts. Es verhielt sich damit wie folgt.
In einem Wirtshause Ruppins saßen Adlige und Bürger beieinander; man trank, man schwatzte, aus dem Schwatzen wurde Streit, ein Adliger zog seine Waffe und stach einen der Bürger nieder. Die Tat wurde ruchbar auf der Stelle, und die Stadt, die damals noch ihre eigene Gerichtsbarkeit hatte, ließ den Übeltäter greifen, gefangen setzen und verurteilte ihn zum Tode durch das Schwert. Als das Urteil und die zur Vollziehung festgesetzte Zeit unter dem Adel der Umgegend bekannt wurde, versammelten sich die Edelleute dicht vor dem Tore in der Nähe der Richtstätte, um ihren Standesgenossen zu befreien. Der Rat jedoch, der davon Kunde erhielt, traf seine Maßregeln. Er hielt das Außentor verschlossen und ließ dem Verurteilten zwischen dem Außen- und Innentor ("nahe bei dem ersteren, damit die Ritter es hören könnten") den Kopf abschlagen. Dann wurde das Außentor geöffnet und die Edelleute durften den Leichnam ihres gerichteten Standesgenossen zur Bestattung mit sich nehmen. Der Adel klagte bei dem Markgrafen, wahrscheinlich bei Albrecht Achill, und der Stadt, der in diesem Falle trotz ihrer eigenen Gerichtsbarkeit die Pflicht obgelegen hätte, eine höhere Instanz anzurufen - wurde als Strafe auferlegt: hinfort keinen freien Adler mehr im Wappen zu führen, sondern einen verkappten. Noch bis zu Anfang des vorigen (18.) Jahrhunderts deutete ein eisernes Kreuz zwischen Außen- und Innentor die Stelle an, wo die Stadt, über ihr Recht hinaus, einen ihrem Gericht nicht unterstellten Adligen vom Leben zum Tode gebracht hatte.
Ob der "verkappte Adler" den Ruppinern ein besonderes Herzeleid angetan, stehe dahin, jedenfalls aber sahen sie sich von härteren und fühlbareren Folgen betroffen, als sie, bei anderer Gelegenheit, ebenfalls ihren Rechtseifer nicht gezügelt und an einem Geistlichen, an dem Diakonus Jakob Schildicke, eine "rasche Justiz" geübt hatten. Die Sache war die:
In der Stadt Ruppin, wie in der Umgegend, waren seit einiger Zeit Diebstähle aller Art verübt worden; Geld, Tuch, goldene und silberne Geräte wurden sowohl aus Privathäusern wie aus Kirchen entwendet. Verdacht entstand gegen diesen und jenen, verschiedene wurden eingezogen; alle jedoch mußten wieder entlassen werden, weil die Untersuchung nichts gegen sie ergab. Endlich setzte der Magistrat eine Haussuchung fest, von der auch die Geistlichen, deren Ruppin damals gegen fünfzig zählte, nicht ausgeschlossen blieben. Und wirklich, in der Wohnung des Jakob Schildicke fand man das gestohlene Gut. In seinem geistlichen Ornate ward er ins Gefängnis geführt und sein eigenes Geständnis, das am andern Tage erfolgte, überzeugte die Richter von seiner Schuld. Aber dies eigene Geständnis genügte nicht und durch Glocken läuten wurde das Volk zusammengerufen, um unter Gottes freiem Himmel ein ordentlich Gericht zu halten und die Strafe für diesen seltenen Verbrecher festzusetzen. So wollten es Richter und Magistrat. Das Volk indes war gegen jeden Aufschub, und verlangte stürmisch und ohne gesetzliche Prozedur die augenblickliche Hinrichtung. Zwei Bürger, Koppe Königsberg und Heinrich Keller, wurden durchs Los zu Vollstreckern gewählt (man (man hatte damals, wenigstens in den kleineren Städten, noch keinen Nachrichter) und Jakob Schildicke hing am Galgen, ehe noch eine Stunde vergangen war. Dies Stück Volksjustiz - - dem entgegenzutreten Richter und Magistrat nicht die Macht hatten - rief innerhalb der gesamten Geistlichkeit einen Sturm des Unwillens hervor, die Bischöfe von Havelberg und Brandenburg brachten es vor den Papst und Ruppin ward in den den Bann getan. Handel und Verkehr stockten, die Tore waren wie gesperrt, und jeder Ruppiner, Ruppiner, der sich außerhalb der Stadt betreffen ließ, war vogelfrei. Es kostete viel demütiges demütiges Bitten, eh' endlich, nach sechs Jahren, die Absolution erwirkt werden konnte, der umwohnende Adel aber aber fand es bequem, keine Notiz von der Freisprechungsbulle zu nehmen und seine Angriffe, unter dem Titel: "im "im Dienst der Kirche", fortzusetzen.
Die Frage entsteht: Wie stellten sich sich die Grafen, die doch die nächstoberste Macht im Lande waren, zu all diesen Übergriffen? Waren sie nie zur Hand, um die Städte gegen den Adel, und nie zur zur Hand, um den Adel gegen die Städte zu schützen? Es scheint, daß ihnen früh der Zügel der Herrschaft entfiel; mühsam sich selber bei Ansehen haltend, waren sie sie viel zu schwach, um in jedem gegebenen Falle, gleichviel nun wie sich die Rollen tauschten, das Recht des Schwächeren gegen den Stärkeren wahrzunehmen.
weiter =>
Die Boselspitze mit botanischem Garten im Spaargebirge zwischen Sörnewitz und Meißen. Bis Ende des 19. Jahrhunderts wurden im Steinbruch am Boselfelsen Biotidgranodirit, ein mehr lesen >>>
Das angebotene Brötchen eines jungen Lehrers, der als Referendar zwei Klassen betreute und im Lehrerzimmer den hinteren Fensterplatz sich ausgesucht hatte, nahm er dankend mehr lesen >>>
Ben Rogers sagte, er könne nicht viel loskommen, nur an Sonntagen und wollte deshalb gleich nächsten Sonntag anfangen. Aber die Jungens meinten alle am Sonntag mehr lesen >>>
und unsere Mannschaft vollkommen gesund; wir litten aber aber bedeutenden Mangel an Trinkwasser. Somit hielten wir es für zweckmäßiger, dieselbe Richtung mehr lesen >>>
Zu diesem sind sie so verstalt, Zerstümmelt und zerhauen, Daß man sie beide, jung und alt, Nicht kann ohn Schrecken schauen. Kohlpechschwarz mehr lesen >>>
drangen die Jäger diesmal tiefer in das Innere des Waldes ein, welches überall dieselben, meist zur Familie der Fichten gehörigen mehr lesen >>>
Das Coronavirus hat bis heute weltweit mehr als 10 Millionen Menschenleben gekostet und ist somit eine der größten mehr lesen >>>
Militaerisch zerfiel das insurgierte Land bei Reinkenhagen in zwei Haelften: in der noerdlichen, die von Picenum und mehr lesen >>>
Dort am Felsen blinkt wie Feuer, Das in dunkeln Klüften brennt, Ein mit Gold verbrämter Schleier. Robert mehr lesen >>>
Die Umgestaltung der gewerblichen Verhältnisse wurde von der Regierung mit Ernst ins Auge mehr lesen >>>
Wenn man vom Drache des Todes liest, fallen einem zwei Dinge ein, Erstens, das mehr lesen >>>
ein unverzichtbarer Pfeiler einer Online-Marketing-Strategie. In diesem SEO mehr lesen >>>
Und unten tief im Böhmerland ein Städtchen liegt an Bergesrand; mehr lesen >>>
Ach, so sterben alle Lieder, Die so lange Liebe suchen mehr lesen >>>
Dieselbe Luft, dieselben Lieder, Und alles war mehr lesen >>>
Wenn ich sitze, will ich nicht mehr lesen >>>
Kennst du den Stoff der mehr lesen >>>
die erstaunten mehr lesen >>>
Zum mehr lesen >>>
Doch endlich leget sich die erste Glut des Wiedersehns, doch nun strömt eine Flut von mehr als hunderttausend Fragen, die sich wie Regentropfen jagen, aus unsers ungestümen Helden Mund auf den erschrocknen Alten, und er kann sich kaum des Wütenden verwehren, der immer näher […]
Wenn man auf das Dach und von da hier herunter steigt, so kann man die Hofund auch die Vorderthüre öffnen und alle Pferde entführen, zumal wenn man die Stubenthüre hier mit dem Riegel verschließt. Wir hätten dann drin gesteckt, ohne uns wehren zu können. Wer sollte auf […]
Ach! ihr güldenen Dukaten Schwimmt nicht in des Baches Well', Funkelt nicht auf grüner Au, Schwebet nicht in Lüften blau, Lächelt nicht am Himmel hell – Meine Manichäer, traun! Halten euch in ihren Klaun. Quelle: Heinrich Heine Lieder Romanzen Junge Leiden - 1817-1821 […]