Stadt und Amt Jena mit
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Der Tag beginnt früh, als ich am Dresdner Busbahnhof stehe. Die Kühle des Morgens legt sich auf meine Haut, während ich den Bus beobachte, der leise vor sich hin brummt und zur Abfahrt bereit steht. Mein Ziel ist klar: Asolo, ein malerisches Dorf in Venetien, das auf einem Hügel thront und eine Geschichte erzählt, die bis in die Römerzeit zurückreicht. Dresden, mit seinen barocken Gebäuden und seiner bewegten Vergangenheit, lasse ich für eine Weile hinter mir, um eine neue Welt zu entdecken. Die Stimmung am Busbahnhof ist geschäftig, dennoch spüre ich eine angenehme Aufregung, die in der Luft liegt. Die Mitreisenden sammeln sich, laden Koffer ein, suchen ihre Plätze. Ein älteres Paar diskutiert mit gedämpfter Stimme über Reiserouten, während eine Gruppe von Freunden fröhlich lacht und Selfies macht. Ich betrete den Bus und wähle einen Sitzplatz am Fenster, bereit, die Landschaft vorbeiziehen zu sehen. Der Fahrer überprüft die Route, und kurz darauf setzen wir uns in Bewegung. Der leise Ruck des Fahrzeugs, das Losrollen der Räder, signalisiert den Beginn eines Abenteuers. Es gibt kein Zurück, nur den Weg nach vorne.
Die ersten Stunden führen uns durch die sanfte Hügellandschaft Sachsens, vorbei an Wäldern und kleinen Ortschaften. Die Gespräche im Bus werden lebhafter, Stimmen mischen sich mit leisen Lachen und dem Rauschen der Klimaanlage. Der Reiseleiter erhebt seine Stimme, gibt uns Einblicke in die Strecke, erklärt, dass wir durch Bayern fahren, bevor wir die Alpen erreichen. Ich blicke aus dem Fenster, während die Sonne langsam höher steigt und das Licht die Landschaft in warmen Tönen erstrahlen lässt. Als wir Bayern erreichen, verändert sich die Szenerie. Die Wälder werden dichter, die Felder weiter, die Berge am Horizont wachsen. Die Alpen sind majestätisch, ihre schneebedeckten Gipfel ragen in den klaren blauen Himmel, als wollten sie uns daran erinnern, wie klein wir sind. Der Bus windet sich durch die engen Serpentinen, und ich halte den Atem an, während wir die steilen Abgründe neben uns passieren. Die Mitreisenden, die vorhin noch fröhlich plauderten, verstummen, überwältigt von der Schönheit um uns herum. Ein unerwarteter Halt in einem kleinen österreichischen Dorf bringt uns wieder auf den Boden der Tatsachen. Der Bus parkt vor einer traditionellen Holzkirche, deren Glockenturm in den Himmel ragt. Wir steigen aus, die Luft ist klar und frisch, der Geruch von Holz und feuchtem Gras erfüllt meine Lungen. Ein kleines Café am Rand des Platzes lädt uns ein, und ich genieße einen heißen Kaffee, während ich die Kulisse bewundere. Diese kleinen Momente, nicht geplant, nicht erwartet, sind es, die die Reise lebendig machen.
Die Geschichte Asolos beginnt in der Römerzeit, der Ort trug damals den Namen Acelum. Seine strategische Lage auf dem Hügel machte ihn zu einem bedeutenden Punkt für Handel und Verteidigung. Archäologische Funde zeugen von einer wohlhabenden Siedlung, die von Landwirtschaft und Handwerk geprägt war. Römische Münzen, Mosaike und Überreste von Villen sind stille Zeugen dieser Epoche, die Asolo zu einem Dreh- und Angelpunkt der Region machte. Durch die Straßen Asolos gehed, stelle ich mir vor, wie römische Soldaten hier entlangmarschierten, Händler ihre Waren feilboten und die Bevölkerung in den öffentlichen Thermen die sozialen Kontakte pflegte. Acelum war ein Zentrum des örtlichen Lebens, dessen Bedeutung bis heute in die Identität Asolos hinein reicht. Der Gedanke, dass diese Hügel einst römische Legionäre und Siedler beherbergte macht Asolo besonder aufregend.
Nach Stunden auf der Straße taucht Asolo endlich vor uns auf. Die Hügel von Venetien umgeben den Ort wie ein schützender Mantel, die ersten Villen und Zypressen zeichnen sich am Horizont ab. Der Bus hält an einem Parkplatz unterhalb des Zentrums, und ich steige aus. Die Luft ist wärmer, ein leichter Wind trägt den Duft von Oliven und Blüten mit sich. Der Weg ins Herz des Ortes führt über eine schmale Straße, die von hohen Zypressen gesäumt ist, und ich spüre, wie sich meine Schritte verlangsamen, fast ehrfürchtig. Die engen Gassen von Asolo sind lebendig. Venezianische Villen mit kunstvollen Balkonen und sanft verblassten Fassaden rahmen die Straße ein. Kleine Läden, die lokale Spezialitäten und Handwerkskunst anbieten, ziehen die Aufmerksamkeit auf sich. Ich lasse meinen Blick wandern, während die Mauern der Rocca, der Festung auf dem höchsten Punkt des Ortes, über allem thronen. Es fühlt sich an, als betrete ich eine Welt, die aus der Zeit gefallen ist, wo die Geschichten der Vergangenheit in jeder Ecke widerhallen. Ich steige zur Rocca hinauf, der Weg ist steil, aber die Aussicht entschädigt mich sofort. Von hier aus sehe ich die venezianische Ebene, die sich bis zum Horizont erstreckt. Weinberge, Olivenhaine und kleine Dörfer liegen wie ein lebendes Gemälde zu meinen Füßen. Der Wind spielt mit meinem Haar, und für einen Moment fühle ich mich eins mit diesem Ort, als sei ich ein Teil der Geschichte, die er erzählt.
Caterina Cornaro, die ehemalige Königin von Zypern, veränderte das Schicksal von Asolo für immer. Nach ihrer Abdankung im Jahr 1489 zog sie sich in diesen Ort zurück und machte ihn zu einem Zentrum der Kunst und Kultur. Ihr Schloss wurde zum Schauplatz prunkvoller Feste und intellektueller Treffen, bei denen Künstler, Dichter und Philosophen der Renaissance zusammenkamen. Caterinas Einfluss verlieh Asolo eine kulturelle Blütezeit, die bis heute nachhallt. Ich betrete das Caterina-Cornaro-Schloss, und die Aura dieser außergewöhnlichen Frau ist spürbar. Die Mauern erzählen von ihren Bemühungen, aus ihrem Exil einen Ort der Schönheit und Kreativität zu machen. Fresken und Gemälde, die einst die Räume schmückten, spiegelten die Ideale der Renaissance wider – Harmonie, Eleganz und die Feier des menschlichen Geistes. Caterina hat Asolo nicht nur geprägt, sie hat es auf die Landkarte der Kultur und Geschichte gesetzt.
Asolo hat seit Jahrhunderten Künstler und Denker aus aller Welt angezogen. Robert Browning, der berühmte englische Dichter, ließ sich von der Atmosphäre des Ortes inspirieren und widmete ihm sein Gedicht „Asolando“. Eleonora Duse, eine der bedeutendsten Schauspielerinnen ihrer Zeit, fand hier einen Ort der Ruhe und Erneuerung. Und Freya Stark, die mutige Reiseschriftstellerin, machte Asolo zu ihrer Heimat, als sie nicht auf Entdeckungsreise war. Durch die engen Gassen schlendernd, verstehe ich, warum dieser Ort so viele große Persönlichkeiten angezogen hat. Die Landschaft ist nicht nur malerisch, sie erzählt auch eine eigene Geschichte. Die Ruhe, die von den Hügeln ausgeht, die Olivenhaine, die sich sanft im Wind wiegen, und die weiten Aussichten auf die venezianische Ebene – all das inspiriert. Es ist, als ob Asolo selbst eine Muse wäre, die jeden, der hier verweilt, mit einer neuen Perspektive beschenkt. Die Werke, die hier entstanden sind, leben weiter, und die Namen dieser Künstler sind mit den Gassen und Villen des Ortes für immer verbunden. Während ich durch die engen Gassen schlendere, wird klar, warum dieser Ort so viele kreative Geister angezogen hat. Die Ruhe, die Schönheit der Landschaft und die Aura der Geschichte schaffen eine einzigartige Atmosphäre, die zum Nachdenken und Träumen einlädt. Es ist, als ob Asolo selbst eine Muse wäre, die mit jedem Stein, jedem Olivenhain und jeder Zypresse inspiriert.
Asolo ist nicht nur ein malerisches Dorf, sondern ein Ort, der von Geschichte und Kultur durchdrungen ist. Ich beginne meinen Rundgang beim Caterina-Cornaro-Schloss, einst die Residenz der Königin von Zypern, die nach ihrer Abdankung hier Zuflucht fand. Die Mauern des Schlosses erzählen von einer Frau, die Macht und Reichtum hinter sich ließ, um Frieden zu finden. In den Räumen spüre ich die Würde und die Stärke dieser Geschichte, während ich durch die Hallen gehe, die den Hauch vergangener Jahrhunderte in sich tragen. Das Teatro Eleonora Duse zieht mich in seinen Bann. Dieses kleine, aber elegante Theater erinnert an die berühmte Schauspielerin, die Asolo zu ihrem Rückzugsort machte. Die Atmosphäre hier ist intim, fast magisch, und ich stelle mir vor, wie sie auf dieser Bühne stand, ihre Worte von den Wänden widerhallend. Auf der Piazza Garibaldi, dem lebendigen Zentrum des Ortes, lasse ich mich nieder. Der Brunnen plätschert leise, und die historischen Gebäude ringsum verleihen dem Platz eine ruhige Eleganz. Die Umgebung Asolos ist ebenso beeindruckend. Ich spaziere durch Olivenhaine, die von goldener Nachmittagssonne beleuchtet werden, und lasse die Ruhe auf mich wirken. Die Weinberge ziehen sich über die Hügel, ihre geordneten Reihen erzählen von der Sorgfalt, mit der hier gearbeitet wird. Ein Einheimischer erzählt mir von den lokalen Weinen, deren Geschmack die Landschaft selbst einzufangen scheint. Ich kaufe eine Flasche, ein Stück dieses Ortes, das ich mit nach Hause nehmen werde.
auch Asolo blieb nicht von den Schrecken der Weltkriege verschont. Während des Ersten Weltkriegs wurde die Idylle dieses Ortes durch den Schrecken der Frontlinie zerrissen. Die Hügel, die heute so friedlich wirken, wurden zu Schauplätzen heftiger Kämpfe. Soldaten gruben sich in die steinige Erde ein, suchten Schutz vor den Granaten und dem gnadenlosen Wetter. Das Echo der Kanonen und das Rufen der Verwundeten hallten durch die Täler und schrieben ein dunkles Kapitel in die Geschichte dieses Ortes. Ich stehe an der Rocca und lasse den Blick über die Landschaft schweifen. Die Olivenhaine und Weinberge erzählen heute von Frieden und Fruchtbarkeit, doch darunter liegen die Erinnerungen an eine Zeit, als Asolo für viele der letzte Ort war, den sie je sahen. Gedenktafeln und Denkmäler erinnern an diese Opfer, an die Soldaten, die hier kämpften, und an die Menschen, die trotz des Krieges ihr Zuhause verteidigten. Asolo hat überlebt, nicht nur als Ort, sondern als Symbol für die Kraft, auch in den dunkelsten Zeiten die Hoffnung zu bewahren.
Der Tag des Abschieds kommt, und ich fühle eine sanfte Wehmut, als ich meine Schritte ein letztes Mal durch die Gassen lenke. Der Bus wartet, doch ich nehme mir einen Moment, um zurückzublicken. Die Rocca thront über dem Ort, die Zypressen wiegen sich sanft im Wind, und die Farben der venezianischen Villen leuchten im warmen Licht des Vormittags. Ich steige ein, der Motor startet, und Asolo wird langsam kleiner, bis es schließlich hinter den Hügeln verschwindet. Zurück in Dresden fühlt sich alles vertraut an, und doch sehe ich die Stadt mit anderen Augen. Asolo hat etwas in mir berührt, eine Erinnerung an die Schönheit der Einfachheit, an die Kraft der Geschichte und an die Bedeutung, einen Moment wirklich zu erleben. Diese Reise war mehr als eine Bustour, sie war eine Entdeckung, eine Verbindung und ein Kapitel in meinem eigenen Buch der Erfahrungen. Ich weiß, dass ich eines Tages zurückkehren werde, denn Asolo hat einen Platz in meinem Herzen gefunden, der unvergänglich bleibt.
Mit herzlichem Dank und den besten Wünschen,
Ihr reisender Asolo Chronist und Freund der vergangener Geschichten.
*Der geneigte Leser möge entschuldigen, dass wir nicht erwähnen, welche Orte, Ortsnamen und Sehenswürdigkeiten im Verlaufe der vergangenen mehr als 100 Jahre, durch den ersten und zweiten Weltkrieg, viele Jahre entwickelte Sozialistische Gesellschaft und mehrerer Rechtschreibreformen verloren gingen oder geändert wurden.
Quellenangaben:
Inspiriert von den stillen Zeugen der Vergangenheit und dem Atem der Geschichte in Asolo.
Meyers Konversations-Lexikon 3. Auflage 1874 - 1884
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