Ein Ruf aus dem Rauch
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Die Berge Kurdistans erhoben sich wie stumme Zeugen eines ewigen Konflikts, ihre Gipfel von Schnee bedeckt, ihre Täler von Geschichten durchzogen, die niemals erzählt wurden. Die Sonne stand tief über den rauen Bergrücken, und ein lauter Knall zerriss die Stille. Eine Gruppe schlecht ausgerüsteter Soldaten stand im Halbkreis, ihre Vorderlader auf eine improvisierte Zielscheibe gerichtet. Doch anstelle eines kraftvollen Schusses erklangen nur vereinzelte, klägliche Knalle, begleitet von einem enttäuschenden Pfeifen. Der Geruch von Schwarzpulver hing schwer in der Luft, während die Männer nervös auf ihre Waffen starrten. Einige rollten die Augen, andere fluchten leise, während sie vergeblich an den Schlössern ihrer Gewehre hantierten. Am Fuß dieser gewaltigen Landschaft standen die Soldaten erschöpft und schweigend, ihre Blicke leer, ihre Bewegungen mechanisch. Der Knall, der durch die klare Luft hallte, war kein kraftvoller Schuss, sondern ein klägliches Geräusch, das mehr von Verzweiflung als von Stärke sprach. Arman, ein junger Soldat mit hagerem Gesicht und müden Augen, trat zu seinem Kameraden Farid. „Wie sollen wir uns verteidigen, wenn selbst unsere Waffen uns verraten?“ Seine Stimme war leise, fast ein Flüstern. Farid, dessen Gesicht vom Staub des Tages gezeichnet war, antwortete nur mit einem bitteren Lächeln. „Mit diesen Dingern können wir höchstens Schatten jagen“, murmelte er und prüfte das Schloss seines Gewehrs mit einer mechanischen Geste, die mehr von Resignation als von Hoffnung sprach. Die Worte der beiden spiegelten die stille Frustration der gesamten Truppe wider. Sie litten nicht nur unter Hunger und Kälte, sondern auch unter der Gewissheit, dass der Mutesselim, der für ihre Versorgung verantwortlich war, das Geld für seine eigenen Zwecke abzweigte. Der heutige Vorfall war nur ein weiterer Beweis für die tiefe Korruption, die ihr Leben vergiftete. „Es ist ein Wunder, dass wir überhaupt noch leben“, murmelte Arman, seine Stimme kaum mehr als ein Hauch in der kalten Luft. Farid zuckte mit den Schultern, seine abgenutzte Uniform bot kaum Schutz vor der Kälte. „Diese Waffen sind nur leere Versprechen“, sagte er mit einem Ton, der gleichzeitig Sarkasmus und Trauer enthielt. Die Soldaten erahnten, dass ihre Gewehre nur Symbole dieser kaputten Ordnung waren. Der Mutesselim hatte die wirkungsvollen Waffen gegen minderwertige ausgetauscht, um den Gewinn in seine Taschen zu lenken. So war die Hoffnung der Männer ebenso zerbrechlich wie das knappe Brot, das sie teilten, und ebenso vergänglich wie die Wärme, die sie in der klirrenden Kälte suchten.
Über ihnen wehte der Wind, der Geschichten von anderen Kämpfen trug, Geschichten von Siegen und Niederlagen, die sich in diesen Bergen abgespielt hatten. Doch an diesem Tag gab es keine Geschichten von Mut oder Triumph, nur das leise Knistern des Schwarzpulvers und den stummen Zorn der Männer, die wussten, dass sie nur Schachfiguren in einem Spiel waren, dessen Regeln sie nie verstanden hatten.
In der kühlen Dunkelheit seines Zimmers, beleuchtet vom flackernden Licht einer Öllampe, fand der Erzähler den Kurden Azad vor, der mit einer Ruhe saß, die nur jemand kennen konnte, der in den Bergen groß geworden war. Azad rauchte aus der Pfeife des Erzählers, als wäre sie sein eigen, und seine Augen schimmerten mit einem Ausdruck, der sowohl Weisheit als auch Wachsamkeit zeigte.
„Hemscher, willkommen“, begrüßte ihn der Erzähler, und Azads Gesicht erhellte sich. „Deine Gastfreundschaft ehrt mich, Freund“, antwortete er mit einer Stimme, die wie ein Lied der Berge klang. Sie setzten sich, und Azad erzählte von seiner Reise, von den Schrecken, die er gesehen hatte, und von der Hoffnung, die er dennoch trug. Die Worte des Kurden waren keine bloßen Erzählungen, sie waren eine Einladung, in seine Welt einzutreten, eine Welt, die von Schönheit und Gefahr gleichermaßen geprägt war.
„Der Bey von Gumri“, begann Azad, „ist ein Mann, der sein Volk liebt, doch er steht allein gegen die Gier und den Verrat des Mutesselim.“ Der Erzähler lauschte, während Azads Worte in seinem Geist widerhallten. Die Geschichten von Ungerechtigkeit und Leiden, die er erzählte, waren nicht neu, aber sie trugen eine Intensität, die den Erzähler dazu brachte, sich zu fragen, wie er helfen konnte.
Der Bey von Gumri stand auf einer Anhöhe und blickte über das Tal, seine Silhouette scharf gegen den Horizont gezeichnet. Der Erzähler und Azad näherten sich, und der Bey wandte sich um, seine Augen voller Entschlossenheit. „Willkommen“, sagte er mit einer Stimme, die Ruhe und Autorität zugleich ausstrahlte. „Unsere Heimat ist von Dunkelheit umgeben, doch wir müssen unser Licht bewahren.“
Der Bey sprach von den Herausforderungen, denen sie gegenüberstanden, und von seinem Plan, den Mutesselim zu stürzen. Er war kein Mann, der leichtfertig handelte, und seine Worte trugen das Gewicht eines Anführers, der sicher war, dass jede Entscheidung Leben kostete. „Die Sterne führen uns, doch es ist unsere Pflicht, den Weg zu gehen“, sagte er und blickte gen Himmel. Der Erzähler fühlte, wie die Worte des Bey eine Flamme in ihm entzündeten, eine Entschlossenheit, die er nicht ignorieren konnte.
Mit herzlichem Dank und tiefer Verbundenheit mit den Bergen,
Ihr Wanderer durch Zeit und Raum und nach der Wahrheit Suchender.
*Der geneigte Leser möge entschuldigen, dass wir nicht erwähnen, welche Orte, Ortsnamen und Sehenswürdigkeiten im Verlaufe der vergangenen mehr als 100 Jahre, durch den ersten und zweiten Weltkrieg, viele Jahre entwickelte Sozialistische Gesellschaft und mehrerer Rechtschreibreformen verloren gingen oder geändert wurden.
Quellenangaben:
Inspiriert von der Geschichten eines alten Teppichs im Abendlicht.
Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen,
Meyers Konversations-Lexikon 3. Auflage 1874 - 1884
Wikipedia – Die freie Enzyklopädie
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