Ich kenne den Rais von
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Alle diese vorstehend aufgezählten Bilder, entstanden in dem der Künstlerwelt wohlbekannten Hildebrandtstraßen-Hause, das, wie schon hervorgehoben, im Jahre 1869 von W. Gentz erworben und, um sein eigenes Wort noch einmal zu zitieren, "orientalisiert" wurde.
Diesem Hause wenden wir uns jetzt zu. Es besteht aus einem Souterrain, einem Erdgeschoß und einem ersten Stock; im Souterrain befinden sich die Wirtschaftsräume, im ersten Stock die Ateliers von Vater und Sohn, im Erdgeschoß die Familien- und Repräsentationszimmer, vier oder fünf an der Zahl, die völlig eigenartig wirken und in ihrer Mischung von Berliner Nähtisch und ägyptischem Fetisch, von Ramses und Christian Friedrich Gentz, kairensischen Teppichen und Ahornpaneelen aus der Berliner Glanzzeit der Jenny Lind, nirgend ihresgleichen haben, auch in den maurischen Häusern nicht, deren wir vielleicht einige, jedenfalls aber eins in unserer Stadt besitzen: das Diebitschsche Haus am Hafenplatz. Denn all das bisher in wohlüberlegter Gegensätzlichkeit Aufgezählte gibt nur eine schwache Vorstellung von dem, was sich an aparten und untereinander in einer Art Fehde stehenden Dingen hier alles zusammenfindet, Dinge, die berufen scheinen, ein Fünfweltteile-Redenzvous und dabei zugleich das bunte reiche Leben zu veranschaulichen, das der Besitzer aller dieser Herrlichkeiten führen durfte. Was von dem Grund und Boden unserer Hauptstadt gesagt worden ist, "jeder Quadratmeter bedeute schon ein Vermögen", das gilt fast auch von den Wänden dieser W. Gentzschen Wohnung, und "gekeilt in drangvoll fürchterliche Enge" haben wir hier die bei den verschiedensten Gelegenheiten, als Erinnerungsblätter, an W. Gentz überreichten Skizzen aller möglichen Malerberühmtheiten zusammen. Ich kenne, soweit Berlin in Frage kommt, keinen Privatmann, dessen Wohnung angetan wäre, mit der hier vorhandenen Bilderfülle zu wetteifern, und wenn beispielsweise das an den Wänden der Menzelschen Wohnung Aufgespeicherte, schon weil sich viele "Menzels" darunter befinden, unendlich wertvoller ist, so verschwinden doch, namentlich solange wir der Zahl ihr Recht gönnen, selbst diese Menzelschen Schätze neben der bunten Mannigfaltigkeit des hier bei W. Gentz Gebotenen. Daß übrigens das Gentzsche sich auch inhaltlich sehen lassen kann, das wird sich aus einer bloßen Aufzählung der Bilder und Skizzen genugsam ergeben, trotzdem ich gezwungen bin, an drei Vierteln des Vorhandenen vorüber zu gehen.
Es befinden sich hier:
Friedrich Geselschap: Mädchen von Capri.
Anselm von Feuerbach: Aretins Tod bei einem ihm von Tizian gegebenen Gastmahl.
Otto Knille: Dolce Dolce far niente. Ein Tiroler Bursch.
Rudolf Henneberg: 1. Szene vorm Forsthaus. 2. Reiter, ein Wasser durchschreitend.
Gustav Spangenberg: Studienkopf zu Spangenbergs Lutherbild in der Nationalgalerie.
Albert Hertel: Dorf in Abendbeleuchtung.
Georg Bleibtreu: Kaiser Wilhelm und Moltke am Abend des 18. August 1870 (Gravelotte).
von Meckel: Arabische Wegelagerer.
von Klever (Professor an der Petersburger Akademie): Russisches Dorf am Meer.
Hugo
von Blomberg: Benvenuto Cellini im Keller.
Teutwart Schmitson: Bäuerliches Gespann.
Ernst Ewald: Märchenerzähler.
Dörr: Vier Interieurs einer Färberei in Fontainebleau (Dörr war ein Mecklenburger aus Ludwigslust, bildschöner Mensch und um seiner Schönheit willen früh gestorben.)
Ludwig Knaus: Kinderszene aus der Feilnerstraße.
Paul Meyerheim: Ziegen Ziegen und ein im Grase liegender Junge. Geschenk Paul Meyerheims an sein Patenkind Ismael Gentz.
Fritz Werner: 1. Französische Gefangene im Tempelgarten zu Ruppin. 2. Porträt von W. Gentz, in ägyptischem Kostüm.
Anton von Werner: 1. Almosen-Verteilung auf einem Kirchhofe bei Kairon. 2. Gebet in der Wüste; Abd el Kader.
Ferdinand Heilbuth: Doppelte Nelken in einer japanischen Vase.
Jean Lous Hamon: Im Ringelreihen tanzende Mädchen. (L. Hamon, Hamon, gest. 1874.)
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